Donnerstag, 21. September 2017

Rezension: Royal - Ein Leben aus Glas


Royal - Ein Leben aus Glas
Valentina Fast
Impress  Verlag
304 Seiten



Klappentext:
Viterra, das Königreich unter einer Glaskuppel, ist der einzige Ort auf Erden, an dem die Menschen die atomare Katastrophe überlebt haben. Um die Bevölkerung bei Laune zu halten, findet dort alle zwei Jahrzehnte die große Fernsehshow zur Königinnenwahl statt. Aber diesmal ist alles anders. Diesmal will der Prinz ein Mädchen finden, das ihn um seiner selbst liebt. Vor den Augen des gesamten Königreichs soll die siebzehnjährige Tatyana zusammen mit den schönsten Mädchen des Landes um die Gunst vier junger Männer buhlen, von denen keiner weiß, wer der echte Prinz ist. Sie würde alles darum geben, nicht teilnehmen zu müssen. Aber auch sie kann sich dem Glanz eines Königslebens nur schwer entziehen …

Meine Meinung:
Was nettes für zwischendurch wollte ich mal wieder lesen… Das Cover ist wunderschön und der Klappentext klang interessant – und hey, ich habe die richtige Wahl getroffen.
Das Buch lässt sich locker und leicht lesen, mir gefällt die Welt, die Valentina Fast erschaffen hat mitsamt ihrer Charaktere. Zugegeben, einiges erinnert schon an die Selection-Reihe, angefangen mit Tatyana, die eigentlich gar nicht so recht an der Brautschau teilnehmen möchte aber aus privaten Gründen gezwungen ist.
Hat es mich gestört? Nicht im geringsten. Der erste Teil der Reihe war ein wunderbarer Einstieg um Viterra, die potentiellen Prinzen und die ersten Kandidatinnen kennenzulernen. Ich bin mir relativ sicher, dass noch einige Überraschungen kommen werden – so ganz traue ich dem Frieden nicht. Es gibt einen weiblichen Charakter, den ich für nicht so ehrlich halte (aber da kann ich mich auch gewaltig täuschen), befürchte eine Art Krankheit und wundere mich , ob wir noch mehr  von der „zerstörten“ Aussenwelt erfahren. Aber ich will hier nicht zu intensiv mit meinem Verdacht spoilern, sondern überlasse euch das Lesen lieber selbst. Zum Glück habe ich den Sammelband der Reihe, sodass ich gleich weiterlesen kann.
Die Idee gefällt mir - die Kandidatinnen wissen nicht, wer der vier Männer der wirkliche Prinz ist - denn der Prinz möchte keine Braut, die nur auf die Krone aus ist. Alle vier haben ihre bestimmten Eigenheiten und Stärken, sodass es schwer ist, den richtigen zu bestimmen. Natürlich hat man einen Verdacht und wird in eine Richtung gelenkt.. Aber ob es wirklich so einfach ist?

Die Reihe hat mich schon jetzt in ihren Bann gezogen – und da die Panem-Challenge mich quasi dazu nötigt, jedes Buch zu rezensieren um Punkte zu bekommen, werde ich zu jedem einzelnen Teil etwas schreiben – wahrscheinlich, dank des angenehmen Schreibstils, täglich 😉.

Dienstag, 19. September 2017

Rezension: Feuergabe



Feuergabe 
Mona Seiffert 
Aeternica Verlag
312 Seiten




Klappentext:
Alec ist ein Findelkind und wächst bei einfachen Leuten im abgelegenen Forahtal auf. Doch in seinen Träumen ist es ihm bestimmt, in die Weiten seiner Welt auszuziehen, um seine besondere Gabe zu finden und ein großes Schicksal zu erfüllen. Als sich schließlich die Gelegenheit ergibt, zusammen mit seiner Freundin, der jungen Elfe Leani, sich dem Fährtner Jorwyn anzuschließen, gilt es jedoch mehr Abenteuer zu bestehen, als ihm lieb ist. Auf der Flucht vor maskierten Kriegern, die hinter einer Schatzkarte her sind, der auch Alec und seine Freunde folgen, sieht sich der Junge immer größeren Geheimnissen gegenüber. Besonders beschäftigt ihn die Frage, wer der Anführer ihrer Verfolger ist, der Alec zum Verwechseln ähnlich sieht. Und was es mit dem Feuerberg auf sich hat, von dem er immer wieder träumt. 

Bevor Alec verstehen kann, was hinter all dem steht, muss er erst lernen, dass nichts und niemand außer ihm bestimmt, wer er ist und wohin sein Weg führen soll. Falls er es schafft, bis dahin zu überleben …

Meine Meinung:
Puhh- es fällt mir wirklich schwer, meine Meinung zu dem Buch zu schreiben.
Also fange ich einfach mal von vorne an: der Einstieg in das Buch fiel mir leicht – schon bald war mein Interesse an Alec, Leani und ihrer Vergangenheit und ihren Familien geweckt. Der Einstieg in die Reise und auch teilweise der Weg ging mir teilweise doch zu schnell – es wirkte manchmal etwas gehetzt und als ob die Autorin in ihrer Geschichte schnell voran kommen wollte. Im Gegensatz dazu steht oftmals ein wunderbarer Schreibstil, der in die Welt von Ahran entführt und die Orte oft so zauberhaft und bildhaft beschreibt, sodass man alles vor Augen hat.
Die Autorin hat einige wundervolle Charaktere erschaffen – Jorwyn, Gord und die Hexe bilden tolle Reisebegleiter und jeder hat besondere Talente oder Charakterzüge, die ihn prägen. Auch die Entwicklung, die einige der Charaktere durchlaufen, war absolut nachvollziehbar und hat mir gut gefallen. Manche Ausdrücke in dem Buch („Kinder“) haben mich anfangs irritiert bis ich damit zurechtkommen und sie akzeptieren konnte. Ebenso gibt es leichte Fehler  (grammatikalisch und Rechtschreibung) – dies ist aber nicht zu gehäuft, dass es meinen Lesefluss gestört hat, aber aufgefallen ist es mir.
Das Buch hat mich stellenweise gepackt und ich dachte: jetzt geht’s los, dann aber wieder kamen etwas langatmigere Teile der Reise. Diese wurden schon gekürzt  (die Autorin überspringt Tage oder fasst sie zusammen) waren aber dennoch für mich nicht wirklich greifbar, obwohl immer zwischendurch etwas Aufregendes passiert.
Dann gab es wieder wirklich schöne Teile die mich mit ihren Beschreibungen und von der Spannung her gepackt haben – aber eben nicht dauerhaft. Ebenso gibt es überraschende Ideen und eine ständig vorhandene, gut spürbare Atmosphäre, die mich konsequent wieder hat zum Buch greifen lassen. 
Das gesamte Thema des Buches, das auch wirklich rund und stimmig ist, fand ich sehr gut ausgearbeitet .

Ob ich das Buch trotz aller Kritik empfehlen würde? Anfangs war ich mir ehrlich gesagt nicht sicher. Aber mit dem Ende, das jetzt schon etwas zurück liegt, kann ich nun sagen: Ja. Es ist kein absoluter Page turner und kein perfektes Buch – aber es hat viel Charme, sodass es mir auch noch nach Tagen in Erinnerung geblieben ist.
Ausserdem empfehle ich immer gerne Bücher von jungen, deutschen Autor/innen – dieses Buch ist meines Wissens nach der Debütroman von Mona Seiffert – und dafür hat es mir doch wirklich gut gefallen.

Montag, 18. September 2017

Rezension: Über alle Grenzen




Über alle Grenzen 
Maya Shepherd 
Sternensand Verlag 
544 Seiten


Klappentext:
Eine Liebe, die sich über jedes Hindernis hinwegsetzt. Eine Liebe, die unter die Haut geht. Eine Liebe, die keine Grenzen kennt. Wörter, Zahlen und Sätze zieren Annas Körper. Dort, wo niemand sie sieht. Unauslöschbar sind sie in ihre Haut geritzt. Sie bleiben für immer und verschwinden nicht einfach wie ihr Vater, der ihre Mutter für eine Jüngere verlassen hat. Yasin kommt aus dem Kosovo. Wie viele Flüchtlinge sucht er in Deutschland Schutz, in der Hoffnung auf ein neues, sicheres Leben. Er spricht fließend Deutsch und trotzdem hört ihm niemand zu. Niemand sieht ihn. Bis er Anna begegnet. Das traurige und verschlossene Mädchen ist der erste Mensch, der ihn als Person und nicht nur als Flüchtling sieht.


Meine Meinung:
Das Buch behandelt ein absolut aktuelles und wichtiges Thema, über das teilweise ganz Deutschland diskutiert. Die Autorin stellt selbst in ihrem Nachwort klar, dass sie keine Stellung beziehen sondern zum Nachdenken anregen möchte. Das ist ihr absolut gelungen.

Die Geschichte von Anna und Yasin ist erfunden, könnte aber so passiert sein – die Hintergründe sind unglaublich gut recherchiert. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wieviel Zeit Maya Shepherd hierfür investiert hat. Obwohl Yasin eine fiktive Figur ist, hat mich sein Weg mehr als einmal schockiert und traurig gemacht. Überall auf der Welt gibt es Yasins, die diesen Weg gehen müssen und das ist einfach kaum vorstellbar für die meisten von uns.

Am Anfang lernen wir Anna kennen – Anna verliert bei der Trennung ihrer Eltern eigentlich alles, ihr Umfeld, ihre Freunde, Geld. Sie zieht mit ihrer Mutter alleine nach Köln und muss alles hinter sich lassen, was sie sonst ganz selbstverständlich hatte. Auch die Beziehung zu ihrer Mutter, die selbst in Trauer gefangen oder bei der Arbeit ist, leidet. Anna fängt an sich zu ritzen – durch den Schmerz und die Faszination des Blutes vergisst sie ihren seelischen Kummer. Alleine diese Geschichte für sich ist gut ausgearbeitet und hat mich, selbst Mutter, ergriffen und beschäftigt.

Durch Yasin und seine Vergangenheit, die wir als Leser in Rückblicken erfahren, fängt Anna an, eine andere Sicht auf das Leben zu nehmen. Die beiden nähern sich langsam und freundschaftlich an, was aber nicht immer einfach ist für beide Seiten.

Wie man sich wahrscheinlich vorstellen kann, geht es in diesem Buch um Rassismus, Ängste, Vorurteile, aber auch Familie, Mobbing und Politik –  es ist mit ganz viel Feingefühl und ohne zu viel Kritik geschrieben. Ängste werden nicht verurteilt aber das Buch regt zum Denken an und zeigt verschiedene Sichtweisen.
Es gab so viele Textstellen im Buch, die ich markiert habe weil sie soooo gut waren.
Auch wenn es kein leichtes Thema ist: Das Buch lässt sich unglaublich gut und schnell lesen. Es ist spannend, Anna auf ihrem Weg zu begleiten.

