Freitag, 30. Juni 2017

Frage-Freitag: Heike Eva Schmidt




Liebe Heike, stelle dich doch bitte kurz vor:
Hallo, ich bin Heike Eva Schmidt. Jedenfalls die meiste Zeit, wenn ich nicht unter „Veronika May“ oder Lilly Crow schreibe 😃.  Ich arbeite aber nicht nur als Schriftstellerin, sondern auch als Drehbuchautorin und manchmal  auch als Journalistin und wohne im wunderschönen Bayern zwischen Bergen und Seen.



Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich wollte schon als Kind Schriftstellerin werden. Weil ich mich aber lange nicht getraut habe, diesen Traum zu leben, bin ich ĂŒber einige Umwege (unter anderem eine Lehre als BĂŒrokauffrau und ein Psychologie-Studium) zum Schreiben gekommen. Aber ich habe gemerkt, dass mich dieser Wunsch nie losgelassen hat – und irgendwann war es dann soweit. Nachdem ich ein Stipendium bei der Drehbuchwerkstatt MĂŒnchen bekommen hatte und dann einige Zeit als Drehbuchautorin tĂ€tig war, habe ich meine Ängste und Bedenken ĂŒber Bord geworfen und einfach  mal drei verschiedene Buch-Ideen an Verlage geschickt. Alle wurden gekauft („Purpurmond“, „Schlehenherz“ und „Amerika liegt im Osten“). Dann hatte ich schlagartig ein neues Problem: Ich musste innerhalb kurzer Zeit drei Romane schreiben  ;)



Deine BĂŒcher sind in komplett verschiedenen Genres angesiedelt, jetzt veröffentlichst du sogar ein Kinderbuch – brauchst du die Abwechslung?
Das auch. Einerseits macht mich Routine tatsĂ€chlich kirre, aber der Hauptgrund, warum ich in verschiedenen Themenbereichen schreibe ist: Meine Ideen generieren das Genre. Wenn ich einen Einfall habe, dann bin ich nicht festgelegt auf das, was ich bisher geschrieben habe. Also ich sage nicht: „Ich habe bisher drei Jugendthriller und zwei FantasybĂŒcher geschrieben, ich werde nie etwas anderes schreiben.“ Wenn mir ein entsprechender Einfall kommt, kann alles dabei rauskommen. Zum Beispiel – so wie jetzt – ein Kinderbuch.


Du nutzt verschiedene Pseudonyme beim Veröffentlichen deiner BĂŒcher? Weshalb?

Das Pseudonym „Veronika May“ habe ich mir ausgesucht, weil ich im Genre „Frauenromane“ neu eingestiegen bin und ich unter meinem Namen Heike Eva Schmidt eben schon im Genre „Fantasy“, „Jugendroman“ und „historischer Roman“  schreibe. ZU viele verschiedene Genres unter demselben Namen zu bedienen, finde ich nicht so gut. NatĂŒrlich kann es auch sein, dass der Verlag ein Pseudonym vorschlĂ€gt, zum Beispiel „Lilly Crow“, weil der Buchtitel englisch ist.



Wie kommen Dir die Ideen zu Deinen BĂŒchern?
Sie ĂŒberfallen mich – anders kann ich das nicht sagen. Es kommt wirklich manchmal „angeflogen“, wenn ich etwas sehe oder Fetzen eines GesprĂ€chs mitbekomme. Dann reift eine Idee in meinem Kopf und ich „kaue“ ein paar Tage darauf herum. Und wenn ich merke, es trĂ€gt, dann wird meist eine Geschichte daraus.



Wo schreibst du am liebsten? Hast du Rituale?
Am liebsten – und eigentlich auch ausschließlich – schreibe ich bei mir zuhause. Dort habe ich einen „Schreibplatz“, der auch wirklich nur dafĂŒr da ist. Und einigermaßen aufgerĂ€umt 😀.Mein Ritual ist: auf jeden Fall zuerst einen Milchkaffee (oder einen doppelten), dann lese ich erst einmal das Korrektur, was ich am Vortag geschrieben habe. Kreativ werde ich meist erst spĂ€ter am Nachmittag. Nach noch einem Kaffee ☕

ErzĂ€hle uns ein bisschen von deinen BĂŒchern. 
Ich liebe Figuren, die nicht „glatt“ sind. Die also durchaus ihre Macken und Eigenheiten haben. Jede meiner Heldinnen muss durch gewisse Sachen „durch“ – und ich mache es ihnen da echt nicht leicht. Sie haben Kummer, Trauer und Verluste zu verkraften – aber es gibt auch schöne und sehr lustige Erlebnisse. FĂŒr mich ist die Mischung wichtig, denn oft liegt unter der Komik eine gewisse Traurigkeit und umgekehrt. Das muss man allerdings gut dosieren und ich hoffe bei jedem Buch immer wieder aufs Neue, dass es mir gelingt.  Alle meine Figuren besitzen einen gewissen (auch manchmal schwarzen) Humor, weil ich glaube, ohne diesen ist der Alltag deutlich schwieriger und man tut gut daran, auch mal herzhaft ĂŒber sich selbst und diesen Wahnsinn, der sich „Leben“ nennt, zu lachen. Zudem – das gebe ich hier zu – stehe ich eigentlich auf Happy Ends und bin eine „anonyme Romantikerin“. Und auch das liest man (hoffentlich) in meinen BĂŒchern heraus.

Arbeitest du gerade an weiteren Projekten?
Ich schreibe zur Zeit an meinem neuen Frauenroman unter „Veronika May“, der im Sommer 2018 erscheint – und ĂŒberlege mir schon Ideen fĂŒr den 2. Band meines Kinderbuchs.  Und die eine oder andere Idee grummelt auch schon wieder im Bauch... Da ich aber parallel noch als Drehbuchautorin tĂ€tig bin, geht das alles nicht soooo schnell – sonst dĂŒrfte ich ĂŒberhaupt nicht mehr schlafen!



Wenn du ein Buch beginnst – kennst du das Ende dann schon oder entwickelt sich das beim Schreiben?
Sobald ich anfange, das ExposĂ© zu schreiben (= die Kurzfassung der Geschichte, ohne ein ExposĂ© kauft kein Verlag ein Buch), steht die gesamte Geschichte fest, von Anfang bis Ende samt der Wendepunke. Manchmal Ă€ndert sich allerdings die Handlung wĂ€hrend des Schreibens noch ein bisschen, es kommen Ideen dazu oder eine Figur will nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Das passiert nĂ€mlich auch manchmal, dass die Charaktere ein Eigenleben fĂŒhren und der Autor dann seinem Charakter folgt – statt umgekehrt.

