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Dienstag, 18. Juli 2017

Mythen & Legenden der Geisterwelt



Unerklärliche Geräusche, Stimmen aus dem Nichts, Kälteschauer in warmen Räumen, Gepolter ohne Ursache?
Bilder fallen von der Wand, man fühlt sich beobachtet oder man spürt eine Anwesenheit, obwohl niemand da ist?

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Gibt es Geister?
Ich kann diese Frage eindeutig mit JAAA! Beantworten.  Warum? Das ist doch ganz logisch:
Wie manche von euch wissen, bin ich ein großer Fan der Harry Potter-Bücher. Ich bin mir GANZ SICHER, dass es Hogwarts wirklich gibt, denn eine so faszinierende Welt kann man sich nicht einfach nur ausdenken. Folglich muss es natürlich auch Geister geben – den Fast Kopflosen Nick, den blutigen Baron, die maulende Myrte und natürlich all die anderen.
Meine Theorie ist völlig einleuchtend, oder?

Bei einer Recherche auf Facebook hat eine Teilnehmerin innerhalb kürzester Zeit 253 Kommentare erhalten - Tendenz steigend. Und die meisten Geschichten waren wirklich mysteriös, seltsam, unerklärlich und teilweise gruselig.




Überall auf der Welt gibt es Geschichten über Erscheinungen von Geistern und Gespenstern.


In Deutschland gibt es z.B. die Legende um Schloss Wittenberg:
Wittenberg erlangte durch Martin Luther Berühmtheit. Heute gilt das Schloss, welches ein Natur- und Völkerkundemuseum beherbergt, als Spukort. Oft soll sich zur Mitternachtsstunde im Schloss die Gestalt einer weißen Frau zeigen.

Einst zeigte sie sich einem jungen Soldaten. Da dieser ein Sonntagskind war, bat sie ihn, ihr zu folgen. Er begleitete die Frau in weiß und gelangte so in eine verborgene Kammer in der eine mit Gold- und Silbermünzen gefüllte Truhe stand. Mit der Weisung, niemals mit jemandem über dieses Begegnung zu sprechen, schenkte sie ihm einen Beutel voller Münzen. Viele Jahre später, nach dem Ende seiner Dienstzeit, heiratete der Soldat. Während der Feierlichkeiten ließ er sich von seinen Gästen dazu überreden, das Geheimnis und die Herkunft seines Reichtums bekannt zu geben. Während er erzählte, klopfte es plötzlich drei mal an das Fenster. Sofort kam ihm in den Sinn, dass dies die weiße Frau aus Schloss Wittenberg war und er sein Versprechen gebrochen hatte.

Von diesem Tage an schien ihm nichts mehr zu gelingen. Sein Erfolg blieb aus und er wurde mit jedem Tag schwächer und kränklicher. Er starb dann schließlich ziemlich plötzlich als armer und gebrochener Mann.


Im Tower of London starben viele Monarchen. Einer von ihnen war der erst dreizehn Jahre alte König Edward V. Als dessen Vater Edward IV starb, beanspruchte sein Onkel Richard, der Herzog von Gloucester, den Thron für sich. Er hat den 13-jährigen Richard und dessen jüngeren Bruder, den Herzog von York, in den Tower bringen lassen. Lord Hastings, ein königlicher Offizier, versuchte das Leben von König Edwad zu schützen, aber ohne Erfolg. Hastings Kopf rollte und die beiden königlichen Brüder wurden im Garten ermordet. Der Platz, auf dem die Ermordung wahrscheinlich statt fand, bekam den Namen: Blutiger Tower. Die Geister der beiden Brüder sollen noch heute in den Gemäuern des Tower of Londons umherspuken.


In Prag können wir den kopflosen Tempelritter treffen, der nachts auf einem weißen Pferd durch die Kopfsteingassen der Prager Altstadt reiten soll – mit seinem Kopf unter dem Arm! Jede Nacht in der Geisterstunde soll der Reiter die Altstadt unsicher machen und schon von weitem kann man das rote Kreuz auf seiner Brust erkennen.
Es heißt, wenn man dem kopflosen Ritter begegne, müsse man sich erst seinem riesigen Schimmel mutig in den Weg stellen, dem Ritter sein Schwert entreißen und es ihm durch das Herz stoßen, um selbst mit dem Leben davon zu kommen.