Dieses Buch hat es neben „It ends with us“ und der Reihe „Das Reich der sieben Höfe“ in meine TOP 3 meiner bisherigen Jahreshighlights geschafft (und das ist bei über 80 bisher gelesenen Büchern 2017 eine Leistung).
Ich kann es wirklich nur jedem ans Herz legen. Ich bin so froh, dass ich diesem Buch eine Chance gegeben habe und danke Maya Shepherd für ihr Vertrauen, dass sie mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Sonntag, 17. September 2017

Rezension: Schicksalsbringer - ich bin deine Bestimmung


Schicksalsbringer - ich bin deine Bestimmung 
Stefanie Hasse 
Loewe Verlag
416 Seiten



Klappentext:
Kiera war noch ein kleines Mädchen, als ihr ein unheimlicher Mann auf dem Jahrmarkt eine geheimnisvolle Münze zusteckte. Jahre später findet sie die Münze beim Aufräumen wieder und verletzt sich daran. Von da an steht Kieras Leben Kopf: An der Schule tauchen die geheimnisvollen Zwillingsbrüder Phoenix und Hayden auf. Und Phoenix – unfreundlich, überheblich, aber wahnsinnig attraktiv – behauptet, Kiera könne mit der Münze das Schicksal beeinflussen. Und daher dürfe er nun einen ganzen Mondmonat lang nicht mehr von ihrer Seite weichen ...

Meine Meinung:
Schon den Prolog fand ich gelungen und bin sofort in das Buch eingetaucht. Kiera als Protagonistin hat mir von Anfang an gut gefallen – sie ist nicht naiv, nicht zickig und leidend (außer morgens, aber das ist für mich absolut verständlich), ihre Gefühle und Reaktionen sind absolut nachvollziehbar.  Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Kiera – allerdings bekommen wir in regelmäßigen  Abschnitten die Gedanken eines „Anderen“ zu lesen, jemand lenkt die Geschichte und versucht Kiera zu steuern. Dieser „Jemand“ hat allerdings nichts Gutes im Sinn.
Diese kleinen Abschnittes haben mich neugierig gemacht, fast wahnsinnig. Ich wollte unbedingt wissen, wessen Gedanken ich dort lese und hatte verschiedenste Charaktere im Kopf. Ich konnte teilweise gar nicht schnell genug lesen - ich war so angespannt, ich wollte endlich wissen, wie es weitergeht!

Auch die Jungs, die Kiera auf ihrem Weg begleiten, fand ich absolut gelungen. Cody, Phoenix und Hayden sind nicht wirklich greifbar und das meine ich im positiven Sinne. Sie sind gut ausgearbeitet und haben alle das spezielle „Etwas“ – keine Angst, Kiera verliebt sich nicht in alle drei, sie sind nur wichtig auf ihrem Weg.

Die Geschichte ist absolut genial aufgebaut und die Idee hinter dem ganzen, wie lässt sich das Schicksal beeinflussen, hat mir sehr gut gefallen. Es ist nicht plump sondern regt zum Nachdenken an. Ich wollte nicht mit Kiera tauschen- ihre Ängste das Schicksal zu beeinflussen fand ich absolut nachvollziehbar.
Kann man das Schicksal ändern? Die Münze fordert es, dass Kiera eingreift...

Und das Ende (Überraschung, Drama und Spannung pur) – es ist in sich abgeschlossen, war für mich aber so was von unbefriedigend!!!
Bei Teil 2, der im Frühjahr 2018 erscheinen soll, werde ich definitiv nicht so lange warten, bis ich ihn lese. Ich bin mir sicher, dass es ganz großartig wird.

Dienstag, 12. September 2017

Rezension: Bin Hexen: Wünscht mir Glück

Bin Hexen: Wünscht mir Glück
Liane Mars
Drachenmond Verlag

Klappentext: 
Hexe Prim hasst die Magie. Bei keinem einzigen Zauberspruch kann sie sicher sein, was am Ende daraus entsteht. Kein Wunder, dass Prim nur äußerst ungern hext. Doch das ist nun einmal Pflicht, sonst spielt die Magie vollkommen verrückt. Als wäre das nicht schon schlimm genug, wird die Zauberwelt auch noch vom Hexenjäger Liam enttarnt. Der ist nicht nur sexy und gefährlich, sondern auf magische Weise mit Prim verbunden. Was das angeht, ist die Zauberwelt unerbittlich. Prim muss das Herz des Jägers erobern, um die Magie zu beruhigen. Doch wie soll sie das machen, ohne von ihm verhaftet zu werden?

Meine Meinung:
Ich habe das Buch direkt zum Erscheinungstermin bestellt und in Rekordzeit durchgelesen  - es ist sooo lustig und gut geschrieben.

Bereits auf den ersten Seiten war ich dem Buch verfallen – die Magie ist nämlich nicht wirklich kontrollierbar und hat einen ziemlich starken Willen. Die meisten der Hexen/Zauberer zaubern auch nicht aus freiem Willen, sondern weil sie es müssen, ansonsten gerät die Hexenwelt ins Ungleichgewicht. Das führt zu vielen lustigen Situationen, auf die ich hier allerdings nicht unbedingt eingehen werde – denn das Buch sollte wirklich jeder selbst lesen, der gerne mal Fantasy liest. Nicht falsch verstehen, das Buch ist nicht albern oder übertrieben lustig - es sind ganz viele liebevolle, kleine, charmante Kleinigkeiten, die mich haben schmunzeln bzw. lauthals lachen lassen.

Alleine schon Prims Gabe fand ich herrlich – anhand eines Namens kann sie Menschen analysieren – und es ist sehr interessant, was schon hinter dem Namen Udo steckt.
Gut gefallen hat mir auch Prims Hulapüppchen, welches ihrem Hexenzirkel (ja, Hexen brauchen einen Zirkel, sie sollten NIE alleine zaubern, das ist viel zu gefährlich) anzeigt, dass sie unbedingt zaubern muss. So ein Hulapüppchen kann ganz schön kreativ tanzen, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Auch die Charaktere sind stark ausgearbeitet – Prim und ihr Hexenzirkel, ihre Arbeitskollegen oder auch die Hexenjäger, allen voran Liam Amun. Seine Beweggründe als Hexenjäger sind absolut verständlich – blöd ist nur, dass ausgerechnet er Prims Hexenzwilling sein soll – und die Magie verlangt einfach, dass Hexenzwillinge sich kennenlernen müssen. Was aber, wenn die Magie keine Sicherheit bietet und er doch nicht der gesuchte Zwilling ist? Alles ganz schön verzwickt…

Ich fand die Geschichte rund um Primadonna Nimbifera, Liam und all die anderen wirklich sehr gut, die kleinen Details der Magie, die eigentlich keiner versteht, haben mich immer wieder zum Lachen gebracht. Aber auch die Beziehung von Prim und Liam war interessant zu verfolgen – Prim hat es wirklich nicht leicht. Die Geschichte ist unglaublich gut zu lesen, bietet viel Unterhaltung, Wendungen und ist einfach durchgehend amüsant und in sich rund. Letztendlich versteht sogar Prim, weshalb sie sogar im tiefsten Winter immer ihre Chucks trägt😉.

Eine absolute Leseempfehlung ❤

Donnerstag, 31. August 2017

Monatsrückblick August




Damit mir nicht das gleiche passiert wie letzten Monat: Hier, absolut überpünktlich, meine Zusammenfassung für den August. Es sind tatsächlixh wieder neun Bücher geworden, die ich gelesen habe - und keins davon möchte ich missen❤. Den dritten Monat in Folge hatte ich keine Enttäuschung dabei - entweder habe ich gute Ratgeber oder einfach ein glückliches Händchen 😀.

Was ich alles erlebt habe:
Luft, Wasser und Erde - drei Elemente haben mich emotional mehr als einmal ausgelaugt.
Ich habe den Weg einer Schauspielerin am Anfang des 20. Jahrhunderts begleitet und ihre Träume verfolgt.
Mit dem Regen kam der Neuanfang und Hoffnung in mein Leben und kurz danach habe ich als Tätowiererin Farbe ins Leben gebracht.
Ich habe meinen Jugendfreund, den Rockstar, getroffen und musste für ihnarbeiten, kurz danach musste ich für eine alte Hexe Flüche sammeln - ganz schön gefährlich.
Aber die schönste Zeit hatte ich definitiv wieder in Prythian - dort habe ich mich unwiderruflich und bedingungslos verliebt, mein Herz wurde gebrochen und in Stücke gerissen.

Postkarten an Dora 
Clara Gabriel 
Anfang des 20. Jahrhunderts - Dora möchte Schauspielerin werden.
Es war sehr interessant, Doras Weg zu verfolgen, gespickt mit historischen Ereignissen, die zwischendurch, aber nicht zu viel, eingeflochten werden. Natürlich geht auf ihrem Weg nicht alles glatt, aber das wäre ja auch auch langweilig.
Im Laufe der Geschichte entwickelt sich ein zweiter Strang, Personen, die nichts Gutes im Sinn haben kreuzen immer mal wieder ihren Weg. Diese zweite Linie sorgt dafür, dass es durchweg spannend bleibt.

Ich will nicht zu viel verraten, kann aber jedem, der gerne auch mal historische Bücher liest, den Roman ans Herz legen. Ich habe die 512 Seiten innerhalb von 2 Tagen gelesen - und dass obwohl ich zwischendurch gearbeitet habe und einen Kindergeburtstag vorbereiten musste.
Es war spannend und lesenswert, Doras Weg zwischen Freud und Leid zu verfolgen und ihre Entwicklung zu sehen.
Das Buch greift viele verschiedene Themen auf - letztendlich bin ich froh, den Ausflug mit Dora gemacht zu haben und im angenehmen Jahr 2017 zu wohnen.


Wie die Luft zum Atmen/The silent waters/The gravity of us
Brittainy C. Cherry 
Brittainy C Cherry hat mich schon mit ihrem ersten Teil begeistert-aber alle 4 Bände sind atemberaubend gut. Alle können für sich gelesen werden, es gibt keinerlei Berührungspunkte zwischen den Bänden. Und ich habe bei jedem einzelnen gelacht, gelangt, gelernt und erstaunt.
Ich bin den Büchern von Brittainy C. Cherry komplett verfallen – es sind keine „Heile Welt“-Liebesromane, sondern man muss bei ihren Geschichten damit rechnen, dass sie Wunden aufreißt, deine Ängste schürt und dich dann ganz langsam wieder beruhigt und heilt.
Ihre Bücher gehören ab jetzt zu meinen absoluten „Must-Reads!“.

Kein Rockstar ist auch keine Lösung 
Sandra Helinski 
Die Geschichte hat mich sofort abgeholt und mir eine tolle Auszeit aus dem Alltag beschert.
- ich wollte morgens nur kurz in das Buch rein lesen... Ich habe zwar geduscht und Frühstück für meine Kinder geholt, aber dann war ich schon auf Seite 123. Nur noch ein Kapitel, ihr kennt das bestimmt😂.
Auch dieses Buch hat mich nicht enttäuscht - Sandra Helinski hat eine tolle Art zu schreiben, sodass man einfach über die Seiten hinweg fliegt. Die Charaktere sind liebenswert und glaubwürdig, nicht zu perfekt sodass man sich mit ihnen anfreunden kann.
Der Blick hinter die Kulissen einer Band, die Probleme nach einem Erfolg und die organisatorischen Hindernisse - all das wird gezeigt, aber natürlich mit viel Humor, Spass und Liebe.