Was liest du gerne und hast du ein Lieblingsbuch?
Ich lese selbst nur BĂŒcher solcher Genres, die ich selbst NICHT schreibe. Also Belletristik und gerade „Das CafĂ© der Existenzialisten“ eine Art dokumentarische ErzĂ€hlung ĂŒber die Geschichte der Philosophie. Was ich ebenfalls wirklich sehr gerne gelesen habe, war „Altes Land“ von Dörte Hansen und „Rot“ von Uwe Timm.

Welche Figur aus einem Buch wĂŒrdest du gerne mal treffen?
Da fĂ€llt mir niemand ein. Aber ich wĂŒrde gerne alle Protagonistinnen aus meinen verschiedenen BĂŒchern an einen Tisch versammeln und mal sehen, wie die MĂ€dels so miteinander klarkommen  - das wĂ€re sicher spannend 

Und noch ein paar schnelle Fragen:

Chaotin oder Perfektionistin?
 Beides! In der Arbeit absolute Perfektionistin – im Alltag oft Chaotin!

LangschlĂ€fer oder FrĂŒhaufsteher? 
Da fĂ€llt die Antwort eindeutig aus; LangschlĂ€ferin! Wenn man mich lĂ€sst. Bei Drehbuchprojekten bin ich dann unfreiwillige FrĂŒhaufsteherin! Und damit beantwortet sich auch die nĂ€chste Frage:

Kaffee oder Tee?
Kaffee.  Ohne den werde ich morgens nicht wach und renne gegen TĂŒren und WĂ€nde   Aber spĂ€ter kommt auch immer eine Kanne grĂŒner Tee dazu. Und im Winter trinke ich kein Wasser, sondern Tee.

SĂŒĂŸ oder herzhaft? 
SĂŒĂŸ. Geht immer. Muss sogar sein. Sonst werde ich sauer...!

Sommer oder Winter? 
Mhm, also ich sag mal so: eher Sommer. Aber als diesen Winter unser See zwei Wochen so zugefroren war, sodass ich jeden Morgen Schlittschuh laufen konnte – das hatte schon was!

Berge oder Meer? 
Als wohnhafte Bayerin natĂŒrlich in erster Linie: Berge. Ich liebe ihre majestĂ€tische Ausstrahlung, sie sind so groß und so alt und man kommt – trotz der Höhe – sofort wieder „auf den Boden“, wenn man dort  oben ist. Aber auch hier liebe ich das andere Extrem und es gibt fĂŒr mich kaum was Schöneres, als im Januar an der Nordsee Urlaub zu machen. Das Meer hat jeden Tag eine andere Grau-Schattierung und der klare Himmel mit den Möwen ist einfach eine Wohltat fĂŒr Geist und Seele.

Lieblingsfarbe? 
Die des Sommerhimmels am Abend. Und seine Farbe an einem Winter-Morgen, wenn gerade die Sonne aufgeht. Das sind Farben, fĂŒr die es keinen Namen gibt, das muss man einfach sehen.



Donnerstag, 29. Juni 2017

Throwback Thursday: Purpurmond

Purpurmond 
Heike Eva Schmidt
384 Seiten 


Klappentext:
Als Cat einen alten Halsreif findet, legt sie ihn sich neugierig um. Dumm nur, dass das SchmuckstĂŒck mit einem Fluch belegt ist und sie geradewegs in die Vergangenheit befördert. Zu allem Überfluss lĂ€sst sich der Kupferreif auch nicht mehr von ihrem Hals entfernen. WĂ€ren da nicht die krĂ€uter¬kundige Dorothea und deren Bruder Jakob, der Cats Herz schneller schlagen lĂ€sst, wĂŒrde sie wohl verzweifeln, vor allem, da der Halsreif sich immer enger zusammenzieht …

Meine Meinung:
Angezogen hat mich eigentlich das Cover – die Inhaltsangabe hat mich auch neugierig gemacht, Zeitreiseromane lese ich generell sehr gerne.
Ich habe somit Cat kennengelernt und begleitet. Nach einigem Ärger mit Sina (wie kann man bitte diesen wunderschönen Namen fĂŒr ein zickiges, bösartiges MĂ€dchen wĂ€hlen?) legt sie sich einen Halsreif um und die Geschichte nimmt seinen Lauf. Wir landen im mittelalterlichen Bamberg, werden Zeuge der Hexenverfolgung und mĂŒssen mit Cat um ihr Leben fĂŒrchten, da der Reifen um ihren Hals immer enger wird. Die historische Thematik an sich aber auch die eingeflochtene Geschichte des Fluches fand ich unglaublich toll kombiniert, gut geschrieben und absolut fesselnd.
Es ist amĂŒsant, wie Cat in der Vergangenheit zurecht kommen muss und hat mich durchgehend gut unterhalten. Ich kann dieses Buch wirklich weiter empfehlen und bin froh dass ich es zufĂ€llig entdeckt habe.

Dienstag, 20. Juni 2017

Throwback Thursday: DĂ€monische VerfĂŒhrung




Ich durfte das Buch letztes Jahr im Herbst im Rahmen einer Leserunde lesen - vielen Dank dafĂŒr an die Autorin.
Die Geschichte fĂ€ngt schnell an, ich war von Anfang an gefesselt und das hielt auch durchgehend bis zum Ende. Das Buch hat keine LĂ€ngen, sondern ist durchgehend witzig, spannend  und gut geschrieben. Der Klappentext hĂ€lt, was er verspricht, mehr noch: Die Geschichte, in die Nadine Mutas den Leser entfĂŒhrt, ist gut durchdacht mit tollen Details und wunderbaren Figuren.
Die Charaktere wachsen dem Leser schnell ans Herz - Merle ist eine sympathische, junge Frau, die alles versucht, um ihre Schwester zu retten. Rhun, der DĂ€mon, den sie entfesselt, ist ... wow... Vom Äußeren mal abgesehen, hat er mich auch mit seiner Art, seinem Charme und seinem Witz in seinen Bann gezogen. Mehrfach saß ich lachend auf der Couch. 
Auch die Erotik kommt in diesem Buch definitiv nicht zu kurz, wobei auch das absolut stimmig ist. In manchen BĂŒchern wirkt es erzwungen und unpassend, in diesem war es ein wichtiger Bestandteil der Geschichte.
Fazit: von mir gibt eine absolute Leseempfehlung fĂŒr dieses Buch❤.