Das sind nur drei von zahlreichen Erzählungen. Es war unglaublich interessant und teilweise gruselig, die diversen Geschichten zu lesen.

Aber nun bleibt die Frage: warum gibt es Geister und weshalb geistern wir nicht alle nach unserem Ableben zwischen den Lebenden umher?
Nicht jeder Geist muss einen qualvollen Tod erlebt haben. Was ist geschehen, dass der Verstorbene keine Ruhe findet? Was möchte er uns mit seinem Erscheinen sagen?

Um nochmal nach Hogwarts zu gehen: die maulende Myrte wurde oft gehänselt, insbesondere von einer Mitschülerin namens Olive Hornby .
Als Olive sie mal wieder fertig gemacht hatte, verzog Myrte sich unglücklicherweise ausgerechnet auf das Mädchenklo mit dem geheimen Zugang zur Kammer des Schreckens. Dort traf sie der Blick des Basilisken unerwartet und tötete sie sofort.  Myrte selbst aber wusste, dass eigentlich Olive Hornby an ihrem Tod schuld war: Ihr verletzender Spott hatte Myrte ja in das tödliche Versteck getrieben.
Sie beschloss deshalb, diese Olive als Geist zu verfolgen und sich auf diese Weise bitter an ihr zu rächen.

Anscheinend können sich manche Seelen nicht von der Erde lösen und wandern umher – weil sie sich nicht lösen können oder eine Aufgabe zu erfüllen haben.

Warum habe ich euch das ganze erzählt? Nun ja, wie ihr euch wahrscheinlich vorstellen könnt, handelt „Das Funkeln der Nacht“ von Thalea Storm tatsächlich auch von Geistern. ABER: ich bin kein Fan davon gespoilert zu werden, deshalb sage ich jetzt nicht mehr viel dazu, außer: Lest es!


Es ist mystisch, geheimnisvoll, sehr emotional und mitreißend – ich habe den ersten Teil verschlungen und freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil, auf den ich leider noch viel zu lange warten muss.

Quellen:
www.prag.de
www.geisterundgespenster.de
www.harry-potter.wikia.com

Freitag, 14. Juli 2017

Frage-Freitag: Marc Short




Lieber Marc, stelle Dich bitte kurz vor:
Hallo & vielen Dank. Mein Name ist Marc, Marc Short. Ich schreibe Lyrik, Kurzgeschichten - meine sogenannten Shorts Short Storys - und Romane im Bereich Fantasy / Mystery, teils mit einer Prise Erotik ….



Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Seit ich Buchstaben zu Worten verbinden kann, lese ich. Ich liebte es also schon immer, zu lesen. Und bald gesellte sich auch das Schreiben dazu. Dabei begann ich mit Lyrik und Geschichten zu Wettbewerben. Doch in meinem Kopf waren Geschichten für mehr als nur ein paar Seiten und für längere Storys … so begann ich meinen ersten Roman.

Wie kommen Dir die Ideen zu Deinen Büchern?

Filme, Bücher, Geschichten und Legenden, ich glaube, all das was ich lese und erlebe, worüber ich nachdenke und einmal nachdachte, verbindet sich und webt dann eine ganz eigene Geschichte. Besonders, wenn ich Einträge zu Mythen und Geschichten lese, fängt meine Fantasy ganz von selbst an, daraus Ableitungen und weitere Geschichten zu produzieren. So kam es damals auch, dass ich mir die Frage stellte, was passiert wenn zwei Mächte aufeinandertreffen, die sich gleich sind - Götter und Vampire, beide unsterblich, beide machtvoll und charakterstark.

Wo schreibst du am liebsten? Hast du Rituale?