Der Fluchsammler 
Ann-Kathrin Karschnick 
Ein Buch mit einer ganz tollen Idee, sehr sympathischen Protagonisten und viel Spannung.
Das Buch schreit quasi nach einer Fortsetzung - es ist zwar abgeschlossen, aber ich möchte unbedingt mehr von Elisabeth, Vincent und Magda erfahren. Die Charaktere sind großartig.
Insbesondere Magda fand ich total cool - und die Flüche, die sie heilen musste oder verursacht hat, haben mich immer wieder aufs Neue amüsiert - meine Theorie war ja, dass Ann-Kathrin Karschnick Autorin sich einen lustigen Abend mit einer Flasche Wein und ein paar Freunden gemacht hat, aber sie war wohl ganz alleine so kreativ😉. Mit Elisabeth hingegen habe ich ziemlich gelitten: Was für eine fürchterliche Vorstellung, dass man jeden töten könnte, den man berührt.
Das Buch hat mich gefesselt und in meinem Kopf die wildesten Ideen entfacht - bei manchen lag ich richtig, bei manchen total daneben.
Um einen Fluch zu heilen, muss man die genauen Hintergründe kennen - wenn ihr Lust auf eine fantastische Geschichte habt, dann solltet ihr Vincent, Elisabeth und insbesondere Magda kennen lernen. Es lohnt sich!

Sehr viel Spass macht auch die Challenge, die zu dem Buch läuft. Alle 2 Tagen gibt es eine Frage, eine Herausforderung, die man lösen muss.  Bis Mitte September hat man Zeit, die Aufgaben zu erledigen.

Die Perfekten 
Caroline Brinkmann 
Endlich mal wieder eine richtig gute Dystopie: Die Autorin hat es geschafft, die Charaktere so lebhaft und mehrschichtig zu beschreiben, dass man zwischen "was ist richtig und falsch" intensiv nachgedacht hat. Man sieht: Auch die Gesegneten haben ihre Probleme und Sorgen und es gibt gekennzeichnete Dreien, die für mich einfach perfekt waren.
Nicht alles ist so, wie es scheint - wem kann man trauen und wem nicht im Kampf um Gerechtigkeit und Frieden?
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Rain und Lark erzählt - was mir sehr gut gefallen hat, denn so kann man die verschiedenen Perspektiven und die Zerrissenheit im Kampf gegen das System gut verfolgen.
Die erschaffene Welt ist ziemlich düster und die Autorin schont ihre Charaktere auch nicht unbedingt vor dem Tod oder vor Verletzungen. Aber das ist einfach stimmig in diesem Buch - denn es geht um Widerstand und Krieg.
Das Buch hat mich gefesselt und begeistert - das Ende verspricht, dass es weitergeht und da bin ich ziemlich gespannt drauf.

Eine absolute Empfehlung für alle, die gerne mal dystopische, nicht kitschige Bücher lesen❣

Color in my Darkness 
Lisa Grant  
Das war mein erstes Buch von Lisa Grant - aber sicherlich nicht das letzte😀.
Die Geschichte von Franzi und Ben hat mir wirklich gut gefallen und durch die abwechselnde "Ich-Perspektive" konnte man sich sehr gut in die Köpfe der beiden versetzen. Der Kontrast zwischen den beiden könnte nicht größer sein - ich fand die gesamte Thematik des Buches gut ausgearbeitet, absolut nachvollziehbar und in alle Wege emotional geschrieben.

Ich werde nicht zuviel über den Inhalt verraten, denn das Buch solltet ihr definitiv selbst lesen - Lisa Grant hat eine tolle Art zu schreiben und einen Leser zu fesseln. Es wird aufgrund der Erotik für volljährige Leser empfohlen  - es stimmt, manche Szenen sind explizit geschrieben, aber stilvoll und nicht zu viel. Ich mag Bücher nicht, in denen Sexszenen eingebaut werden um Seiten zu füllen - hier war es passend und auch wirklich nicht übertrieben.

Emotionen, Spannung und ein gewisses Maß an Drama - für mich die perfekte Mischung ❣

Mein absolutes Highlight im Juli❤
A court of wings and ruin
Sarah J. Maas

Auch wenn die Bücher, die ich im August gelesen habe ALLE toll waren: A court of wings and ruin war mein Highlight. Aber ich bin natürlich auch etwas befangwn und vpreingenommen😉.
An alle, die die Reihe immer noch nicht kennen: Die Bücher sind im Fantasy-Bücher Mein Highlight des Jahres. Sarah J. Maas hat es einfach drauf💗.
Ich bin nach dem Lesen kurzzeitig in ein tiefes Loch gefallen weil ich mich nicht aus Prythian verabschieden wollte.
Ich habe so viele Freunde dort gefunden, die ich für immer in mein Herz geschlossen habe ❤.

Die Geschichte ist einfach atemberaubend und ich war während des Lesens teilweise ein emotionales Wrack.


Noch Fragen?


Gerne erzähle ich euch mehr über die Bücher oder freue mich über sie zu reden.

Mittwoch, 30. August 2017

Monatsrückblick Juli





Es ist der 30. August - und mir fällt auf, dass ich meinen Rückblick Juli gar nicht online gestellt habe - Asche auf mein Haupt.

Hier sind sie, meine gelesenen Bücher -  ser Juli war toll und aufregend - wieder durchgehend gute Bücher, die unglaublich viel Spaß gemacht haben.

Was ich alles erlebt habe:
Ich habe eine tolle Zeit in Woodshill verbracht, neu angefangen, Freunde gefunden und geliebt, habe einen Rockstar kennengelernt und wollte ihm Nachhilfeunterricht geben.
Ich habe mich in einen Märchenprinzen aus einem Buch verliebt und ihn zu mir geholt und habe ihm modernen London die Bücher sprechen hören.
Aber die schönste Zeit hatte ich definitiv in Velaris - dort habe ich mich unwiderruflich und bedingungslos verliebt ❤
Begin Again/Trust Again/Feel again
Mona Kasten

Die Bücher sind ABSOLUT toll – wer das Genre New Adult mag, und sie tatsächlich noch nicht gelesen hat: Nachholen! Sofort! Ich weiss nicht, warum ich sie bisher nicht gelesen habe.
Ich liebe die Charaktere, die Frauen, die sich nicht alles gefallen lassen, die den Männern auch mal Paroli bieten.
Die Männer – da ist natürlich eindeutig Kaden mein Favorit, alleine schon wegen seiner Tattoos – aber ebenso seine Art mochte ich sehr gerne. Auch im zweiten Band habe ich mich jedes Mal über ihn und seine liebenswert mürrische Art gefreut.
Mona Kasten hat es geschafft, alle drei Bände zu etwas besonderem zu machen: die Playlist des ersten Teils, Kadens Motivationsreden beim Wandern, Dawns „Nebenjob“ und die Bewertungen, Professor Gates (Entschuldigung Nolan), die Entwicklung der Freundschaften in Woodshill, Allies emotionale Ader und Sawyer als Bad Girl  und dennoch sympathischen Charakter, ihre Bilder… Die Bücher sind für mich absolut perfekt und gelungen.

Rock my heart 
Jamie Shaw
WOW - was für ein tolles, lockeres Buch: Rockstars, Bad Boys… ohhh jaaa! So etwas mag ich! Also in Büchern 😉.
Es ist schnell, sehr gut und flüssig zu lesen und es ist wieder eines dieser Bücher, die mir direkt ab den ersten Seiten gefallen haben.
Es hat mir viel Spass gemacht, die Protagonistin Rowan zu begleiten, die Band kennenzulernen, die durchweg liebenswert ist. Besonders Shawn hat es mir angetan – ich freue mich jetzt schon, seine Geschichte zu lesen (in jedem Teil der „The last ones to know“- Reihe geht es um ein Mitglied der Band). Aber auch Rowans Freundin Dee, ihr Freund Leti, und nicht zu vergessen Adam – allesamt tolle, sympathische, lustige Charaktere. Die Handlung wird durch zahlreiche humorvolle Szenen aufgelockert und ich habe mich die ganze Zeit wunderbar unterhalten gefühlt und viel gelacht. LAUT😉.
Mein Fazit: Die Protagonisten waren toll, die Geschichte toll, der Schreibstil toll - absolut lesenswert!

Bookless
Marah Woolf
Puhh, es fällt mir wirklich schwer, dieses Buch zu beschreiben. Es hat mich in seine Welt gezogen, eine bezaubernde Welt voller Bücher. Alleine die Zitate an jedem Kapitelanfang sind es wert, dass man das Buch liest.
Wir lernen Lucy kennen, die im modernen London lebt und einen ganz besonderen Bezug zu Büchern hat. Lucy ist anders und das weiss sie auch – was genau dahinter steckt, muss sie aber noch herausfinden. Es hat mir Spaß gemacht Lucy zu begleiten bei dem Versuch, ihre Gabe zu begreifen. Es war spannend Nathan kennenzulernen und zu sehen, dass mehr hinter ihm steckt.
Abgesehen davon möchte ich jetzt ein neues Tattoo – ein Buch am Handgelenk 😉.
Leider ist der erste Band sehr kurz – und endet, natürlich, ziemlich spannend und dramatisch. Wo ist jetzt der zweite Teil wenn man ihn braucht?

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Die Sätze sind kurz und ohne Verschnörkelungen. Wirklich, ich habe mich selbst dabei ertappt, auf die Länge der Sätze zu achten, es ist mir bei keinem anderen Buch zuvor je aufgefallen, wie konsequent kurze Sätze genutzt werden.
Wenn man sich allerdings nicht mehr darauf konzentriert, lässt sich das Buch schnell und flüssig lesen. Zwischendurch wechseln die Perspektiven, aber das mag ich generell sehr gerne um die verschiedenen Charaktere zu verstehen.

Für mich war Bookless ein guter Auftakt, hat aber sicherlich in den Folgebänden noch Luft nach oben.

