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Dienstag, 18. Juli 2017

Mythen & Legenden der Geisterwelt



Unerklärliche Geräusche, Stimmen aus dem Nichts, Kälteschauer in warmen Räumen, Gepolter ohne Ursache?
Bilder fallen von der Wand, man fühlt sich beobachtet oder man spürt eine Anwesenheit, obwohl niemand da ist?

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Gibt es Geister?
Ich kann diese Frage eindeutig mit JAAA! Beantworten.  Warum? Das ist doch ganz logisch:
Wie manche von euch wissen, bin ich ein großer Fan der Harry Potter-Bücher. Ich bin mir GANZ SICHER, dass es Hogwarts wirklich gibt, denn eine so faszinierende Welt kann man sich nicht einfach nur ausdenken. Folglich muss es natürlich auch Geister geben – den Fast Kopflosen Nick, den blutigen Baron, die maulende Myrte und natürlich all die anderen.
Meine Theorie ist völlig einleuchtend, oder?

Bei einer Recherche auf Facebook hat eine Teilnehmerin innerhalb kürzester Zeit 253 Kommentare erhalten - Tendenz steigend. Und die meisten Geschichten waren wirklich mysteriös, seltsam, unerklärlich und teilweise gruselig.




Überall auf der Welt gibt es Geschichten über Erscheinungen von Geistern und Gespenstern.


In Deutschland gibt es z.B. die Legende um Schloss Wittenberg:
Wittenberg erlangte durch Martin Luther Berühmtheit. Heute gilt das Schloss, welches ein Natur- und Völkerkundemuseum beherbergt, als Spukort. Oft soll sich zur Mitternachtsstunde im Schloss die Gestalt einer weißen Frau zeigen.

Einst zeigte sie sich einem jungen Soldaten. Da dieser ein Sonntagskind war, bat sie ihn, ihr zu folgen. Er begleitete die Frau in weiß und gelangte so in eine verborgene Kammer in der eine mit Gold- und Silbermünzen gefüllte Truhe stand. Mit der Weisung, niemals mit jemandem über dieses Begegnung zu sprechen, schenkte sie ihm einen Beutel voller Münzen. Viele Jahre später, nach dem Ende seiner Dienstzeit, heiratete der Soldat. Während der Feierlichkeiten ließ er sich von seinen Gästen dazu überreden, das Geheimnis und die Herkunft seines Reichtums bekannt zu geben. Während er erzählte, klopfte es plötzlich drei mal an das Fenster. Sofort kam ihm in den Sinn, dass dies die weiße Frau aus Schloss Wittenberg war und er sein Versprechen gebrochen hatte.

Von diesem Tage an schien ihm nichts mehr zu gelingen. Sein Erfolg blieb aus und er wurde mit jedem Tag schwächer und kränklicher. Er starb dann schließlich ziemlich plötzlich als armer und gebrochener Mann.


Im Tower of London starben viele Monarchen. Einer von ihnen war der erst dreizehn Jahre alte König Edward V. Als dessen Vater Edward IV starb, beanspruchte sein Onkel Richard, der Herzog von Gloucester, den Thron für sich. Er hat den 13-jährigen Richard und dessen jüngeren Bruder, den Herzog von York, in den Tower bringen lassen. Lord Hastings, ein königlicher Offizier, versuchte das Leben von König Edwad zu schützen, aber ohne Erfolg. Hastings Kopf rollte und die beiden königlichen Brüder wurden im Garten ermordet. Der Platz, auf dem die Ermordung wahrscheinlich statt fand, bekam den Namen: Blutiger Tower. Die Geister der beiden Brüder sollen noch heute in den Gemäuern des Tower of Londons umherspuken.


In Prag können wir den kopflosen Tempelritter treffen, der nachts auf einem weißen Pferd durch die Kopfsteingassen der Prager Altstadt reiten soll – mit seinem Kopf unter dem Arm! Jede Nacht in der Geisterstunde soll der Reiter die Altstadt unsicher machen und schon von weitem kann man das rote Kreuz auf seiner Brust erkennen.
Es heißt, wenn man dem kopflosen Ritter begegne, müsse man sich erst seinem riesigen Schimmel mutig in den Weg stellen, dem Ritter sein Schwert entreißen und es ihm durch das Herz stoßen, um selbst mit dem Leben davon zu kommen.


Das sind nur drei von zahlreichen Erzählungen. Es war unglaublich interessant und teilweise gruselig, die diversen Geschichten zu lesen.