Ich habe schon in Gärten, in Cafés und an anderen Orten geschrieben. Aber am liebsten noch immer daheim. Aber wer weiß, wo das Schreiben noch hinführt. Denn das ist ja auch das Schöne: Schreiben kann man wie Lesen: im Grunde überall. …

Zum Thema Rituale: Wenn ich beim Schreiben gar nicht weiterkomme, mache ich Sport und meistens führt das dazu, dass ich wieder bei meiner Geschichte lande und eine zündende Idee habe. So kann ich entweder gleich oder nach dem Duschen das Schreiben fortsetzen.

Erzähle uns ein bisschen von deinen eigenen Werken.

Mein Debütroman „Im Bann der Finsternis: Mercure - der Bote des Lichts“ ist heuer ein Jahr alt geworden. Dabei geht es um den Götterboten Mercure und die Vampirin Serenety, die bald zwischen ihren Gefühlen hin- u. hergerissen ist. Denn ihre Treue galt bisher allein dem Vampyr-König Vulcano, dessen Tochter sie ist.



Bei der Short Story Reihe „DIE STURMNACHT“ geht es um die Meerfrau Amphitrite und Nicolas Brighton. Poseidons Stürme lassen die STURMNACHT im Meer versinken und Amphitrite wird dabei auf Nicolas aufmerksam. Ist er der gefallene Stern, auf den sie schon so lange gewartet hat? (Derzeit schreibe ich den letzten Teil dieser Short Story Trilogie).

„Schatten über dem Amazonental“ ist eine Short Story, die gerade ein Cover-Update bekommen hat. Sie ist derzeit noch als Gratis-Download verfügbar und beinhaltet mit dem Amazonental bereits einen Schauplatz aus Band 2 von „Im Bann der Finsternis“. Die Geschichte kann unabhängig von den Bänden gelesen werden.



Arbeitest du gerade an weiteren Projekten?

Derzeit liegt meine Konzentration auf Band 3 von der Roman-Reihe „Im Bann der Finsternis“. Nachdem Band 2 sich um den Kriegsgott Mars dreht, wende ich mich in Band 3 insbesondere der Göttin Venus zu.

Auch bei meinen Short Storys dreht sich alles um Teil 3. Hier geht es um die STURMNACHT-Reihe. Teil 1 und 2 sind schon veröffentlicht, bei Teil 3 habe ich den Anfang und das Ende, nur der Mittelteil steht sozusagen noch ein wenig in den Sternen.

Wenn du ein Buch beginnst – kennst du das Ende dann schon oder entwickelt sich das beim Schreiben?

Manchmal beginnt bei mir alles mit einem Titel, manchmal mit einem Satz oder Absatz. Das Ende kenne ich manchmal nur vage, beziehungsweise, ich weiß wohin der Weg gehen soll. Die Schritte dazwischen entwickeln sich im Schreibprozess und können einen Schluss auch mal ganz anders ausgehen lassen. :)

Was liest du gerne und hast du ein Lieblingsbuch?

Besonders viel lese ich im Bereich Fantasy. Dabei ist es egal, ob es Romance, Mystery, Dark Fantasy oder eine Mischung mit Dystopie etc. ist. Treu bleibe ich auch der größten Science-Fiction-Serie der Welt: Perry Rhodan. Wer die Serie kennt, weiß, dass allein sie schon ein mehr als wochenfüllendes Programm zur Verfügung stellt.

Welche Figur aus einem Buch würdest du gerne mal treffen?

Da wäre dann tatsächlich der Mann, der die Menschheit erfolgreich ins All geführt hat: Perry Rhodan. Und weißt du, welche Antwort mich besonders interessieren würde? Die Antwort auf die Frage, wann seine Geschichte und die der Menschheit endlich verfilmt wird! Oder in welches Parallel-Universum ich dazu reisen muss … welches meiner Ichs ich treffen müsste, dass mir davon erzählen kann … Aber genug von wenn, wäre und müsste.

Zurück in der Gegenwart möchte ich dir für deine interessanten Fragen danken! Es hat mir Spaß gemacht, sie zu beantworten.