Liebe zwischen den Zeilen/Liebe ohne Punkt und Komma 
Jodie Picoult und Samantha van Lee 

Die Bücher habe ich im Rahmen der Panem Challenge für mich entdeckt. Was wäre, wenn du dich in den Märchenprinzen eines Buches verlieben würdest und er kann auch mit dir sprechen und dich sehen?Nachdem ich mit dem Ende des ersten Teils nicht ganz glücklich war, habe ich direkt im Anschluss den zweiten Teil gelesen – und dieser Teil hat mich absolut überzeugt und zufrieden zurück gelassen.
Es ist wirklich amüsant, die Versuche zu begleiten, eine Figur aus einem Buch zu holen... Noch netter war es aber, den Prinzen Oliver in der realen Welt mit Delilah zu beobachten – ein Märchenprinz an der High School – es läuft nicht immer alles glatt und Oliver muss einiges lernen. Aber mit dem Charme eines Märchenprinzen, dem Talent eines Schauspielers und seiner offenen Art, niemanden zu verurteilen schafft er es, viele Herzen zu gewinnen.
Doch leider läuft in der Märchen- und in der realen Welt nicht alles rund – das Buch wehrt sich gegen die Veränderungen und schon bald müssen Oliver und Delilah abwägen, was getan werden muss…

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, die Figuren des Buches zu begleiten. Die Geschichte ist allerdings nicht durchgehend märchenhaft, auch traurige Themen wie Tod und Krankheit sind Teil der Geschichte - aber die Mischung ist den beiden Autorinnen einfach wirklich gut gelungen. Der zweite Teil war für mich absolut rund und abgeschlossen. Ich bin glücklich, die Bücher im Rahmen des Monatsthema der Panem-Challenge für mich entdeckt und gelesen zu haben, auch wenn sie kein absolutes Highlight waren. Nett, aber auch nicht mehr.


Mein absolutes Highlight im Juli❤
A court of mist and fury 
Sarah J. Maas

Der zweite Teil von " Das Reich der sieben Höfe" hat es absolut in sich. Der erste Teil war schon wirklich gut - der zweite Teil  ist...WOW.

Sarah J. Maas hat eine unglaubliche Welt erschaffen. Der erste Teil ist noch ziemlich märchenhaft aber vorsicht, SPOILER:

Sie leben nicht glücklich bis ans Ende ihrer Tage...

Ich kann nur sagen, dass dieses Buch unglaublich überraschend ist und absolut mitreißend. Ich saß teilweise auf der Couch und habe mir die Hände vor die Augen gehalten - ich war absolut geschockt und panisch wie es weiter geht. Die letzten 300 Seite konnte ich das Buch absolut nicht aus der Hand legen.

Der Hof der Nacht, Velaris, der Sommerhof, der Hof der Alpträume..., wir lernen viele neue Orte kennen- und all diese sind so magisch, so liebevoll beschrieben, dass alleine das das Buch lesenswert macht

Die Charaktere sind so abwechsungsreich und tiefgründig, ich habe sie (fast😎) alle in mein Herz geschlossen.
•Feyre, die sich zurück ins Leben kämpft  um die zu beschützen, die sie liebt...
•Tamlin, der ALLES versucht um Feyre zurückzuholen...
•Lucien, der versucht, Feyre zu unterstützen...
•Morrigan, Cassian, Azriel & Amren - was alles diese Charaktere in der Vergangenheit erlebt haben und zu was sie geworden sind...
•und natürlich Rhysand - ❤ was soll ich sagen?

Dieses Buch hat mein Herz erobert. Ich freue mich sooo sehr auf den dritten Teil.



Noch Fragen?


Gerne erzähle ich euch mehr über die Bücher oder freue mich über sie zu reden.

Freitag, 11. August 2017

Frage-Freitag: Saskia Louis



Liebe Saskia, stelle dich doch bitte kurz vor:

Hallo, ich bin Saskia Louis, 23 Jahre alt und fange im Oktober meinen Master in Medienmanagement an. Bei meinen Autoren-Freundinnen bin ich als „Sarkastia“ bekannt, ich finde, das beschreibt mich ganz gut. Ich erfinde gerne Dinge und ein Tag ohne Lachen ist meiner Meinung nach ein vergeudeter Tag. Ich bin schüchtern in ein paar Bereichen, aber laut in den meisten anderen und ich kann absolut keine Feuerzeuge bedienen. Zumindest nicht die mit dem Metall-Dreh-Dings. Geschrieben habe ich schon immer gerne – ja, ich weiß, das sagt jeder Autor –, aber ich konnte mich einfach selbst besser verstehen, wenn ich meine Gefühle in Worte gefasst habe. Meine erste Geschichte habe ich in der vierten Klasse geschrieben und seitdem nutze ich meine Zeit liebend gerne dafür, Seiten mit hunderten von Worten zu bevölkern.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich habe schon immer viel gelesen und fand es unglaublich faszinierend, wie Autoren, die man nicht kennt, einen trotzdem zum Lachen und Weinen bringen können. Da habe ich gedacht: Das möchte ich auch machen. Außerdem habe ich einfach schon immer gerne Geschichten erfunden und sie mir nachts selbst als Gutenachtgeschichte erzählt … ich glaube, da war vorprogrammiert, dass ich die irgendwann aufschreiben muss.

Deine Bücher sind in relativ verschiedenen Genres angesiedelt – magst du die Abwechslung?
Ja, definitiv! Ein Genre ist einfach nicht genug und wenn ich einen Liebesroman geschrieben habe, sehne ich mich manchmal einfach nach ein bisschen mehr Spannung und Action. Das Genremeer ist einfach zu groß, um es nicht auszunutzen.

Wie kommen Dir die Ideen zu Deinen Büchern?

Meine Ideen kommen von nirgendwo und überall her. Manchmal sind sie einfach da, manchmal sind sie von Musik, Menschen, Spaziergängen oder Straßenmalereien inspiriert. Meistens baue ich Geschichten aber um Charaktere herum. Ich entwerfe in meinem Kopf Protagonisten und der Rest kommt dann von allein

Wo schreibst du am liebsten? Hast du Rituale?

Ich habe gar keinen Lieblingsort an dem ich schreibe. Ich sitze mal Zuhause am Schreibtisch, mal mitten in einer Menschenmenge an der Uni oder im Café über der Mayerschen, wo ich während des Schreibens Menschen beobachten kann. Bei romantischen oder sehr intensiven/dramatischen/traurigen Szenen bin ich aber lieber in meinem Zimmer, in eine Decke eingemummelt und mit einem Tee neben dem Computer – falls ich in Tränen ausbreche. Die Leute gucken sonst immer so komisch.

Arbeitest du gerade an weiteren Projekten?

Ich arbeite immer an einem Projekt und kann mich nicht mehr an den Moment erinnern, an dem das nicht so gewesen wäre. Zurzeit schreibe ich an einer neuen Fantasyreihe. Aber die Liste an Projekten, die ich unbedingt schreiben will, ist lang und … ich denke, ich werde die nächsten zehn Jahre beschäftigt sein!

Wenn du ein Buch beginnst – kennst du das Ende dann schon oder entwickelt sich das beim Schreiben?
Das grobe Ende kenne ich eigentlich immer. Ich brauche ein Ziel, auf das ich hinarbeite. Viele Feinheiten und Wege, die zu dem Ende hinführen, ändern sich aber noch während des Schreibens. Meine Charaktere sind da mächtiger als ich …

Was liest du gerne und hast du ein Lieblingsbuch?
Ich lese so unglaublich viel gerne und wenn ich alles aufzählen würde, säßen wir wohl noch nächstes Jahr hier.  Liebe und Fantasy ist jedoch das vorherrschende Thema. Lieblingsbuch … meine Horrorfrage! Harry Potter, Die Gilde der schwarzen Magier, Zwei an einem Tag, Ein ganzes halbes Jahr, Schneller als der Tod, Der Regler … und alles, was Susan Elizabeth Phillips schreibt.

 Welche Figur aus einem Buch würdest du gerne mal treffen?
Edward Cullen, aus Bis(s) zum Morgengrauen – ich muss ihn unbedingt fragen, warum er so ein Weichei ist.


Ein paar schnelle Fragen:
Chaotin oder Perfektionistin?
Chaotin! Sowas von.
Langschläfer oder Frühaufsteher?
Langschläfer. Ich schreibe oft nachts.
Kaffee oder Tee?
Tee. Bei Kaffee werde ich unausstehlich hyperaktiv.
Pizza oder Burger?😉
Burger!!! Leute wirklich … Pizza … pfff!
Sommer oder Winter?
Beides blöd! Herbst oder Frühling, bitte!
Berge oder Meer?
Berge, mit Aussicht aufs Meer
Farbe deiner Zahnbürste?😉
Blau.

Liebe Saskia, VIELEN DANK für deine Antworten. Es hat mir sehr viel Spass gemacht 😁.  
Eigentlich wollte ich alle Bücher hier zeigen - da es aber eindeutig schon zu viele sind, verweise ich hier lieber auf die Homepage von Saskia, auf der alles zu ihren Büchern steht.

Viel Spaß beim stöbern ❣

Donnerstag, 3. August 2017

Throwback Thursday: Liebe auf den ersten Schlag



Im Rahmen des lovelybooks Leserpreises bin ich im letzen Jahr auf dieses Buch aufmerksam geworden - und es hat seine Nominierung so was von verdient!

Klappentext:
Luke hat ein Problem. Die Presse denkt, er ist ein Womanizer und das findet das Management des Baseballspielers überhaupt nicht lustig. Eine prüde, langweilige und durchschnittliche Freundin muss her ... und wer würde sich da besser eignen als die süße, deutsche Eventplanerin, der ‚normal‘ und ‚langweilig‘ praktisch auf die Stirn geschrieben steht? Emma hat kein Problem. Bis sie von ihrer Firma nach Philadelphia versetzt wird und sie ausgerechnet ihrem einzigen One-Night-Stand über den Weg läuft. Dass der Kerl berühmt und reich ist, hat er bei der letzten Begegnung wohl vergessen zu erwähnen. Und dann kommt er auch noch mit der wahnwitzigen Idee um die Ecke, sie solle seine Freundin mimen, damit er sein Image aufpolieren kann. Natürlich wird sie das nicht tun. Doch der Mann hat einfach ein paar richtig gute Argumente ...

Liebe auf den ersten Schlag bildet den Auftakt zu der Sports-Romance Reihe Baseball Love, die bald 5 Teile umfasst.




Meine Meinung:
Die Geschichte von Emma und Luke hat mich auf den ersten Seiten schon gefangen - Emma ist einfach ein toller Charakter, sie lässt sich nichts sagen ist, aber dennoch klug, offen, ehrlich und unglaublich amüsant. Luke gibt sich machohaft, Emma schafft es dennoch, wortgewandt, wie sie ist, ihm in nichts nachzustehen. Da er sich sonst eher mit brustoperierten, nicht allzu klugen Blondinen abgibt, die es eher auf seinen Promistatus abgesehen haben, findet er in Emma eine Frau auf Augenhöhe, die ihn tatsächlich immer mehr interessiert.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig, lustig und frech, sodass ich das Buch nicht aus der Hand gelegt habe und es in einem Rutsch durchgelesen habe. Insbesondere die kleinen Schlagabtausche (gibt es das Wort?) waren meine Highlights - was habe ich geschmunzelt und Emma für ihre Schlagfertigkeit innerlich auf die Schulter geklopft.

Das Buch ist absolut lesenswert und bietet die perfekte Mischung für gute Unterhaltung!