Frage-Freitag: Nadine Mutas




Liebe Nadine, stelle dich doch bitte kurz vor:
Ich bin gebĂŒrtige Deutsche, die seit Jahren verpflanzt in den USA lebt mitsamt Mann, DĂ€monensprössling und zwei schwarzen Katzen. Ich schreibe Paranormal Romance ĂŒber sĂŒndhaft sinnliche Helden und die cleveren Heldinnen, die ihnen das Herz stehlen. Mein DebĂŒtroman DĂ€monische VerfĂŒhrung erschien zuerst 2015 auf Englisch unter dem Titel Blood, Pain, and Pleasure, war nominiert fĂŒr zahlreiche Auszeichnungen der Romance Writers of America, und gewann einige Preise fĂŒr herausragende literarische Leistung im Genre Liebesromane. Wenn ich nicht gerade fleißig am Schreiben/Übersetzen des nĂ€chsten Romans bin, findet man mich mit der Nase in einem Buch oder meinem kleinen Daemonicus hinterher rennend. Ihr könnt mich auf Facebook stalken, auf Pinterest meinen Boards zu meinen BĂŒchern folgen und euch fĂŒr meinen Newsletter eintragen ,um immer auf dem neuesten Stand zu sein, was meine Veröffentlichungen angeht.



Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Geschichten hab ich mir schon immer gern ausgedacht und erzĂ€hlt, noch bevor ich ĂŒberhaupt schreiben konnte. Als meine Oma mir eine Schreibmaschine (nicht Computer – ha! So alt bin ich schon …) schenkte, war mir klar, dass ich Schriftstellerin werden will. Naja, damals war ich 8, und zwischenzeitlich ist dann einiges passiert, was mich erst mal lange vom Schreiben abgelenkt hat. Aber nachdem ich mit dem Studium fertig war, und meine grauen Zellen nicht mehr mit Sanskrit und Japanisch belegt waren, kam auf einmal die KreativitĂ€t zurĂŒck und ich schrieb die Geschichte auf, die da so in meinem Kopf entstand. Meine beste Freundin hat die erste Szene gelesen und mich dann dermaßen gepusht, dass ich weiter schreibe, dass ich nicht anders konnte, als das fertigzustellen. Diese Geschichte liegt zwar (im Moment noch) in der Schublade, aber das Buch, das ich danach schrieb, ist mein DebĂŒtroman geworden. Ich habe mich hier stark mit den Romance Writers of America vernetzt und unglaublich viel ĂŒber das Handwerk gelernt, und nach ganz viel Polieren und Vorbereiten hab ich diese Geschichte dann 2015 veröffentlicht.

Wie kommen Dir die Ideen zu Deinen BĂŒchern? 
Manchmal durch TrĂ€ume, manchmal durch BĂŒcher, die ich lese, oder Filme/Serien, die ich gucke. Das kann manchmal ein kleines Detail sein, das bei mir einen Funken schlĂ€gt, und dann nimmt das oft ein Eigenleben an und wĂ€chst zu etwas ganz Anderem, Neuem heran. Die besten Ideen entwickeln sich, wenn ich der Frage “Was wĂ€re, wenn …?” folge. Und bei mir geht es meistens von einer interessanten Ausgangssituation aus. Bei meinem ersten Roman war es die Grundidee: “Ein Monster entfesseln, um ein Monster zu fangen.” Was wĂ€re, wenn eine Hexe sich mit ihrem Feind (einem DĂ€mon) zusammentun muss, um ihre Schwester zu retten? Beim zweiten Band war es die Frage: Was wĂ€re, wenn du in genau das verwandelt wirst, was du dein Leben lang gejagt hast, und du damit selbst zur Gejagten wirst? Der Rest entwickelt sich dann immer aus den Charakteren, und wie sie jeweils mit dieser Situation umgehen. Der Konflikt, und die Lösung, mĂŒssen sich auf natĂŒrliche Weise aus dem ergeben, wer die Charaktere sind, und welche Mittel sie zur Hand haben. Es macht unglaublich Spaß, diese Reise mit den Charakteren anzutreten und die Figuren wĂ€hrend des Schreibens nĂ€her kennenzulernen. Ich weiß nĂ€mlich nicht alles ĂŒber die Charakter, bevor ich mit dem Schreiben anfange. Vieles ergibt sich erst wĂ€hrend des Schreibens, und oft ĂŒberraschen mich die Figuren.

Wo schreibst du am liebsten? Hast du Rituale? Ich habe ein Arbeitszimmer hier bei uns zuhause, und da schreibe ich auch am liebsten und bequemsten. Rituale habe ich nicht wirklich, ich setze mich einfach jeden Tag ran und arbeite. Mein Sohn geht unter der Woche in die Kita von 8 bis 15 Uhr, und in der Zeit muss ich das schaffen, was so auf meiner To-Do-Liste steht. Das ist dann nicht nur schreiben/ĂŒbersetzen oder Korrekturen einarbeiten, sondern auch alles, was damit zu tun hat, mein GeschĂ€ft am Laufen zu halten. Ich bin Indieautorin, mache daher alles selber, und ich sehe mich auch nicht nur als KĂŒnstlerin, sondern als Ein-Frau-Unternehmen. Ich habe ein GeschĂ€ft (meine BĂŒcher), und das muss laufen, also arbeite ich hart und kĂŒmmere mich um Marketing, Projektmanagement, Buchhaltung, Networking, Promo etc. Ich outsource bestimmte Dienstleistungen, die ich nicht selber machen kann, wie zum Beispiel Coverdesign oder Editing, aber davon abgesehen kĂŒmmere ich mich um fast alles andere selbst. Da ist es dann manchmal schwierig, eine Balance zwischen kreativem Teil (schreiben/ĂŒbersetzen) und administrativem Teil (alles geschĂ€ftliche) zu finden.

ErzĂ€hle uns bitte  ein bisschen von deinen BĂŒchern.
In meinem DebĂŒtroman, DĂ€monische VerfĂŒhrung, kĂ€mpft die junge Hexe Merle darum, ihre von einem DĂ€mon entfĂŒhrte Schwester zu retten, und in ihrer Verzweiflung wendet sie sich an die einzige Person, die ihr jetzt noch helfen kann – ein DĂ€mon derselben Spezies wie derjenige, der ihre Schwester geraubt hat. Merle und Rhun sind eigentlich Feinde, und sie beginnen ihre gemeinsame Geschichte auch mit Agendas, die sich diametral gegenĂŒberstehen. Sie wollen jeweils den anderen benutzen, um ihr eigenes Ziel zu erreichen, aber keiner von beiden rechnet dabei mit den höchst ungebetenen GefĂŒhlen, die sie bald fĂŒreinander entwickeln. Merle muss bald schon ihre Vorurteile DĂ€monen gegenĂŒber ĂŒber Bord werfen, und Rhun muss erkennen, dass er an die einzige Person geraten ist, die tatsĂ€chlich an das Gute in ihm glaubt.