Bilder: 
www.marcshort.de
bigstockphoto.com (Cover)




Donnerstag, 13. Juli 2017

Throwback Thursday: Im Bann der Finsternis








Klappentext:
Die Menschheit ist nahezu ausgerottet und eine Auseinandersetzung zwischen Göttern und Vampyren scheint unvermeidbar. Mercure, der Götterbote, will als Vermittler auftreten und kommt dabei der Vampyrin Serenety gefährlich nahe.

Kann der Bote sich auf sie einlassen, ohne seine Aufgabe aus den Augen zu verlieren? Ohne so erst recht einen Krieg zu provozieren?

Und wird Serenety sich auf seine Seite und damit gegen ihren Vater, den Vampyr-König, stellen?



Meine Meinung:
Ich durfte das Buch vergangenes Jahr im Rahmen einer Leserunde lesen. Als erstes vorab: eine schöne Story mit einer guten Grundidee.

Marc Short wirft den Leser direkt in die Geschichte - es dauert etwas, bis man ganz angekommen ist. Für mich war das Buch anfangs schwierig zu lesen, weil sich die Szenen oft rasant ändern - meiner Meinung nach muss man konzentrierter bei der Sache bleiben als bei anderen Büchern, die sich leichter weglesen lassen; andererseits erzeugen die verschiedenen Szenerien und Sichtweisen auch Spannung.

Leicht enttäuscht wurde ich davon, dass der Autor einige Dinge im Buch nicht weiter verfolgt hat, die aus meiner Sicht absolut interessant waren. Ich glaube, dass einige dieser Dinge im zweiten Band aufgeklärt werden. Ebenso waren mir einige Handlungen und Motive nicht ganz schlüssig und für mich nicht so nachvollziehbar.


Okay, das hört sich auf den ersten Blick nicht nach einer absoluten Empfehlung an. Dennoch: Marc Short hat einen ganz besonderen, bildhaften Schreibstil.


Eine weitere Bewertung auf Amazon:

Dark Fantasy vom Feinsten, eine düstere, unheimliche Liebesgeschichte zwischen einem Gott und einer Vampir-Dame. Die beiden Hauptakteure sind interessant und vielfältig angelegt. Leider sind ein paar der anderen Figuren zu flach und auch die Logik leidet ab und zu ein bisschen, daher nur 4 Sterne. Trotzdem empfehlenswert für alle Dark-Fantasy-Fans und für Freunde von außergewöhnlichen Liebesgeschichten.


Besonders hervorheben möchte ich, dass Marc Short ein Autor ist, der mit Kritik ganz hervorragend umgeht und versucht, daran zu wachsen. Nach meinen Kritikpunkten in der Leserunde durfte ich bereits Band 2 testlesen und ich muss sagen, dass sich Marc viele Anmerkungen der gesamten Leserunde zu Herzen genommen hat. Der zweite Band ist mystisch, poetisch und wirklich gut zu lesen.

Freitag, 7. Juli 2017

Frage-Freitag: Clara Gabriel





Liebe Clara, stelle dich doch bitte kurz vor.
Gern! Hallo, ich bin Clara Gabriel, 38 Jahre alt, glücklich verheiratet und ganz frischgebackene Autorin und Selfpublisherin. Mein erster Roman „Postkarten an Dora“ ist vorgestern erschienen, deshalb freue ich mich sehr über dieses Interview. (Mein allererstes, yay, Konfetti!!!) Zurzeit ist für mich alles sehr neu, aufregend und spannend.



Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Eigentlich habe ich mir schon als Kind gerne Geschichten ausgedacht und sie aufgeschrieben. Aber das Schreiben war für mich immer nur ein ganz privates Hobby, bis mir in unserem Keller eine alte Postkartensammlung aus der Zeit von 1905-1913 in die Hände fiel, die mein Vater vor etlichen Jahren geerbt hatte. Ich stellte fest, dass die meisten Karten an die gleiche Person adressiert waren: Dora Neumann. Die ältesten Karten gingen an verschiedene Adressen in London, die meisten aber ab 1907 an ihre Adresse in der Reconquista 322, Buenos Aires.
Das hat meine Neugier geweckt und ich wollte wissen: wer war diese Frau, die vor über hundert Jahren nach Argentinien ausgewandert ist? –das ist ja selbst heutzutage immer noch ungewöhnlich. In der damaligen Zeit muss es ein riesengroßes Abenteuer gewesen sein. Und so begann ich zu recherchieren, doch alle Spuren endeten im Nichts. Trotzdem hat mich Dora nicht mehr losgelassen, ich war regelrecht verliebt in diese unbekannte Frau und hab manchmal sogar von ihr geträumt. Ich sage immer: „Ich bin von ihr besessen!“ und das meine ich ganz positiv. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an Dora denke. Und so entstand irgendwann die Idee, mir ihre Geschichte einfach selbst auszumalen und einen Roman daraus zu machen.