Dienstag, 18. Juli 2017

Mythen & Legenden der Geisterwelt



Unerklärliche Geräusche, Stimmen aus dem Nichts, Kälteschauer in warmen Räumen, Gepolter ohne Ursache?
Bilder fallen von der Wand, man fühlt sich beobachtet oder man spürt eine Anwesenheit, obwohl niemand da ist?

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Gibt es Geister?
Ich kann diese Frage eindeutig mit JAAA! Beantworten.  Warum? Das ist doch ganz logisch:
Wie manche von euch wissen, bin ich ein großer Fan der Harry Potter-Bücher. Ich bin mir GANZ SICHER, dass es Hogwarts wirklich gibt, denn eine so faszinierende Welt kann man sich nicht einfach nur ausdenken. Folglich muss es natürlich auch Geister geben – den Fast Kopflosen Nick, den blutigen Baron, die maulende Myrte und natürlich all die anderen.
Meine Theorie ist völlig einleuchtend, oder?

Bei einer Recherche auf Facebook hat eine Teilnehmerin innerhalb kürzester Zeit 253 Kommentare erhalten - Tendenz steigend. Und die meisten Geschichten waren wirklich mysteriös, seltsam, unerklärlich und teilweise gruselig.




Überall auf der Welt gibt es Geschichten über Erscheinungen von Geistern und Gespenstern.


In Deutschland gibt es z.B. die Legende um Schloss Wittenberg:
Wittenberg erlangte durch Martin Luther Berühmtheit. Heute gilt das Schloss, welches ein Natur- und Völkerkundemuseum beherbergt, als Spukort. Oft soll sich zur Mitternachtsstunde im Schloss die Gestalt einer weißen Frau zeigen.

Einst zeigte sie sich einem jungen Soldaten. Da dieser ein Sonntagskind war, bat sie ihn, ihr zu folgen. Er begleitete die Frau in weiß und gelangte so in eine verborgene Kammer in der eine mit Gold- und Silbermünzen gefüllte Truhe stand. Mit der Weisung, niemals mit jemandem über dieses Begegnung zu sprechen, schenkte sie ihm einen Beutel voller Münzen. Viele Jahre später, nach dem Ende seiner Dienstzeit, heiratete der Soldat. Während der Feierlichkeiten ließ er sich von seinen Gästen dazu überreden, das Geheimnis und die Herkunft seines Reichtums bekannt zu geben. Während er erzählte, klopfte es plötzlich drei mal an das Fenster. Sofort kam ihm in den Sinn, dass dies die weiße Frau aus Schloss Wittenberg war und er sein Versprechen gebrochen hatte.

Von diesem Tage an schien ihm nichts mehr zu gelingen. Sein Erfolg blieb aus und er wurde mit jedem Tag schwächer und kränklicher. Er starb dann schließlich ziemlich plötzlich als armer und gebrochener Mann.


Im Tower of London starben viele Monarchen. Einer von ihnen war der erst dreizehn Jahre alte König Edward V. Als dessen Vater Edward IV starb, beanspruchte sein Onkel Richard, der Herzog von Gloucester, den Thron für sich. Er hat den 13-jährigen Richard und dessen jüngeren Bruder, den Herzog von York, in den Tower bringen lassen. Lord Hastings, ein königlicher Offizier, versuchte das Leben von König Edwad zu schützen, aber ohne Erfolg. Hastings Kopf rollte und die beiden königlichen Brüder wurden im Garten ermordet. Der Platz, auf dem die Ermordung wahrscheinlich statt fand, bekam den Namen: Blutiger Tower. Die Geister der beiden Brüder sollen noch heute in den Gemäuern des Tower of Londons umherspuken.


In Prag können wir den kopflosen Tempelritter treffen, der nachts auf einem weißen Pferd durch die Kopfsteingassen der Prager Altstadt reiten soll – mit seinem Kopf unter dem Arm! Jede Nacht in der Geisterstunde soll der Reiter die Altstadt unsicher machen und schon von weitem kann man das rote Kreuz auf seiner Brust erkennen.
Es heißt, wenn man dem kopflosen Ritter begegne, müsse man sich erst seinem riesigen Schimmel mutig in den Weg stellen, dem Ritter sein Schwert entreißen und es ihm durch das Herz stoßen, um selbst mit dem Leben davon zu kommen.


Das sind nur drei von zahlreichen Erzählungen. Es war unglaublich interessant und teilweise gruselig, die diversen Geschichten zu lesen.

Aber nun bleibt die Frage: warum gibt es Geister und weshalb geistern wir nicht alle nach unserem Ableben zwischen den Lebenden umher?
Nicht jeder Geist muss einen qualvollen Tod erlebt haben. Was ist geschehen, dass der Verstorbene keine Ruhe findet? Was möchte er uns mit seinem Erscheinen sagen?

Um nochmal nach Hogwarts zu gehen: die maulende Myrte wurde oft gehänselt, insbesondere von einer Mitschülerin namens Olive Hornby .
Als Olive sie mal wieder fertig gemacht hatte, verzog Myrte sich unglücklicherweise ausgerechnet auf das Mädchenklo mit dem geheimen Zugang zur Kammer des Schreckens. Dort traf sie der Blick des Basilisken unerwartet und tötete sie sofort.  Myrte selbst aber wusste, dass eigentlich Olive Hornby an ihrem Tod schuld war: Ihr verletzender Spott hatte Myrte ja in das tödliche Versteck getrieben.
Sie beschloss deshalb, diese Olive als Geist zu verfolgen und sich auf diese Weise bitter an ihr zu rächen.

Anscheinend können sich manche Seelen nicht von der Erde lösen und wandern umher – weil sie sich nicht lösen können oder eine Aufgabe zu erfüllen haben.

Warum habe ich euch das ganze erzählt? Nun ja, wie ihr euch wahrscheinlich vorstellen könnt, handelt „Das Funkeln der Nacht“ von Thalea Storm tatsächlich auch von Geistern. ABER: ich bin kein Fan davon gespoilert zu werden, deshalb sage ich jetzt nicht mehr viel dazu, außer: Lest es!


Es ist mystisch, geheimnisvoll, sehr emotional und mitreißend – ich habe den ersten Teil verschlungen und freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil, auf den ich leider noch viel zu lange warten muss.

Quellen:
www.prag.de
www.geisterundgespenster.de
www.harry-potter.wikia.com

Freitag, 14. Juli 2017

Frage-Freitag: Marc Short




Lieber Marc, stelle Dich bitte kurz vor:
Hallo & vielen Dank. Mein Name ist Marc, Marc Short. Ich schreibe Lyrik, Kurzgeschichten - meine sogenannten Shorts Short Storys - und Romane im Bereich Fantasy / Mystery, teils mit einer Prise Erotik ….



Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Seit ich Buchstaben zu Worten verbinden kann, lese ich. Ich liebte es also schon immer, zu lesen. Und bald gesellte sich auch das Schreiben dazu. Dabei begann ich mit Lyrik und Geschichten zu Wettbewerben. Doch in meinem Kopf waren Geschichten für mehr als nur ein paar Seiten und für längere Storys … so begann ich meinen ersten Roman.

Wie kommen Dir die Ideen zu Deinen Büchern?

Filme, Bücher, Geschichten und Legenden, ich glaube, all das was ich lese und erlebe, worüber ich nachdenke und einmal nachdachte, verbindet sich und webt dann eine ganz eigene Geschichte. Besonders, wenn ich Einträge zu Mythen und Geschichten lese, fängt meine Fantasy ganz von selbst an, daraus Ableitungen und weitere Geschichten zu produzieren. So kam es damals auch, dass ich mir die Frage stellte, was passiert wenn zwei Mächte aufeinandertreffen, die sich gleich sind - Götter und Vampire, beide unsterblich, beide machtvoll und charakterstark.

Wo schreibst du am liebsten? Hast du Rituale?

Ich habe schon in Gärten, in Cafés und an anderen Orten geschrieben. Aber am liebsten noch immer daheim. Aber wer weiß, wo das Schreiben noch hinführt. Denn das ist ja auch das Schöne: Schreiben kann man wie Lesen: im Grunde überall. …

Zum Thema Rituale: Wenn ich beim Schreiben gar nicht weiterkomme, mache ich Sport und meistens führt das dazu, dass ich wieder bei meiner Geschichte lande und eine zündende Idee habe. So kann ich entweder gleich oder nach dem Duschen das Schreiben fortsetzen.

Erzähle uns ein bisschen von deinen eigenen Werken.

Mein Debütroman „Im Bann der Finsternis: Mercure - der Bote des Lichts“ ist heuer ein Jahr alt geworden. Dabei geht es um den Götterboten Mercure und die Vampirin Serenety, die bald zwischen ihren Gefühlen hin- u. hergerissen ist. Denn ihre Treue galt bisher allein dem Vampyr-König Vulcano, dessen Tochter sie ist.



Bei der Short Story Reihe „DIE STURMNACHT“ geht es um die Meerfrau Amphitrite und Nicolas Brighton. Poseidons Stürme lassen die STURMNACHT im Meer versinken und Amphitrite wird dabei auf Nicolas aufmerksam. Ist er der gefallene Stern, auf den sie schon so lange gewartet hat? (Derzeit schreibe ich den letzten Teil dieser Short Story Trilogie).

„Schatten über dem Amazonental“ ist eine Short Story, die gerade ein Cover-Update bekommen hat. Sie ist derzeit noch als Gratis-Download verfügbar und beinhaltet mit dem Amazonental bereits einen Schauplatz aus Band 2 von „Im Bann der Finsternis“. Die Geschichte kann unabhängig von den Bänden gelesen werden.



Arbeitest du gerade an weiteren Projekten?

Derzeit liegt meine Konzentration auf Band 3 von der Roman-Reihe „Im Bann der Finsternis“. Nachdem Band 2 sich um den Kriegsgott Mars dreht, wende ich mich in Band 3 insbesondere der Göttin Venus zu.

Auch bei meinen Short Storys dreht sich alles um Teil 3. Hier geht es um die STURMNACHT-Reihe. Teil 1 und 2 sind schon veröffentlicht, bei Teil 3 habe ich den Anfang und das Ende, nur der Mittelteil steht sozusagen noch ein wenig in den Sternen.

Wenn du ein Buch beginnst – kennst du das Ende dann schon oder entwickelt sich das beim Schreiben?

Manchmal beginnt bei mir alles mit einem Titel, manchmal mit einem Satz oder Absatz. Das Ende kenne ich manchmal nur vage, beziehungsweise, ich weiß wohin der Weg gehen soll. Die Schritte dazwischen entwickeln sich im Schreibprozess und können einen Schluss auch mal ganz anders ausgehen lassen. :)

Was liest du gerne und hast du ein Lieblingsbuch?

Besonders viel lese ich im Bereich Fantasy. Dabei ist es egal, ob es Romance, Mystery, Dark Fantasy oder eine Mischung mit Dystopie etc. ist. Treu bleibe ich auch der größten Science-Fiction-Serie der Welt: Perry Rhodan. Wer die Serie kennt, weiß, dass allein sie schon ein mehr als wochenfüllendes Programm zur Verfügung stellt.