Im zweiten Band ist es Merles beste Freundin Lily, die an ihre eigenen Grenzen gerĂ€t und fĂŒr sich neu definieren muss, was Gut und was Böse ist, nachdem sie durch Schwarze Magie in eine DĂ€monin verwandelt wird – und ihr prompt von einem unwiderstehlich leckeren DĂ€mon der Hof gemacht wird.

Alle meine BĂŒcher befassen sich im Kern mit der Frage, wie wir “das Böse” definieren, und setzen sich auch mit Etiketten und Schubladen auseinander, in die wir nur zu gern Leute stecken. Familie – die blutsverwandte, aber auch vor allem die gewĂ€hlte, erweiterte – spielt auch immer eine große Rolle, und die Beziehungen zu den Menschen, die fĂŒr uns durch die Hölle gehen wĂŒrden. Alles versehen mit einer großzĂŒgigen Prise Magie und ganz viel Humor und Erotik. 😉

Arbeitest du gerade an weiteren Projekten?
Immer! *lach* Im Moment bin ich gerade mit der Übersetzung des Kurzromans DĂ€monische Schatten fertig geworden, welcher am 16. Juni erscheint, und mache mich dann sofort an die Übersetzung des 3. Bandes To Stir a Fae’s Passion, welcher unter dem Titel DĂ€monische Versuchung voraussichtlich Ende Juli erscheinen wird. Danach schreibe ich dann den 4. Band auf Englisch, der so Ende Oktober herauskommen soll.


Wenn du ein Buch beginnst – kennst du das Ende dann schon oder entwickelt sich das beim Schreiben? 
Ich habe oft schon eine vage Vorstellung davon, wie ich den Konflikt am Ende löse, und manchmal habe ich sogar schon einen Teil der Höhepunktszene vor Augen. Vieles entwickelt sich dann aber noch von selbst, wĂ€hrend ich schreibe und die nĂ€chsten Schritte plotte. Manchmal schmeiße ich dann den Plan, den ich anfangs hatte, auch komplett um, wenn die Handlung und die Charaktere das zu dem Zeitpunkt so verlangen.

Was vermisst du am meisten an Deutschland?
Manchmal ganz alltĂ€gliche, kaum benennbare Dinge wie einfach die AtmosphĂ€re auf der Straße. Manchmal auch handfestere Sachen, die schon auch sehr politisch sein können (Stichwort Gesundheitssystem, soziale Absicherung, SolidaritĂ€tsmentalitĂ€t …). Wir Deutschen meckern gerne sehr viel ;), aber wenn man eine Weile im Ausland gelebt hat, zeigt sich, dass Deutschland noch immer einen sehr hohen Lebensstandard hat. Jeder Standort hat so seine Vor- und Nachteile. Es gefallen mir an Amerika auch viele Dinge, die es so in Deutschland (noch) nicht gibt, und ich habe mich durchaus sehr an den freundlicheren Umgang der Menschen miteinander hier gewöhnt. Deutschland bleibt vom GefĂŒhl her immer Heimat, aber ich weiß auch vieles am Leben in den USA zu schĂ€tzen.

Mein Bruder lebt schon lange in Australien und sein deutsch ist mittlerweile… grenzwertig. FĂ€llt es dir leicht, immer sofort in die deutsche Sprache zu wechseln?
Ha! Das ist tatsĂ€chlich nicht immer so einfach. Ich habe noch den Vorteil, dass ich zuhause mit meinem Mann und Sohn Deutsch spreche und quasi nur beruflich und mit meinen Freunden hier Englisch rede – meine beste Freundin (deutsch) lebt mit ihrem englischsprachigen Mann in Großbritannien und hat es da deutlich schwerer, ihr Deutsch aktuell zu halten. Wenn meine beste Freundin und ich miteinander quatschen, schmeißen wir ganz oft einfach englische Begriffe mit rein, weil wir beide es natĂŒrlich verstehen und vor allem mit denselben sprachlichen Herausforderungen zu kĂ€mpfen haben. Wenn ich aber mit jemandem Deutsch spreche, der/die nicht so gut oder gar nicht Englisch spricht, muss ich mich echt zusammenreißen, mein Deutsch korrekt zu halten. Als ich meinen DebĂŒtroman selbst ins Deutsche ĂŒbersetzt habe, hab ich anfangs auch stark damit hadern mĂŒssen, die richtigen AusdrĂŒcke zu finden, und das Umschalten auf literarisches Deutsch war in der Tat nicht einfach. Ich musste ein paar deutsche Übersetzungen von den englischen Romanen lesen, die ich kannte, um zu recherchieren, wie man am besten welche Begriffe im Kontext eines Liebesromans ĂŒbersetzt! ;)

Was liest du gerne und hast du ein Lieblingsbuch? 
Oh, gute Frage, mit Potential fĂŒr eine laaaaaange Antwort. ;) Um es etwas kĂŒrzer zu halten: Mein Lieblingsgenre ist tatsĂ€chlich dasselbe, in welchem ich auch schreibe, also Paranormal Romance (ich mag den Begriff Romantasy nicht so gern, und irgendwie gibt es davon abgesehen im Deutschen noch nicht so wirklich passende Genrebezeichnungen?). Des Weiteren schaue ich auch gerne mal in die Urban Fantasy rein, und ab und zu auch mal was aus dem Bereich Erotik. Meine Lieblingsautorinnen sind Nalini Singh (ich möchte ihr Gehirn klonen, die Frau hat so eine umwerfende Fantasie!), Larissa Ione, Thea Harrison, Ilona Andrews, Darynda Jones, Sarah J. Maas, Kristen Callihan und Kit Rocha. Davon abgesehen belegt ĂŒbrigens die Harry Potter-Reihe einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen, und ich wĂŒnschte mir oft, ich könnte die BĂŒcher noch einmal zum ersten Mal lesen.

Welche Figur aus einem Buch wĂŒrdest du gerne mal treffen? 
Uff, das ist jetzt echt schwierig. Ich finde ganz viele Charaktere super toll und lese fasziniert von ihnen, bin mir aber nicht sicher, ob ich damit klarkĂ€me, sie im echten Leben zu treffen. Einige Helden vor allem finde im Buch höchst unterhaltsam, wĂŒrde denen aber in Echt nach kĂŒrzester Zeit eine klatschen. *lach*  Ich denke, ich wĂŒrde mich mal gerne mit Charley Davidson (aus der Reihe von Darynda Jones) unterhalten, weil ich weiß, dass ihre SprĂŒche mich zum Lachen bringen wĂŒrden. Und es gibt fĂŒr mich nichts Attraktiveres (ohne sexuellen Unterton hier, eher im Hinblick auf persönliche Beziehungen allgemein) als ein klasse Sinn fĂŒr Humor. Ich klicke am besten mit Leuten, die ĂŒber dieselben Dinge lachen wie ich. :)


Ein paar schnelle Fragen:
Chaotin oder Perfektionistin?
Perfektionistin!