Erzähle uns bitte ein bisschen über dein Buch.
„Meine“ Dora ist eine junge, sehr eigenwillige Frau. Sie ist am Anfang des Buchs gerade mal 17 und ihr Vater will, dass sie Lehrerin wird. Eigentlich ein sehr moderner Vater, denn arbeitende Frauen sind Anfang des 20. Jahrhunderts noch eine Seltenheit, zumindest auf dem Land. Aber Dora hat andere Pläne, denn sie träumt von einer großen Karriere als gefeierte Schauspielerin im fernen Amerika. Und sie hat eine große Schwäche: Dora sammelt Postkarten von exotischen Orten und berühmten Stars und Sternchen der damaligen Zeit. Deshalb lässt sie sich zu einer großen Dummheit hinreißen. Als sie aufzufliegen droht, entscheidet sie sich, einfach fortzulaufen und nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand. Ein bisschen zu naiv vielleicht, denn sie stellt schnell fest, dass ihr Geld nicht für eine Schiffspassage nach Amerika reicht. Gott sei Dank trifft sie auf Martha Löwenstein, eine ausgebildete Tänzerin, die Dora unter ihre Fittiche nimmt. Und ab da nehmen die Dinge ihren ganz eigenen Lauf.
Das Buch handelt von einer jungen Frau, die bereit ist, für ihre Träume zu kämpfen. Sie will mit dem Kopf durch die Wand und übersieht dabei, dass nichts so leicht ist, wie sie es sich ausgemalt hat. Außerdem hat sie ein Händchen dafür, sich die falschen Männer auszusuchen… Aber sie ist ein echtes Stehaufmännchen, und lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Dora ist kess und nicht auf den Mund gefallen. Zur Not flunkert sie, dass sich die Balken biegen, aber sie ist dabei immer charmant. Ich glaube, sie ist einfach ein bisschen so, wie wir alle gern wären: mutig und frei und ein bisschen wild.
Zumindest wäre ich manchmal gern ein bisschen mutiger, siehe nächste Frage. ;)


Wie hat dein Umfeld reagiert, als sie erfahren haben, dass du ein Buch schreibst?
Gar nicht, da es nur die allerengsten Vertrauten wussten. Ich war da ein bisschen  feige schüchtern und wollte erstmal abwarten, ob es irgendwann überhaupt mal ein Buch geben wird. Aber meine Eltern und mein Mann wussten natürlich Bescheid und standen die ganze Zeit voll hinter mir. Und ich hatte während des Schreibens meinen Coach Rainer Wekwerth an meiner Seite, der eigentlich nur dafür da war, meine enormen Selbstzweifel zu zerstreuen und mir gut zu zu reden. (Danke, Rainer!)

Hattest du sie Geschichte von Anfang an im Kopf durchgeplant oder entwickelte sie sich beim Schreiben?
Ja und nein. Ich habe die Geschichte komplett geplotted, aber während des Schreibens hat sie eine ganz eigene Dynamik entwickelt. Situationen oder Sätze, die ich für die Charaktere vorgesehen hatte, kamen auf einmal ganz anders raus. Irgendwann kam der Punkt, an dem ich entschied, nicht mehr zu planen, was Dora sagen soll, sondern einfach darauf zu hören, was sie sagen will. –das klingt jetzt vielleicht ein bisschen schizophren, aber es war wirklich so, dass Dora im Laufe des Buchs ihren eigenen Kopf entwickelt hat. Sie hat sich dann nicht mehr einfach irgendwas in den Mund legen lassen, sondern hat Sätze gesagt, auf die ich nicht im Traum gekommen wäre. Ich war bloß noch das Werkzeug, das sie brauchte, um ihre Worte zu Papier zu bringen. Und nein, ich bin NICHT verrückt! –oder doch?!? Seit ich Dora „kenne“, zweifle ich ein bisschen daran…😀