Welche Figur aus einem Buch würdest du gerne mal treffen?

Da wäre dann tatsächlich der Mann, der die Menschheit erfolgreich ins All geführt hat: Perry Rhodan. Und weißt du, welche Antwort mich besonders interessieren würde? Die Antwort auf die Frage, wann seine Geschichte und die der Menschheit endlich verfilmt wird! Oder in welches Parallel-Universum ich dazu reisen muss … welches meiner Ichs ich treffen müsste, dass mir davon erzählen kann … Aber genug von wenn, wäre und müsste.

Zurück in der Gegenwart möchte ich dir für deine interessanten Fragen danken! Es hat mir Spaß gemacht, sie zu beantworten.

Bilder: 
www.marcshort.de
bigstockphoto.com (Cover)




Donnerstag, 13. Juli 2017

Throwback Thursday: Im Bann der Finsternis








Klappentext:
Die Menschheit ist nahezu ausgerottet und eine Auseinandersetzung zwischen Göttern und Vampyren scheint unvermeidbar. Mercure, der Götterbote, will als Vermittler auftreten und kommt dabei der Vampyrin Serenety gefährlich nahe.

Kann der Bote sich auf sie einlassen, ohne seine Aufgabe aus den Augen zu verlieren? Ohne so erst recht einen Krieg zu provozieren?

Und wird Serenety sich auf seine Seite und damit gegen ihren Vater, den Vampyr-König, stellen?



Meine Meinung:
Ich durfte das Buch vergangenes Jahr im Rahmen einer Leserunde lesen. Als erstes vorab: eine schöne Story mit einer guten Grundidee.

Marc Short wirft den Leser direkt in die Geschichte - es dauert etwas, bis man ganz angekommen ist. Für mich war das Buch anfangs schwierig zu lesen, weil sich die Szenen oft rasant ändern - meiner Meinung nach muss man konzentrierter bei der Sache bleiben als bei anderen Büchern, die sich leichter weglesen lassen; andererseits erzeugen die verschiedenen Szenerien und Sichtweisen auch Spannung.

Leicht enttäuscht wurde ich davon, dass der Autor einige Dinge im Buch nicht weiter verfolgt hat, die aus meiner Sicht absolut interessant waren. Ich glaube, dass einige dieser Dinge im zweiten Band aufgeklärt werden. Ebenso waren mir einige Handlungen und Motive nicht ganz schlüssig und für mich nicht so nachvollziehbar.


Okay, das hört sich auf den ersten Blick nicht nach einer absoluten Empfehlung an. Dennoch: Marc Short hat einen ganz besonderen, bildhaften Schreibstil.


Eine weitere Bewertung auf Amazon:

Dark Fantasy vom Feinsten, eine düstere, unheimliche Liebesgeschichte zwischen einem Gott und einer Vampir-Dame. Die beiden Hauptakteure sind interessant und vielfältig angelegt. Leider sind ein paar der anderen Figuren zu flach und auch die Logik leidet ab und zu ein bisschen, daher nur 4 Sterne. Trotzdem empfehlenswert für alle Dark-Fantasy-Fans und für Freunde von außergewöhnlichen Liebesgeschichten.


Besonders hervorheben möchte ich, dass Marc Short ein Autor ist, der mit Kritik ganz hervorragend umgeht und versucht, daran zu wachsen. Nach meinen Kritikpunkten in der Leserunde durfte ich bereits Band 2 testlesen und ich muss sagen, dass sich Marc viele Anmerkungen der gesamten Leserunde zu Herzen genommen hat. Der zweite Band ist mystisch, poetisch und wirklich gut zu lesen.

Freitag, 7. Juli 2017

Frage-Freitag: Clara Gabriel





Liebe Clara, stelle dich doch bitte kurz vor.
Gern! Hallo, ich bin Clara Gabriel, 38 Jahre alt, glücklich verheiratet und ganz frischgebackene Autorin und Selfpublisherin. Mein erster Roman „Postkarten an Dora“ ist vorgestern erschienen, deshalb freue ich mich sehr über dieses Interview. (Mein allererstes, yay, Konfetti!!!) Zurzeit ist für mich alles sehr neu, aufregend und spannend.



Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Eigentlich habe ich mir schon als Kind gerne Geschichten ausgedacht und sie aufgeschrieben. Aber das Schreiben war für mich immer nur ein ganz privates Hobby, bis mir in unserem Keller eine alte Postkartensammlung aus der Zeit von 1905-1913 in die Hände fiel, die mein Vater vor etlichen Jahren geerbt hatte. Ich stellte fest, dass die meisten Karten an die gleiche Person adressiert waren: Dora Neumann. Die ältesten Karten gingen an verschiedene Adressen in London, die meisten aber ab 1907 an ihre Adresse in der Reconquista 322, Buenos Aires.
Das hat meine Neugier geweckt und ich wollte wissen: wer war diese Frau, die vor über hundert Jahren nach Argentinien ausgewandert ist? –das ist ja selbst heutzutage immer noch ungewöhnlich. In der damaligen Zeit muss es ein riesengroßes Abenteuer gewesen sein. Und so begann ich zu recherchieren, doch alle Spuren endeten im Nichts. Trotzdem hat mich Dora nicht mehr losgelassen, ich war regelrecht verliebt in diese unbekannte Frau und hab manchmal sogar von ihr geträumt. Ich sage immer: „Ich bin von ihr besessen!“ und das meine ich ganz positiv. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an Dora denke. Und so entstand irgendwann die Idee, mir ihre Geschichte einfach selbst auszumalen und einen Roman daraus zu machen.



Erzähle uns bitte ein bisschen über dein Buch.
„Meine“ Dora ist eine junge, sehr eigenwillige Frau. Sie ist am Anfang des Buchs gerade mal 17 und ihr Vater will, dass sie Lehrerin wird. Eigentlich ein sehr moderner Vater, denn arbeitende Frauen sind Anfang des 20. Jahrhunderts noch eine Seltenheit, zumindest auf dem Land. Aber Dora hat andere Pläne, denn sie träumt von einer großen Karriere als gefeierte Schauspielerin im fernen Amerika. Und sie hat eine große Schwäche: Dora sammelt Postkarten von exotischen Orten und berühmten Stars und Sternchen der damaligen Zeit. Deshalb lässt sie sich zu einer großen Dummheit hinreißen. Als sie aufzufliegen droht, entscheidet sie sich, einfach fortzulaufen und nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand. Ein bisschen zu naiv vielleicht, denn sie stellt schnell fest, dass ihr Geld nicht für eine Schiffspassage nach Amerika reicht. Gott sei Dank trifft sie auf Martha Löwenstein, eine ausgebildete Tänzerin, die Dora unter ihre Fittiche nimmt. Und ab da nehmen die Dinge ihren ganz eigenen Lauf.
Das Buch handelt von einer jungen Frau, die bereit ist, für ihre Träume zu kämpfen. Sie will mit dem Kopf durch die Wand und übersieht dabei, dass nichts so leicht ist, wie sie es sich ausgemalt hat. Außerdem hat sie ein Händchen dafür, sich die falschen Männer auszusuchen… Aber sie ist ein echtes Stehaufmännchen, und lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Dora ist kess und nicht auf den Mund gefallen. Zur Not flunkert sie, dass sich die Balken biegen, aber sie ist dabei immer charmant. Ich glaube, sie ist einfach ein bisschen so, wie wir alle gern wären: mutig und frei und ein bisschen wild.
Zumindest wäre ich manchmal gern ein bisschen mutiger, siehe nächste Frage. ;)


Wie hat dein Umfeld reagiert, als sie erfahren haben, dass du ein Buch schreibst?
Gar nicht, da es nur die allerengsten Vertrauten wussten. Ich war da ein bisschen  feige schüchtern und wollte erstmal abwarten, ob es irgendwann überhaupt mal ein Buch geben wird. Aber meine Eltern und mein Mann wussten natürlich Bescheid und standen die ganze Zeit voll hinter mir. Und ich hatte während des Schreibens meinen Coach Rainer Wekwerth an meiner Seite, der eigentlich nur dafür da war, meine enormen Selbstzweifel zu zerstreuen und mir gut zu zu reden. (Danke, Rainer!)

Hattest du sie Geschichte von Anfang an im Kopf durchgeplant oder entwickelte sie sich beim Schreiben?
Ja und nein. Ich habe die Geschichte komplett geplotted, aber während des Schreibens hat sie eine ganz eigene Dynamik entwickelt. Situationen oder Sätze, die ich für die Charaktere vorgesehen hatte, kamen auf einmal ganz anders raus. Irgendwann kam der Punkt, an dem ich entschied, nicht mehr zu planen, was Dora sagen soll, sondern einfach darauf zu hören, was sie sagen will. –das klingt jetzt vielleicht ein bisschen schizophren, aber es war wirklich so, dass Dora im Laufe des Buchs ihren eigenen Kopf entwickelt hat. Sie hat sich dann nicht mehr einfach irgendwas in den Mund legen lassen, sondern hat Sätze gesagt, auf die ich nicht im Traum gekommen wäre. Ich war bloß noch das Werkzeug, das sie brauchte, um ihre Worte zu Papier zu bringen. Und nein, ich bin NICHT verrückt! –oder doch?!? Seit ich Dora „kenne“, zweifle ich ein bisschen daran…😀

Wo schreibst du am liebsten? Hast du Rituale?
Tatsächlich schreibe ich am liebsten erstmal von Hand, während ich auf der Couch sitze und tippe es dann später ab. Dabei redigiere ich mich das erste Mal selbst und merke: Moment, da hakt was, der Satz klingt scheiße.

Arbeitest du schon an weiteren Projekten?
Ja, ich arbeite am zweiten Teil von Doras Geschichte und Band 3 ist in Planung. Außerdem waren in dem alten Album noch fünf Postkarten an eine gewisse „Minna“ in Südafrika. Und es brennt mir schon unter den Nägeln, sie in die Wildnis zu schicken! *diabolisches Grinsen* Die gute Minna ist nämlich das komplette Gegenteil von Dora und ein bisschen schüchtern. Und ich stelle es mir sehr lustig vor, eine unsichere, gehemmte Frau im Jahre 1905 nach Afrika reisen zu lassen. –mutterseelenallein, all die wilden Tiere, vor denen sie sich fürchten kann, die fremden Gerüche, Orte, Sprachen…traumhaft! Da geht sofort meine Fantasie mit mir durch. 😀
Außerdem habe ich eine Website, ähnlich wie ein Blog, auf der ich nach und nach alle 192 historischen Ansichtskarten aus Doras Sammlung veröffentlichen werde. Da gibt es noch reichlich zu tun, langweilig wird mir also so schnell nicht mehr. Wer sich für die Original-Postkarten, die mich zum Buch inspiriert haben, interessiert, darf gerne mal reinschauen: www.doras-postkarten.de


Was liest du gerne und hast du ein Lieblingsbuch?
Man soll’s kaum glauben, aber persönlich habe ich einen eher männlichen Lesegeschmack. Ich mag zum Beispiel Hemingway oder Hunter S. Thompson. Und ich habe eine große Schwäche für die Scheibenwelt-Bücher von Terry Pratchett.
Aber mein absolutes Lieblingsbuch ist und bleibt Goethes Faust. –vermutlich, weil ich in der Schule nicht gezwungen wurde, ihn zu lesen, sondern ihn als Erwachsene freiwillig für mich entdecken durfte. Der Faust ist einfach zeitlos und da findet sich zu jeder Lebenslage das passende Zitat.