LangschlĂ€fer oder FrĂŒhaufsteher? LangschlĂ€ferin, wenn ich darf 😉

Kaffee oder Tee?
Kaffee, hmmm …

SĂŒĂŸ oder herzhaft? 
Herzhaft

Sommer oder Winter? 
Sommer! Bin eh immer am Frösteln, da brauche ich warme Außentemperaturen ;)

Lieblingsmusik? 
The Killers, Tori Amos, Editors, Snow Patrol, Madrugada, aber wenn ihr mich so richtig abgehen sehen wollt, legt Bollywoodmusik auf. *lach*

Lieblingsfarbe? 
Petrol, also dieses dunkle BlaugrĂŒn. Das springt mir immer sofort ins Auge.

Danke liebe Nadine, dass du mir so viele Fragen beantwortet hast!

Den ersten Band "DĂ€monische VerfĂŒhrung" könnt ihr auf meiner Facebook-Seite OstseeBuecherjunkie als ebook gewinnen.


Freitag, 9. Juni 2017

Frage-Freitag: Sandra Helinski



Liebe Sandra, stelle dich doch bitte kurz vor:
Meine große Tochter wĂŒrde sagen „Meine Mama kann alles“, deshalb stelle ich mich gern mit ihren Worten vor. WĂ€re schön, wenn das stimmen wĂŒrde. Irgendwann wird sie auch noch erkennen, dass ich alles andere als perfekt bin. Ich bin Mama zweier bezaubernder Töchter, mache in ihrer Erziehung bestimmt einiges falsch (sie sind viel konsequenter darin, Dinge einzufordern, als ich bin, diese abzulehnen), versuche dies jedoch durch ganz viel Liebe zu kompensieren. Ich bin sehr gut organisiert, was sowohl mein Mann als auch mein Chef sehr zu schĂ€tzen wissen, darunter leidet jedoch oft die SpontanitĂ€t und FlexibilitĂ€t. Ich liebe alle Tiere, vor allem Pferde, Hunde und Katzen. Ich hĂ€tte allerdings gern viel mehr Zeit, die ich mit ihnen verbringen kann. Ich lese unheimlich gern Geschichten,  noch lieber erfinde ich sie jedoch selbst. Außerdem fĂ€llt mir gerade auf, dass ich viel zu oft das Wörtchen „ich“ benutze.




Wie bist du zum Schreiben gekommen?
HauptsĂ€chlich lag es daran, dass mir mit sechs Jahren eine Lehrerin gezeigt hat, wie das geht ;). Ein Jahr spĂ€ter habe ich angefangen, in ein kleines DIN A5-Heft eine Winnetou-Geschichte zu schreiben. Dieses  Heftchen gibt es noch und wird von meinen Eltern gern herausgeholt, um ihren GĂ€sten die AnfĂ€nge meiner Schriftstellerkarriere zu zeigen. Peinlich! Seitdem habe ich immer wieder Geschichten angefangen. Am Anfang noch handschriftlich, spĂ€ter auf dem PC. Keine einzige dieser Geschichten hat ein Ende, sie sind in unterschiedlichen Stadien der Entstehung einfach liegen geblieben. Das Schwierigste ist nĂ€mlich nicht, ein Buch zu schreiben, sondern die Geschichte zu Ende zu bringen. Das ist mir erst 2015 zum ersten Mal gelungen. Diesmal hatte ich mir fest vorgenommen, bis zum Wörtchen Ende vorzudringen und habe mir dafĂŒr einiges ĂŒberlegt: Zum ersten Mal habe ich anderen davon erzĂ€hlt, dass ich schreibe (zum Beispiel meinem Mann, der wusste bis dahin gar nichts davon). Ich habe die Geschichte kapitelweise im Internet veröffentlicht und mir so immer wieder Feedback eingeholt. Und irgendwann war es dann tatsĂ€chlich soweit, ich konnte das Wörtchen Ende tippen. DarĂŒber war ich unheimlich stolz. Weil ich mir ja nicht sicher sein konnte, noch einmal mit einem Roman so weit zu kommen, habe ich dieses erste fertig geschriebene Manuskript gleich bei verschiedenen Verlagen eingereicht und hatte nach vielen RĂŒckschlĂ€gen endlich GlĂŒck. Ich mache mir da keine Illusionen, es war wirklich nur GlĂŒck. Ich habe zur richtigen Zeit die richtige Person gefragt. Aber das Buch war erschienen und die Freude darĂŒber hat mir so viel Auftrieb gegeben, dass ich weiter gemacht habe.

Wie kommen Dir die Ideen zu Deinen BĂŒchern?
Meist schreibe ich ĂŒber etwas, was mich persönlich bewegt und baue eine Geschichte drum herum. Man kann sagen, von zwanzig solcher Ideen taugt nur eine, um ĂŒber einen ganzen Roman zu tragen. FĂŒr mich ist vor allem eine Frage entscheidend: Ist dieses Thema fĂŒr mich so interessant, dass ich mich etwa ein Jahr damit ausfĂŒhrlich beschĂ€ftigen will? Es bringt mir nichts, ĂŒber etwas zu schreiben, was mich selbst schon zwei Monate spĂ€ter langweilt. Dann schaffe ich es nicht, die Motivation auch ĂŒber schwierige Phasen des Schreibens und vor allem das langwierige Überarbeiten aufrecht zu halten.

Wo und wie schreibst du am liebsten? 
Ich schreibe eigentlich immer in unserem Wohnzimmer am Esstisch. Da gibt es so einen bestimmten Platz, an dem unser Laptop steht und der nur fĂŒr GĂ€ste freigerĂ€umt wird. Es ist meist Abends nach zwanzig Uhr, wenn die Kinder im Bett sind, mein Mann schaut Sport, einen Actionfilm oder irgendeine Doku ĂŒber Krieg oder die DDR im Fernsehen und ich sitze da, mit dem Kopfhörer auf den Ohren (Sunrise Avenue in den meisten FĂ€llen), damit mich der Fernseher nicht ablenkt. Dort schreibe ich. Ich denke mir vorher die Szenen aus, die ich schreiben will. Das passiert quasi ĂŒberall. Am liebsten in der Badewanne, aber auch beim Autofahren oder im Garten oder bei irgendwelchen langweiligen TĂ€tigkeiten.