Wo schreibst du am liebsten? Hast du Rituale?
Tatsächlich schreibe ich am liebsten erstmal von Hand, während ich auf der Couch sitze und tippe es dann später ab. Dabei redigiere ich mich das erste Mal selbst und merke: Moment, da hakt was, der Satz klingt scheiße.

Arbeitest du schon an weiteren Projekten?
Ja, ich arbeite am zweiten Teil von Doras Geschichte und Band 3 ist in Planung. Außerdem waren in dem alten Album noch fünf Postkarten an eine gewisse „Minna“ in Südafrika. Und es brennt mir schon unter den Nägeln, sie in die Wildnis zu schicken! *diabolisches Grinsen* Die gute Minna ist nämlich das komplette Gegenteil von Dora und ein bisschen schüchtern. Und ich stelle es mir sehr lustig vor, eine unsichere, gehemmte Frau im Jahre 1905 nach Afrika reisen zu lassen. –mutterseelenallein, all die wilden Tiere, vor denen sie sich fürchten kann, die fremden Gerüche, Orte, Sprachen…traumhaft! Da geht sofort meine Fantasie mit mir durch. 😀
Außerdem habe ich eine Website, ähnlich wie ein Blog, auf der ich nach und nach alle 192 historischen Ansichtskarten aus Doras Sammlung veröffentlichen werde. Da gibt es noch reichlich zu tun, langweilig wird mir also so schnell nicht mehr. Wer sich für die Original-Postkarten, die mich zum Buch inspiriert haben, interessiert, darf gerne mal reinschauen: www.doras-postkarten.de


Was liest du gerne und hast du ein Lieblingsbuch?
Man soll’s kaum glauben, aber persönlich habe ich einen eher männlichen Lesegeschmack. Ich mag zum Beispiel Hemingway oder Hunter S. Thompson. Und ich habe eine große Schwäche für die Scheibenwelt-Bücher von Terry Pratchett.
Aber mein absolutes Lieblingsbuch ist und bleibt Goethes Faust. –vermutlich, weil ich in der Schule nicht gezwungen wurde, ihn zu lesen, sondern ihn als Erwachsene freiwillig für mich entdecken durfte. Der Faust ist einfach zeitlos und da findet sich zu jeder Lebenslage das passende Zitat.

Welche Figur aus einem Buch würdest du gerne mal treffen?
Ich würde sehr gern mal Sam Mumm auf seiner Nachtwache begleiten und mit ihm durch die Straßen von Ankh-Morpork schlendern. Und natürlich meine Dora. Ich hätte so unendlich viele Fragen an sie…


Ein paar schnelle Fragen:

Chaotin oder Perfektionistin?
Chaotin!
Langschläfer oder Frühaufsteher?
Frühaufsteher
Kaffee oder Tee?
Kaffee! VIEL Kaffee!!!
Sommer oder Winter?
Egal. Hauptsache Wetter!
Berge oder Meer?
Beides! Aber wenn ich wählen muss: Meer.
Farbe deiner Zahnbürste?😉
Weiß mit einem kleinen türkisen Aufsteckring zum Wiedererkennen. 😀



Mittwoch, 5. Juli 2017

Monatsrückblick Juni




Zeit für meinen Rückblick in den Monat Juni. So gerne ich lese… Mein Highlight in diesem Monat war dennoch der Umzug in unser Haus – auch wenn es immer noch alles absolut chaotisch ist, sind wir absolut glücklich 😍 🎊 🎉.
Somit beschränkte sich mein Lesegenuss  im Juni auf „nur“ 8 Bücher, die aber allesamt wirklich richtig gut waren. Deshalb wird es diesen Monat auch erstmals keine Einteilung geben wie sonst – die Bücher waren alle TOP-BÜCHER.