Welche Figur aus einem Buch würdest du gerne mal treffen?
Ich würde sehr gern mal Sam Mumm auf seiner Nachtwache begleiten und mit ihm durch die Straßen von Ankh-Morpork schlendern. Und natürlich meine Dora. Ich hätte so unendlich viele Fragen an sie…


Ein paar schnelle Fragen:

Chaotin oder Perfektionistin?
Chaotin!
Langschläfer oder Frühaufsteher?
Frühaufsteher
Kaffee oder Tee?
Kaffee! VIEL Kaffee!!!
Sommer oder Winter?
Egal. Hauptsache Wetter!
Berge oder Meer?
Beides! Aber wenn ich wählen muss: Meer.
Farbe deiner Zahnbürste?😉
Weiß mit einem kleinen türkisen Aufsteckring zum Wiedererkennen. 😀



Mittwoch, 5. Juli 2017

Monatsrückblick Juni




Zeit für meinen Rückblick in den Monat Juni. So gerne ich lese… Mein Highlight in diesem Monat war dennoch der Umzug in unser Haus – auch wenn es immer noch alles absolut chaotisch ist, sind wir absolut glücklich 😍 🎊 🎉.
Somit beschränkte sich mein Lesegenuss  im Juni auf „nur“ 8 Bücher, die aber allesamt wirklich richtig gut waren. Deshalb wird es diesen Monat auch erstmals keine Einteilung geben wie sonst – die Bücher waren alle TOP-BÜCHER.

Was ich alles erlebt habe:
Ich habe gelernt, mein Mördergen zu akzeptieren, habe Luca & Allegra kennengelernt, deren Liebe nicht sein durfte und wollte mit Aschenkindel keine Prinzessin sein. Ich wurde ins Reich der sieben Höfe entführt, habe Cress und Winter kennengelernt und sie im Kampf gegen die böse Lunarier-Königin begleitet und habe nach einem Schicksalsschlag ins Leben zurückfinden müssen.

Rhapsodie in schwarz 
Sophie Jordan
Der zweite Teil der Reihe schließt direkt an den ersten Teil an – es wird ein bisschen wiederholt, was ich nicht schlecht fand, um wieder in die Geschichte zu kommen. Anfangs fand ich die Gefühle und Gedanken von Davy nachvollziehbar und fühlte mit ihr, allerdings nahm das ganze irgendwann zu viel Platz ein.Durch den Wechsel des Settings lernen wir viele neue Charaktere kennen.
Gut hat mir die Einleitung in die jeweiligen Kapitel gefallen – Zeitungsausschnitte oder Zusammenfassungen von Gesprächen, sodass man als Leser ein bisschen auf dem Laufenden bleibt, was die Haltung zum Mördergen in Amerika betrifft – denn leider dreht sich in diesem Band viel zu viel nur um Davy, die restliche Welt wird fast außen vor gelassen. Es ist nicht so, dass mich das Buch nicht unterhalten hat: es war interessant und gut zu lesen, ich fand es spannend und auch überraschend.
Allerdings ging mir das Ende viel zu schnell – ich war komplett überrascht, wie schnell sich das Grundproblem dieser Dystopie lösen liess.
Alles in allem war die Dilogie eine gute Dystopie, mit einem absolut genialen ersten Teil und einem zweiten Teil, der mich zwar nicht komplett begeistert konnte, aber mich über weite Strecken gut unterhalten hat.

Luca & Allegra  - Liebe keinen Montague" 
Stefanie Hasse 
Eine moderne Version von Romeo und Julia, die mich gut unterhalten hat!💕
Das Buch lässt sich unglaublich schnell weglesen  (es hat allerdings auch nur 213 Seiten). Der Aufbau des Buches ist dem Original angelehnt, was ich sehr charmant fand.
Die Charaktere, auch die Nebencharaktere, fand ich durchweg sympathisch.
Allegra hat meiner Meinung nach viele Dinge schnell hingenommen, bei denen ich mir doch mehr Überraschung und Reaktion erhofft hätte, das ist aber nur eine kleine Kritik am Rande.
Spätestens ab der Mitte des Buches nahm die Geschichte Fahrt auf, wurde spannend und dramatisch sodass ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte.
Ich war sehr gespannt auf das Ende, das die Autorin meiner Meinung nach sehr gut gelöst hat.

Aschenkindel
Halo Summer
Solltet ihr das Buch also noch nicht kennen: Holt es von eurem SUB oder kauft es, es ist wirklich absolut empfehlenswert 💕💕💕!
Schon der Einstieg in das Buch hat mich begeistert. Es fängt direkt anders an, als man es von einem "Märchen" erwartet - ich habe schon auf der ersten Seite gemerkt, dass der Humor und der Schreibstil genau meinen Geschmack treffen. Zum Glück zieht sich das durch das ganze Buch. Aschenputtel in Fantasy und modern, dazu jede Menge Spass, Sarkasmus, tolle Ideen, liebenswerte Charaktere  (ich vergöttere die gute Fee und Aschenkindel) und eine Portion Lebensweisheit zum Glück.

Das Reich der sieben Höfe“ 
Sarah J. Maas
Eine absolute Leseempfehlung für „Das Reich der sieben Höfe“ und ich muss mir unbedingt den zweiten Band besorgen.
Sarah J. Maas hat mich schon mit Throne of Glass begeistert – auch diese Geschichte hat mich absolut überzeugt: eine tolle Welt, wunderbare Charaktere (stark, lustig, böse, überraschend) und eine märchenhafte Geschichte. Ich könnte euch jetzt sagen, an welches Märchen mich „Das Reich der sieben Höfe“ erinnert – das mache ich nicht, aber nur, damit euch die Überraschung nicht verdorben wird😉
Der Schreibstil der Autorin ist toll – aber damit habe ich nach ihren bisherigen Büchern auch gerechnet.

The Beauty of Darkness 
Mary E. Pearson  

Ich war froh, als ich nach einigen Seiten merkte, dass ich das englische Buch relativ gut und ohne Schwierigkeiten lesen konnte.
Auch der dritte Teil hat mich durchgängig begeistert – die Autorin hat ein unglaubliches Talent dafür, Wendungen einzubauen, mit denen man so nicht unbedingt rechnet. Die Charaktere haben sich glaubhaft und stark verändert und die Entwicklung, die einige von Ihnen gegangen sind, habe ich einfach geliebt.

Ich war begeistert, wie die Autorin die Fäden der ersten Bücher zusammengeführt hat und alle noch offenen Rätsel gelöst hat. Und das Ende? Ich fand es einfach perfekt und hat mich absolut zufrieden zurück gelassen.
Für mich war das Buch ein grandioser Abschluss einer wirklich grandiosen Trilogie❤.

Wie Sterne so golden 
Wie Schnee so weiß 
Marissa Meyer 
Ich kann die gesamte Reihe absolut empfehlen.  Märchen mal anders erzählt mit fantastischen, unterschiedlichen Persönlichkeiten, die im Laufe der Geschichte wachsen und reifen.
Aschenputtel, Rotkäppchen, Rapunzel und Schneewittchen – dazu natürlich noch mehrere Wölfe, ein Märchenprinz, eine böse Königin, Raumschiffe, Satelliten und eine Eskortdroidin, die man einfach gern haben muss…
Märchen trifft Science Fiction und das ergibt eine unglaublich tolle Geschichte😍.
Nach und nach finden alle zusammen um gegen die böse Lunarier-Königin Levana zu kämpfen – dank der abwechselnden Perspektiven begleitet man irgendwie alle Figuren, auch wenn sie voneinander getrennt sind.

Das Funkeln der Nacht 
Thalea Storm 
Wow, auf was habe ich mich da nur eingelassen. Thalea Storm transportiert Emotionen pur.
Schon nach dem Prolog war ich völlig fertig. Seitdem ich Familie habe, reagiere ich emotionaler auf manche Bücher und Filme, das weiss ich und hier hat es mich wieder voll erwischt.
Die Charaktere sind großartig ausgearbeitet – ich habe mit verschiedenen von Ihnen gelitten und gefühlt. Die Geschichte ging mir absolut unter die Haut und einige Zeilen waren so genial geschrieben, dass ich sie in meinem Reader markiert habe, was ich sonst so gut wie NIE mache.
Dennoch ist das Buch ständig geheimnisvoll , man ist gespannt was passieren wird. Leider endet die Geschichte (es handelt sich um eine Trilogie) mittendrin (natürlich) mit einem absolut fiesen Cliffhanger. Es bleibt mir gar nichts anderes übrig, als das zweite Buch zu lesen. Ich gebe zu, dass ich nicht ahne, in welche Richtung das ganze läuft und wie sich die einzelnen Charaktere entwickeln – und das finde ich ganz wunderbar und überraschend.
Twilight (Nein,keine Vampire), Zurück ins Leben geliebt , Friedhof der Kuscheltiere, Wen der Rabe ruft – könnt ihr euch eine Mischung aus diesen Büchern vorstellen? Nicht falsch verstehen, „Das Funkeln der Nacht“ ist kein Abklatsch eines der genannten Bücher, absolut nicht. Aber irgendwie hat jedes der Bücher seinen Sinn in dieser Rezension – mehr oder weniger.
Mich hat das Buch, insbesondere die unglaubliche Schreibweise, gefangen genommen zutiefst berührt und zum Nachdenken gebracht.

Noch Fragen?
Gerne erzähle ich euch mehr über die Bücher oder freue mich über sie zu reden.

Freitag, 30. Juni 2017

Frage-Freitag: Heike Eva Schmidt




Liebe Heike, stelle dich doch bitte kurz vor:
Hallo, ich bin Heike Eva Schmidt. Jedenfalls die meiste Zeit, wenn ich nicht unter „Veronika May“ oder Lilly Crow schreibe 😃.  Ich arbeite aber nicht nur als Schriftstellerin, sondern auch als Drehbuchautorin und manchmal  auch als Journalistin und wohne im wunderschönen Bayern zwischen Bergen und Seen.



Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich wollte schon als Kind Schriftstellerin werden. Weil ich mich aber lange nicht getraut habe, diesen Traum zu leben, bin ich über einige Umwege (unter anderem eine Lehre als Bürokauffrau und ein Psychologie-Studium) zum Schreiben gekommen. Aber ich habe gemerkt, dass mich dieser Wunsch nie losgelassen hat – und irgendwann war es dann soweit. Nachdem ich ein Stipendium bei der Drehbuchwerkstatt München bekommen hatte und dann einige Zeit als Drehbuchautorin tätig war, habe ich meine Ängste und Bedenken über Bord geworfen und einfach  mal drei verschiedene Buch-Ideen an Verlage geschickt. Alle wurden gekauft („Purpurmond“, „Schlehenherz“ und „Amerika liegt im Osten“). Dann hatte ich schlagartig ein neues Problem: Ich musste innerhalb kurzer Zeit drei Romane schreiben  ;)



Deine Bücher sind in komplett verschiedenen Genres angesiedelt, jetzt veröffentlichst du sogar ein Kinderbuch – brauchst du die Abwechslung?
Das auch. Einerseits macht mich Routine tatsächlich kirre, aber der Hauptgrund, warum ich in verschiedenen Themenbereichen schreibe ist: Meine Ideen generieren das Genre. Wenn ich einen Einfall habe, dann bin ich nicht festgelegt auf das, was ich bisher geschrieben habe. Also ich sage nicht: „Ich habe bisher drei Jugendthriller und zwei Fantasybücher geschrieben, ich werde nie etwas anderes schreiben.“ Wenn mir ein entsprechender Einfall kommt, kann alles dabei rauskommen. Zum Beispiel – so wie jetzt – ein Kinderbuch.


Du nutzt verschiedene Pseudonyme beim Veröffentlichen deiner Bücher? Weshalb?

Das Pseudonym „Veronika May“ habe ich mir ausgesucht, weil ich im Genre „Frauenromane“ neu eingestiegen bin und ich unter meinem Namen Heike Eva Schmidt eben schon im Genre „Fantasy“, „Jugendroman“ und „historischer Roman“  schreibe. ZU viele verschiedene Genres unter demselben Namen zu bedienen, finde ich nicht so gut. Natürlich kann es auch sein, dass der Verlag ein Pseudonym vorschlägt, zum Beispiel „Lilly Crow“, weil der Buchtitel englisch ist.



Wie kommen Dir die Ideen zu Deinen Büchern?
Sie überfallen mich – anders kann ich das nicht sagen. Es kommt wirklich manchmal „angeflogen“, wenn ich etwas sehe oder Fetzen eines Gesprächs mitbekomme. Dann reift eine Idee in meinem Kopf und ich „kaue“ ein paar Tage darauf herum. Und wenn ich merke, es trägt, dann wird meist eine Geschichte daraus.



Wo schreibst du am liebsten? Hast du Rituale?
Am liebsten – und eigentlich auch ausschließlich – schreibe ich bei mir zuhause. Dort habe ich einen „Schreibplatz“, der auch wirklich nur dafür da ist. Und einigermaßen aufgeräumt 😀.Mein Ritual ist: auf jeden Fall zuerst einen Milchkaffee (oder einen doppelten), dann lese ich erst einmal das Korrektur, was ich am Vortag geschrieben habe. Kreativ werde ich meist erst später am Nachmittag. Nach noch einem Kaffee ☕

Erzähle uns ein bisschen von deinen Büchern. 
Ich liebe Figuren, die nicht „glatt“ sind. Die also durchaus ihre Macken und Eigenheiten haben. Jede meiner Heldinnen muss durch gewisse Sachen „durch“ – und ich mache es ihnen da echt nicht leicht. Sie haben Kummer, Trauer und Verluste zu verkraften – aber es gibt auch schöne und sehr lustige Erlebnisse. Für mich ist die Mischung wichtig, denn oft liegt unter der Komik eine gewisse Traurigkeit und umgekehrt. Das muss man allerdings gut dosieren und ich hoffe bei jedem Buch immer wieder aufs Neue, dass es mir gelingt.  Alle meine Figuren besitzen einen gewissen (auch manchmal schwarzen) Humor, weil ich glaube, ohne diesen ist der Alltag deutlich schwieriger und man tut gut daran, auch mal herzhaft über sich selbst und diesen Wahnsinn, der sich „Leben“ nennt, zu lachen. Zudem – das gebe ich hier zu – stehe ich eigentlich auf Happy Ends und bin eine „anonyme Romantikerin“. Und auch das liest man (hoffentlich) in meinen Büchern heraus.

Arbeitest du gerade an weiteren Projekten?
Ich schreibe zur Zeit an meinem neuen Frauenroman unter „Veronika May“, der im Sommer 2018 erscheint – und überlege mir schon Ideen für den 2. Band meines Kinderbuchs.  Und die eine oder andere Idee grummelt auch schon wieder im Bauch... Da ich aber parallel noch als Drehbuchautorin tätig bin, geht das alles nicht soooo schnell – sonst dürfte ich überhaupt nicht mehr schlafen!



Wenn du ein Buch beginnst – kennst du das Ende dann schon oder entwickelt sich das beim Schreiben?
Sobald ich anfange, das Exposé zu schreiben (= die Kurzfassung der Geschichte, ohne ein Exposé kauft kein Verlag ein Buch), steht die gesamte Geschichte fest, von Anfang bis Ende samt der Wendepunke. Manchmal ändert sich allerdings die Handlung während des Schreibens noch ein bisschen, es kommen Ideen dazu oder eine Figur will nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Das passiert nämlich auch manchmal, dass die Charaktere ein Eigenleben führen und der Autor dann seinem Charakter folgt – statt umgekehrt.

Was liest du gerne und hast du ein Lieblingsbuch?
Ich lese selbst nur Bücher solcher Genres, die ich selbst NICHT schreibe. Also Belletristik und gerade „Das Café der Existenzialisten“ eine Art dokumentarische Erzählung über die Geschichte der Philosophie. Was ich ebenfalls wirklich sehr gerne gelesen habe, war „Altes Land“ von Dörte Hansen und „Rot“ von Uwe Timm.

Welche Figur aus einem Buch würdest du gerne mal treffen?
Da fällt mir niemand ein. Aber ich würde gerne alle Protagonistinnen aus meinen verschiedenen Büchern an einen Tisch versammeln und mal sehen, wie die Mädels so miteinander klarkommen  - das wäre sicher spannend 

Und noch ein paar schnelle Fragen:

Chaotin oder Perfektionistin?
 Beides! In der Arbeit absolute Perfektionistin – im Alltag oft Chaotin!

Langschläfer oder Frühaufsteher? 
Da fällt die Antwort eindeutig aus; Langschläferin! Wenn man mich lässt. Bei Drehbuchprojekten bin ich dann unfreiwillige Frühaufsteherin! Und damit beantwortet sich auch die nächste Frage:

Kaffee oder Tee?
Kaffee.  Ohne den werde ich morgens nicht wach und renne gegen Türen und Wände   Aber später kommt auch immer eine Kanne grüner Tee dazu. Und im Winter trinke ich kein Wasser, sondern Tee.

Süß oder herzhaft? 
Süß. Geht immer. Muss sogar sein. Sonst werde ich sauer...!

Sommer oder Winter? 
Mhm, also ich sag mal so: eher Sommer. Aber als diesen Winter unser See zwei Wochen so zugefroren war, sodass ich jeden Morgen Schlittschuh laufen konnte – das hatte schon was!

Berge oder Meer? 
Als wohnhafte Bayerin natürlich in erster Linie: Berge. Ich liebe ihre majestätische Ausstrahlung, sie sind so groß und so alt und man kommt – trotz der Höhe – sofort wieder „auf den Boden“, wenn man dort  oben ist. Aber auch hier liebe ich das andere Extrem und es gibt für mich kaum was Schöneres, als im Januar an der Nordsee Urlaub zu machen. Das Meer hat jeden Tag eine andere Grau-Schattierung und der klare Himmel mit den Möwen ist einfach eine Wohltat für Geist und Seele.

Lieblingsfarbe? 
Die des Sommerhimmels am Abend. Und seine Farbe an einem Winter-Morgen, wenn gerade die Sonne aufgeht. Das sind Farben, für die es keinen Namen gibt, das muss man einfach sehen.



Donnerstag, 29. Juni 2017

Throwback Thursday: Purpurmond

Purpurmond 
Heike Eva Schmidt
384 Seiten 


Klappentext:
Als Cat einen alten Halsreif findet, legt sie ihn sich neugierig um. Dumm nur, dass das Schmuckstück mit einem Fluch belegt ist und sie geradewegs in die Vergangenheit befördert. Zu allem Überfluss lässt sich der Kupferreif auch nicht mehr von ihrem Hals entfernen. Wären da nicht die kräuter¬kundige Dorothea und deren Bruder Jakob, der Cats Herz schneller schlagen lässt, würde sie wohl verzweifeln, vor allem, da der Halsreif sich immer enger zusammenzieht …

Meine Meinung:
Angezogen hat mich eigentlich das Cover – die Inhaltsangabe hat mich auch neugierig gemacht, Zeitreiseromane lese ich generell sehr gerne.
Ich habe somit Cat kennengelernt und begleitet. Nach einigem Ärger mit Sina (wie kann man bitte diesen wunderschönen Namen für ein zickiges, bösartiges Mädchen wählen?) legt sie sich einen Halsreif um und die Geschichte nimmt seinen Lauf. Wir landen im mittelalterlichen Bamberg, werden Zeuge der Hexenverfolgung und müssen mit Cat um ihr Leben fürchten, da der Reifen um ihren Hals immer enger wird. Die historische Thematik an sich aber auch die eingeflochtene Geschichte des Fluches fand ich unglaublich toll kombiniert, gut geschrieben und absolut fesselnd.
Es ist amüsant, wie Cat in der Vergangenheit zurecht kommen muss und hat mich durchgehend gut unterhalten. Ich kann dieses Buch wirklich weiter empfehlen und bin froh dass ich es zufällig entdeckt habe.

Dienstag, 20. Juni 2017

Throwback Thursday: Dämonische Verführung




Ich durfte das Buch letztes Jahr im Herbst im Rahmen einer Leserunde lesen - vielen Dank dafür an die Autorin.
Die Geschichte fängt schnell an, ich war von Anfang an gefesselt und das hielt auch durchgehend bis zum Ende. Das Buch hat keine Längen, sondern ist durchgehend witzig, spannend  und gut geschrieben. Der Klappentext hält, was er verspricht, mehr noch: Die Geschichte, in die Nadine Mutas den Leser entführt, ist gut durchdacht mit tollen Details und wunderbaren Figuren.
Die Charaktere wachsen dem Leser schnell ans Herz - Merle ist eine sympathische, junge Frau, die alles versucht, um ihre Schwester zu retten. Rhun, der Dämon, den sie entfesselt, ist ... wow... Vom Äußeren mal abgesehen, hat er mich auch mit seiner Art, seinem Charme und seinem Witz in seinen Bann gezogen. Mehrfach saß ich lachend auf der Couch. 
Auch die Erotik kommt in diesem Buch definitiv nicht zu kurz, wobei auch das absolut stimmig ist. In manchen Büchern wirkt es erzwungen und unpassend, in diesem war es ein wichtiger Bestandteil der Geschichte.
Fazit: von mir gibt eine absolute Leseempfehlung für dieses Buch❤.