ErzĂ€hle uns ein bisschen von deinen BĂŒchern. 
Das ist tatsĂ€chlich eine schwierige Frage. Ich bin gerade so in meinem aktuellen Projekt verhaftet, dass es mir schwer fĂ€llt, mich daran zu erinnern, worum es in meinen vorigen Romanen eigentlich genau ging. Da war zum einen der „erste“ Roman „Groß, blond, Rockstar! Traummann?“. Es geht um eine Frau, die ein Kind von einem Rockstar bekommt, ihn nach einigen Jahren wieder trifft und ihm dieses Kind eigentlich die ganze Zeit verheimlicht, weil sie nicht sicher ist, ob er es verdient, das zu erfahren. Irgendwann hat sie sich so in ihre LĂŒgen verstrickt, dass sie die Chance, es ihm zu sagen, verpasst und er es selbst herausfindet. Die Geschichte kommt offensichtlich gut an bei den Lesern, auch wenn ich selbst im Nachhinein betrachtet wahrscheinlich einiges anders machen wĂŒrde.
Bei meinem nĂ€chsten Projekt „Rockstar Sommer“, bestehend aus vier Teilen, ist das Ă€hnlich. Ich weiß jetzt, was ich anders machen wĂŒrde. Zum Beispiel wĂŒrde ich einiges kĂŒrzen und das Ganze als Einzelroman rausbringen. Damals hatte ich aber jede einzelne Szene so lieb, dass an radikale KĂŒrzung einfach nicht zu denken war. In diesem Roman (ich bezeichne ihn als einen Roman, da alle vier Teile der Geschichte zusammenhĂ€ngen) geht es um Anna, die einen alten Hof erbt und dort einen Therapiehof fĂŒr Tiere eröffnen will. Stattdessen bekommt sie als erstes einen Rockstar mit seelischer Krise und einen schwierigen Hund. Zuerst ist es schwierig, die Renovierung, die Hundetherapie und den Umgang mit ihrem menschlichen Gast Eddi unter einen Hut zu bringen, aber schließlich schafft sie es, alles so miteinander zu kombinieren, dass sie Eddi mithilfe des Hundes und der Bauarbeiten aus seinem Schneckenhaus locken kann. 



Arbeitest du gerade an weiteren Projekten?
Oja, nett, dass du fragst. TatsĂ€chlich ist mein neuester Roman bereits so weit, dass ich ihn in den nĂ€chsten Tagen an den Verlag schicken kann. Vielleicht kommt er schon im Sommer raus. Es ist wieder eine Rockstar-Geschichte, die jedoch eigenstĂ€ndig ist und mit den bisherigen nichts zu tun hat. Diesmal erzĂ€hle ich, was passiert, wenn man plötzlich auf seinen Exfreund angewiesen ist, den man Jahre zuvor auf peinlichste Weise abserviert hat. Kira möchte sich ihren Traum vom Medizinstudium erfĂŒllen, braucht dafĂŒr aber dringend Geld. Die einzige Möglichkeit ist es, bei der Band ihres Exfreundes als MĂ€dchen fĂŒr alles anzufangen.

Wenn du ein Buch beginnst – kennst du das Ende dann schon oder entwickelt sich das beim Schreiben? 
Das Ende kenne ich immer. Aber da geht es jedem, der meine Protagonisten kennen gelernt hat, Ă€hnlich. Das Happy End ist Pflicht. Ganz anders ist es mit dem Weg zum Ende. Bei meinen ersten Romanen habe ich diesen Weg erst beim Schreiben entwickelt. Da wusste ich am Anfang noch nicht, wie ich es schaffe, dass Mann und Frau zusammen kommen. Bei dem Roman, der als nĂ€chstes von mir rauskommen wird, habe ich zum ersten Mal geplottet, also mir schon am Anfang ĂŒberlegt, wie der Verlauf der Geschichte sein wird. Das war zwar weniger interessant beim Schreiben, aber weitaus effektiver. 

Wie war die Reaktion deiner Freunde und Bekannten, als sie gehört haben, dass du BĂŒcher schreibst und veröffentlichst?
Die meisten waren freudig erstaunt und stolz (zum GlĂŒck). Es fĂ€llt mir immer noch nicht leicht, jemandem zu sagen, dass ich in meiner Freizeit Liebesromane schreibe. Warum das so ist, weiß ich nicht. Jedenfalls ist es eher so, dass die meisten es von jemand anderem erfahren haben. Ich kann auf jeden Fall sagen, dass die Schreiberei als Hobby von mir erst anerkannt worden ist, als ich das erste Buch bei meinem Verlag unterbringen konnte. Da war es plötzlich auch egal, dass es "nur" Liebesromane sind (und keine literarischen Meisterwerke Ă  la Tolstoi).

Hast du diesbezĂŒglich schon mal negative RĂŒckmeldungen bekommen?
Bisher habe ich noch keine direkten negativen RĂŒckmeldungen bekommen. Es gibt einige, die einfach das Thema "BĂŒcher schreiben" auslassen und ich weiß, dass manche in meiner Familie, wenn das GesprĂ€ch auf meinen Autoren-Nebenjob kommt, großmĂŒtig lĂ€chelnd den Kopf schĂŒtteln und sagen "Mit solchen BĂŒchern kann ich nichts anfangen". Ich weiß aber auch, wie stolz meine Freunde und nĂ€heren Verwandten sind, deshalb ist mir sowas herzlich egal.

Was liest du gerne und hast du ein Lieblingsbuch?
Ich lese sehr gerne Unterhaltungs-Liebesromane, am liebsten von Kerstin Gier („Auf der anderen Seite ist das Gras viel grĂŒner“, etc.), aber auch Fantasy (mit Elfen, Vampiren oder Werwölfen) und Frauen-History (Iny Lorentz). Ich bin ein Fan von Herr der Ringe und Harry Potter, mochte aber auch die Twilight-Reihe. Außerdem lese ich unheimlich gerne JugendbĂŒcher mit Pferden. Diese Leidenschaft teile ich zum GlĂŒck mit meiner großen Tochter, der ich jeden Abend ein Kapitel vorlese. Mein Traum ist es, einmal auch solch ein Buch zu schreiben. Die Story steht sogar schon. 
Mein Lieblingsbuch ist ebenfalls ein Jugendbuch, das mochte ich schon mit 15: Mel von Liz Berry.

Welche Figur aus einem Buch wĂŒrdest du gerne mal treffen?
Keine, ich finde, die Figuren sollen mal schön in ihren BĂŒchern bleiben. Sowas wie in Tintenherz wĂ€re echt mein Albtraum.