Was ich alles erlebt habe:
Ich habe gelernt, mein Mördergen zu akzeptieren, habe Luca & Allegra kennengelernt, deren Liebe nicht sein durfte und wollte mit Aschenkindel keine Prinzessin sein. Ich wurde ins Reich der sieben Höfe entführt, habe Cress und Winter kennengelernt und sie im Kampf gegen die böse Lunarier-Königin begleitet und habe nach einem Schicksalsschlag ins Leben zurückfinden müssen.

Rhapsodie in schwarz 
Sophie Jordan
Der zweite Teil der Reihe schließt direkt an den ersten Teil an – es wird ein bisschen wiederholt, was ich nicht schlecht fand, um wieder in die Geschichte zu kommen. Anfangs fand ich die Gefühle und Gedanken von Davy nachvollziehbar und fühlte mit ihr, allerdings nahm das ganze irgendwann zu viel Platz ein.Durch den Wechsel des Settings lernen wir viele neue Charaktere kennen.
Gut hat mir die Einleitung in die jeweiligen Kapitel gefallen – Zeitungsausschnitte oder Zusammenfassungen von Gesprächen, sodass man als Leser ein bisschen auf dem Laufenden bleibt, was die Haltung zum Mördergen in Amerika betrifft – denn leider dreht sich in diesem Band viel zu viel nur um Davy, die restliche Welt wird fast außen vor gelassen. Es ist nicht so, dass mich das Buch nicht unterhalten hat: es war interessant und gut zu lesen, ich fand es spannend und auch überraschend.
Allerdings ging mir das Ende viel zu schnell – ich war komplett überrascht, wie schnell sich das Grundproblem dieser Dystopie lösen liess.
Alles in allem war die Dilogie eine gute Dystopie, mit einem absolut genialen ersten Teil und einem zweiten Teil, der mich zwar nicht komplett begeistert konnte, aber mich über weite Strecken gut unterhalten hat.

Luca & Allegra  - Liebe keinen Montague" 
Stefanie Hasse 
Eine moderne Version von Romeo und Julia, die mich gut unterhalten hat!💕
Das Buch lässt sich unglaublich schnell weglesen  (es hat allerdings auch nur 213 Seiten). Der Aufbau des Buches ist dem Original angelehnt, was ich sehr charmant fand.
Die Charaktere, auch die Nebencharaktere, fand ich durchweg sympathisch.
Allegra hat meiner Meinung nach viele Dinge schnell hingenommen, bei denen ich mir doch mehr Überraschung und Reaktion erhofft hätte, das ist aber nur eine kleine Kritik am Rande.
Spätestens ab der Mitte des Buches nahm die Geschichte Fahrt auf, wurde spannend und dramatisch sodass ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte.
Ich war sehr gespannt auf das Ende, das die Autorin meiner Meinung nach sehr gut gelöst hat.

Aschenkindel
Halo Summer
Solltet ihr das Buch also noch nicht kennen: Holt es von eurem SUB oder kauft es, es ist wirklich absolut empfehlenswert 💕💕💕!
Schon der Einstieg in das Buch hat mich begeistert. Es fängt direkt anders an, als man es von einem "Märchen" erwartet - ich habe schon auf der ersten Seite gemerkt, dass der Humor und der Schreibstil genau meinen Geschmack treffen. Zum Glück zieht sich das durch das ganze Buch. Aschenputtel in Fantasy und modern, dazu jede Menge Spass, Sarkasmus, tolle Ideen, liebenswerte Charaktere  (ich vergöttere die gute Fee und Aschenkindel) und eine Portion Lebensweisheit zum Glück.

Das Reich der sieben Höfe“ 
Sarah J. Maas
Eine absolute Leseempfehlung für „Das Reich der sieben Höfe“ und ich muss mir unbedingt den zweiten Band besorgen.
Sarah J. Maas hat mich schon mit Throne of Glass begeistert – auch diese Geschichte hat mich absolut überzeugt: eine tolle Welt, wunderbare Charaktere (stark, lustig, böse, überraschend) und eine märchenhafte Geschichte. Ich könnte euch jetzt sagen, an welches Märchen mich „Das Reich der sieben Höfe“ erinnert – das mache ich nicht, aber nur, damit euch die Überraschung nicht verdorben wird😉
Der Schreibstil der Autorin ist toll – aber damit habe ich nach ihren bisherigen Büchern auch gerechnet.