Noch ein paar schnelle Fragen:
Chaotin oder Perfektionistin?  
Eher Perfektionistin
LangschlĂ€fer oder FrĂŒhaufsteher? 
LangschlÀfer, wenn ich kann. Meistens kann ich nicht.
Kaffee oder Tee? 
Auf jeden Fall Tee
SĂŒĂŸ oder herzhaft? 
Herzhaft, aber ich liebe Schokolade
Sommer oder Winter? 
FrĂŒhling 😉
Lieblingsmusik
Gitarrenrock
Lieblingsfarbe
Pink

Habt ihr Lust bekommen, die BĂŒcher zu lesen? Der DP DIGITAL PUBLISHERS Verlag stellt drei "Rockstar Sommer" Bundles als ebooks zur VerfĂŒgung - auf meiner Facebook-Seite OstseeBuecherjunkie könnt ihr euch bewerben. 




Donnerstag, 8. Juni 2017

Throwback Thursday - Rockstar Sommer



Rockstar Sommer von Sandra Helinski – diese Reihe, die aus vier BĂŒchern besteht, hat mich im letzten Sommer begeistert.

Klappentext:
Eine einfĂŒhlsam erzĂ€hlte Liebesgeschichte von einer Frau, die auf eigenen FĂŒĂŸen steht und einem Rockstar, der eben kein Superman ist. FĂŒr alle mit eigenen TrĂ€umen, die nach einem stressigen Alltag einfach mal abschalten wollen. 
Über Rockstar Sommer: „Das soll wohl ein Witz sein! Das hier ist doch keine Klinik! Eher eine Ruine!“ Anna schnappte empört nach Luft, als ihr klar wurde, dass er von ihrem Haus redete ... Eine Erbschaft lĂ€sst Annas Traum Wirklichkeit werden. Sie renoviert ein altes Haus im Brandenburger Niemandsland und kĂŒmmert sich als Verhaltenstherapeutin um schwierige Hunde. Ein Rockstar als Patient war jedoch nie vorgesehen. Schon gar nicht ihr LieblingssĂ€nger Eddi, der in Wahrheit gar nicht so charmant ist, wie sie ihn sich immer vorgestellt hat. Doch sie wĂ€chst mit den Herausforderungen und lernt dabei, dass es die unerwarteten Dinge sind, die das Leben lebenswert machen. Leserstimmen „Chicklit mit viel Humor, Romantik und Natur, wonach verlangt das Frauenherz mehr?

Meine Meinung:
Ich habe die BĂŒcher im letzten Sommer absolut durchgesuchtet – es empfiehlt sich, alle BĂ€nde parat zu haben, denn die einzelnen BĂŒcher enden jeweils mit einem gemeinen Cliffhanger, die dafĂŒr sorgen, dass man gleich weiterlesen möchte. 
Die Hauptperson ist Anna, die sich mitten im Nichts ein neues Leben aufbaut und dort einen Gast bekommt, der dringend Ruhe benötigt – den Rockstar Eddi.
Bei den BĂŒchern findet man nicht unbedingt das klassische Rockstar Leben, sondern eher einen Rockstar, der seinen Job liebt, der aber auch mit den Schattenseiten seines Ruhms zu kĂ€mpfen hat. 
Die BĂŒcher starten langsam und man lernt erst hauptsĂ€chlich Anna und ihre neue Umgebung kennen bis Eddi endlich ins Spiel kommt. Verschiedene ZwischenfĂ€lle schweißen die beiden immer weiter zusammen, sodass Eddi nun fĂŒr Anna bald nicht mehr nur Gast sondern wertvoller Begleiter und UnterstĂŒtzer ist. Dass Eddi mit seinem Charme spielt, bringt Anna mehr als einmal an ihre Grenzen, was sehr amĂŒsant zu verfolgen ist. 
Beide Charaktere entwickeln sich in stetig weiter, wachsen an ihren Aufgaben und dem Leser noch weiter ans Herz. 
Die Autorin hat einen sehr flĂŒssigen und dennoch unglaublich detailreichen Schreibstil, der sich schön und angenehm lesen lĂ€sst. Sie baut interessante Nebenthemen und -schauplĂ€tze ein und verliert sich dennoch nicht in langweiligen ErzĂ€hlungen.

Ich hatte viel Spaß dabei, die Reihe zu lesen – sie hat mich aus dem Alltag entfĂŒhrt und mir einige schöne Lesestunden geschenkt.
Von mir eine klare Leseempfehlung, auch wenn es kein „klassischer" Rockstar Roman ist.

Freitag, 2. Juni 2017

Frage-Freitag: Katharina Brinckmann







Liebe Katharina, stelle dich bitte kurz vor:
Ich wurde 1965 in Essen geboren und lebte nach meiner Schulzeit und Ausbildung (Rechtsanwalts- und Notargehilfin) selbst einige Zeit in England. 1987 habe ich geheiratet und zwischen 1991 und 2003 zwei Töchter und einen Sohn bekommen. Mit dem Roman "Bis zum nĂ€chsten Sommer" habe ich 2010 begonnen, wobei es nicht in meiner Absicht lag, ein Buch zu schreiben. Heute wohne ich mit meinem Mann und meinen Kindern im GrĂŒnen am Rande des Ruhrgebietes.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Wie schon oben erzĂ€hlt, lag es nie in meiner Absicht, ein Buch zu schreiben. Im Jahr 2010 musste ich dann  wegen eines Beinbruchs lĂ€ngere Zeit liegen und da kam mir die Idee von Melanie und George, die mich nicht mehr losgelassen hat, bis ich sie zu Papier gebracht hatte.

Wie kommen dir die Ideen zu deinen BĂŒchern?
Ich lese selber sehr gerne und beobachte die Menschen. Zudem lasse ich mich auch gerne von Liedtexten inspirieren. Meistens passiert das, wenn ich lange Strecken mit dem Auto unterwegs bin.

Wo schreibst du am liebsten?
Zum Schreiben brauche ich absolute Ruhe. Wenn mein jĂŒngster Sohn morgens aus dem Haus ist (meine Töchter wohnen nicht mehr bei uns),
gehe ich mit einer großen Tasse Kaffee in mein Arbeitszimmer. Von meinem Schreibtisch habe ich dann eine wunderbare Aussicht auf meinen Garten und fange an zu Schreiben. Auf keinen Fall lasse ich mich dabei unter Druck setzen, sondern schreibe so, wie mir die Ideen kommen. Es kann daher auch schon mal vorkommen, dass ich tage- oder wochenlang gar nichts schreibe.