The Beauty of Darkness 
Mary E. Pearson  

Ich war froh, als ich nach einigen Seiten merkte, dass ich das englische Buch relativ gut und ohne Schwierigkeiten lesen konnte.
Auch der dritte Teil hat mich durchgängig begeistert – die Autorin hat ein unglaubliches Talent dafür, Wendungen einzubauen, mit denen man so nicht unbedingt rechnet. Die Charaktere haben sich glaubhaft und stark verändert und die Entwicklung, die einige von Ihnen gegangen sind, habe ich einfach geliebt.

Ich war begeistert, wie die Autorin die Fäden der ersten Bücher zusammengeführt hat und alle noch offenen Rätsel gelöst hat. Und das Ende? Ich fand es einfach perfekt und hat mich absolut zufrieden zurück gelassen.
Für mich war das Buch ein grandioser Abschluss einer wirklich grandiosen Trilogie❤.

Wie Sterne so golden 
Wie Schnee so weiß 
Marissa Meyer 
Ich kann die gesamte Reihe absolut empfehlen.  Märchen mal anders erzählt mit fantastischen, unterschiedlichen Persönlichkeiten, die im Laufe der Geschichte wachsen und reifen.
Aschenputtel, Rotkäppchen, Rapunzel und Schneewittchen – dazu natürlich noch mehrere Wölfe, ein Märchenprinz, eine böse Königin, Raumschiffe, Satelliten und eine Eskortdroidin, die man einfach gern haben muss…
Märchen trifft Science Fiction und das ergibt eine unglaublich tolle Geschichte😍.
Nach und nach finden alle zusammen um gegen die böse Lunarier-Königin Levana zu kämpfen – dank der abwechselnden Perspektiven begleitet man irgendwie alle Figuren, auch wenn sie voneinander getrennt sind.

Das Funkeln der Nacht 
Thalea Storm 
Wow, auf was habe ich mich da nur eingelassen. Thalea Storm transportiert Emotionen pur.
Schon nach dem Prolog war ich völlig fertig. Seitdem ich Familie habe, reagiere ich emotionaler auf manche Bücher und Filme, das weiss ich und hier hat es mich wieder voll erwischt.
Die Charaktere sind großartig ausgearbeitet – ich habe mit verschiedenen von Ihnen gelitten und gefühlt. Die Geschichte ging mir absolut unter die Haut und einige Zeilen waren so genial geschrieben, dass ich sie in meinem Reader markiert habe, was ich sonst so gut wie NIE mache.
Dennoch ist das Buch ständig geheimnisvoll , man ist gespannt was passieren wird. Leider endet die Geschichte (es handelt sich um eine Trilogie) mittendrin (natürlich) mit einem absolut fiesen Cliffhanger. Es bleibt mir gar nichts anderes übrig, als das zweite Buch zu lesen. Ich gebe zu, dass ich nicht ahne, in welche Richtung das ganze läuft und wie sich die einzelnen Charaktere entwickeln – und das finde ich ganz wunderbar und überraschend.
Twilight (Nein,keine Vampire), Zurück ins Leben geliebt , Friedhof der Kuscheltiere, Wen der Rabe ruft – könnt ihr euch eine Mischung aus diesen Büchern vorstellen? Nicht falsch verstehen, „Das Funkeln der Nacht“ ist kein Abklatsch eines der genannten Bücher, absolut nicht. Aber irgendwie hat jedes der Bücher seinen Sinn in dieser Rezension – mehr oder weniger.
Mich hat das Buch, insbesondere die unglaubliche Schreibweise, gefangen genommen zutiefst berührt und zum Nachdenken gebracht.

Noch Fragen?
Gerne erzähle ich euch mehr über die Bücher oder freue mich über sie zu reden.