ErzÀhle uns ein bisschen von deinen eigenen Werken.
Mein BĂŒcher erzĂ€hlen in zwei Teilen die Liebesgeschichte eines Paares, wie es ungleicher nicht sein könnte. Schauplatz ist Middlefield, ein kleiner Vorort von London. Das junge deutsche Au-pair Melanie trifft dort auf den englischen GeschĂ€ftsmann George und verliebt sich in ihn. Eigentlich eine Geschichte, wie es viele gibt, auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick sieht es ganz anders aus, denn die Beziehung zwischen Melanie und George ist keineswegs gewöhnlich. Wer vielleicht einen Einblick in die BĂŒcher haben möchte findet auf meiner Webseite www.katharina-brinckmann.de zu beiden Romanen eine Leseprobe.





Arbeitest du gerade an weiteren Projekten?
An meinen ersten beiden Romanen habe ich beinahe sechs Jahre geschrieben. Als ich dann unter das zweite Buch "Ende" geschrieben hatte, empfand ich große Erleichterung, dass es endlich fertig war, denn wĂ€hrend der Zeit des Schreibens befand ich mich mit meinen Protagonisten in einer Art Tunnel. Auf gar keinen Fall konnte ich mir vorstellen, noch einmal so etwas wie ein Buchprojekt zu starten, denn mit dem Wort "Ende" war der bei weitem romantischste Teil des Vorhabens abgeschlossen. In den darauf folgenden Monaten habe ich einiges ĂŒber das "Verlagswesen" und die Chancen, als neue deutsche Autorin ĂŒberhaupt gelesen zu werden, gelernt und mir die Illusionen weggewischt. Mittlerweile vermisse ich das Schreiben wieder, das Entwicklen von Protagonisten, GesprĂ€chen und Ereignissen, wie sich alles zusammenfĂŒgt. Ich kann Figuren so entstehen lassen, wie es mir gefĂ€llt und die mĂŒssen dann nicht immer nett sein, sondern dĂŒrfen unterschiedliche Bandbreiten der menschlichen StĂ€rken und SchwĂ€chen abdecken. Daher hat es mich wieder gepackt und ich arbeite an einem neuen Buch. Weil meine BĂŒcher aber keine Kurzgeschichten sind sondern jedes Buch nahezu 700 Seiten umfasst und ich zudem einen Hang zum Perfektionismus habe, dĂŒrfte es noch eine Weile bis zum Erscheinen eines dritten Buches dauern. Worum es darin geht und was passiert, bleibt aktuell noch mein Geheimnis.

Wenn du ein Buch beginnst - kennst du das Ende dann schon oder entwickelt sich das beim Schreiben?
TatsÀchlich habe ich bisher nur ein Buch begonnen, aus dem im Laufe des Schreibens zwei Teile geworden sind. Ich hatte zu Beginn eine Idee und habe sie dann in kurzen Abschnitten handschriftlich skizziert. Obwohl das Ende noch völlig offen war, sind vier Kladden voll gewesen. Damals hatte ich nur eine grobe Ahnung, wohin die Reise gehen sollte, jedoch noch keine tatsÀchliche Vorstellung vom Ende des Romans. Alles war möglich.
Und jetzt muss ich zugeben, dass es mich teilweise selber ĂŒberrascht hat, welche Entwicklung der Roman genommen hat.

Was liest du gerade und hast du ein Lieblingsbuch?
Gerade lese ich die Clifton-Saga von Jeffrey Archer. Ein wirkliches Lieblingsbuch habe ich nicht, wobei mir "Englischer Harem" von Anthony McCarten schon sehr gut gefallen hat.

Ein paar schnelle Fragen noch:

Bist du eher Perfektionistin oder Chaotin?
Perfektionistin
Teamplayer oder EinzelgÀnger?
EinzelgÀngerin
FrĂŒhaufsteherin oder LangschlĂ€ferin?
FrĂŒhaufsteherin
Sommer oder Winter?
Winter
Was ist dein Lieblingsessen?
Wurstbrote
Und deine Lieblingsfarbe?
Blau

Auf meiner Facebook-Seite OstseeBuecherjunkie habt ihr ĂŒbrigens die Möglichkeit beide (ja, beide😉) BĂŒcher zu gewinnen.

Donnerstag, 1. Juni 2017

Throwback Thursday - Bis zum nÀchsten Sommer







Klappentext:
London 1985: Melanie, 19 Jahre jung, wird von ihren Eltern nach England geschickt. Kaum dort angekommen, lĂ€uft sie dem attraktiven GeschĂ€ftsmann George Duncan vor das Auto. Eigentlich möchte Sie diesen Zwischenfall so schnell wie möglich wieder vergessen, denn er hat sich ihr gegenĂŒber nicht gerade freundlich verhalten. Aber nicht nur der Linksverkehr und das gesellschaftliche Leben des beschaulichen Ortes Middlefield sind völlig neu fĂŒr Melanie. Hier schließt sie neue Freundschaften und trifft auch einen Mann wieder, dem sie bereits begegnet ist. Denn als George einige Zeit spĂ€ter wieder vor ihr steht, dreht sich Melanies Welt plötzlich ganz anders.

Meine Meinung:
„Bis zum nĂ€chsten Sommer" ist die zauberhafte Geschichte von Melanie und George. Es fĂ€llt mir schwer, nicht gross zu spoilern, werde aber mein Bestes versuchen. Die Geschichte spielt in den 80er Jahren. Melanie, die spĂ€ter die NĂ€herei ihrer Eltern ĂŒbernehmen soll, darf sozusagen ein Jahr Auszeit nehmen, um selbststĂ€ndiger zu werden und man einigt sich darauf, dass sie ein Jahr in England als Au-Pair-MĂ€dchen arbeitet. Dort angekommen trifft sie nach kurzer Zeit George - und die Liebe nimmt seinen Lauf... George ist schwer zu beschreiben ohne zu viel vorweg zu nehmen - aber durch die gemeinsame Zeit lernt die anfangs naive und schĂŒchterne Melanie viel dazu. Viele der verschiedenen Charaktere wachsen dem Leser wĂ€hrend des Lesens ans Herz, manche kann man nicht leiden (so wie es auch im richtigen Leben ist), und manche bleiben blasser als erhofft. Aber vielleicht habe ich mir von diesen einfach zu viel versprochen. Durch den eingebauten Perspektivenwechsel war es einfacher, die Motivation der Protagonisten zu verstehen. Dadurch, dass es tageweise, quasi tagebuchartig, geschrieben ist, lĂ€sst sich das 683-seitige Buch unglaublich schnell weglesen. Es ist absolut flĂŒssig geschrieben, es kommt keine Langeweile auf und ist am Ende fast zu kurz.


Fazit: Eine zauberhafte Geschichte mit ganz besonderen Charakteren, die mich nach London in die 80er Jahre aus der RealitĂ€t entfĂŒhrt hat.