Aber nun bleibt die Frage: warum gibt es Geister und weshalb geistern wir nicht alle nach unserem Ableben zwischen den Lebenden umher?
Nicht jeder Geist muss einen qualvollen Tod erlebt haben. Was ist geschehen, dass der Verstorbene keine Ruhe findet? Was möchte er uns mit seinem Erscheinen sagen?

Um nochmal nach Hogwarts zu gehen: die maulende Myrte wurde oft gehänselt, insbesondere von einer Mitschülerin namens Olive Hornby .
Als Olive sie mal wieder fertig gemacht hatte, verzog Myrte sich unglücklicherweise ausgerechnet auf das Mädchenklo mit dem geheimen Zugang zur Kammer des Schreckens. Dort traf sie der Blick des Basilisken unerwartet und tötete sie sofort.  Myrte selbst aber wusste, dass eigentlich Olive Hornby an ihrem Tod schuld war: Ihr verletzender Spott hatte Myrte ja in das tödliche Versteck getrieben.
Sie beschloss deshalb, diese Olive als Geist zu verfolgen und sich auf diese Weise bitter an ihr zu rächen.

Anscheinend können sich manche Seelen nicht von der Erde lösen und wandern umher – weil sie sich nicht lösen können oder eine Aufgabe zu erfüllen haben.

Warum habe ich euch das ganze erzählt? Nun ja, wie ihr euch wahrscheinlich vorstellen könnt, handelt „Das Funkeln der Nacht“ von Thalea Storm tatsächlich auch von Geistern. ABER: ich bin kein Fan davon gespoilert zu werden, deshalb sage ich jetzt nicht mehr viel dazu, außer: Lest es!


Es ist mystisch, geheimnisvoll, sehr emotional und mitreißend – ich habe den ersten Teil verschlungen und freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil, auf den ich leider noch viel zu lange warten muss.

Quellen:
www.prag.de
www.geisterundgespenster.de
www.harry-potter.wikia.com

Freitag, 14. Juli 2017

Frage-Freitag: Marc Short




Lieber Marc, stelle Dich bitte kurz vor:
Hallo & vielen Dank. Mein Name ist Marc, Marc Short. Ich schreibe Lyrik, Kurzgeschichten - meine sogenannten Shorts Short Storys - und Romane im Bereich Fantasy / Mystery, teils mit einer Prise Erotik ….



Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Seit ich Buchstaben zu Worten verbinden kann, lese ich. Ich liebte es also schon immer, zu lesen. Und bald gesellte sich auch das Schreiben dazu. Dabei begann ich mit Lyrik und Geschichten zu Wettbewerben. Doch in meinem Kopf waren Geschichten für mehr als nur ein paar Seiten und für längere Storys … so begann ich meinen ersten Roman.

Wie kommen Dir die Ideen zu Deinen Büchern?

Filme, Bücher, Geschichten und Legenden, ich glaube, all das was ich lese und erlebe, worüber ich nachdenke und einmal nachdachte, verbindet sich und webt dann eine ganz eigene Geschichte. Besonders, wenn ich Einträge zu Mythen und Geschichten lese, fängt meine Fantasy ganz von selbst an, daraus Ableitungen und weitere Geschichten zu produzieren. So kam es damals auch, dass ich mir die Frage stellte, was passiert wenn zwei Mächte aufeinandertreffen, die sich gleich sind - Götter und Vampire, beide unsterblich, beide machtvoll und charakterstark.

Wo schreibst du am liebsten? Hast du Rituale?

Ich habe schon in Gärten, in Cafés und an anderen Orten geschrieben. Aber am liebsten noch immer daheim. Aber wer weiß, wo das Schreiben noch hinführt. Denn das ist ja auch das Schöne: Schreiben kann man wie Lesen: im Grunde überall. …

Zum Thema Rituale: Wenn ich beim Schreiben gar nicht weiterkomme, mache ich Sport und meistens führt das dazu, dass ich wieder bei meiner Geschichte lande und eine zündende Idee habe. So kann ich entweder gleich oder nach dem Duschen das Schreiben fortsetzen.

Erzähle uns ein bisschen von deinen eigenen Werken.

Mein Debütroman „Im Bann der Finsternis: Mercure - der Bote des Lichts“ ist heuer ein Jahr alt geworden. Dabei geht es um den Götterboten Mercure und die Vampirin Serenety, die bald zwischen ihren Gefühlen hin- u. hergerissen ist. Denn ihre Treue galt bisher allein dem Vampyr-König Vulcano, dessen Tochter sie ist.



Bei der Short Story Reihe „DIE STURMNACHT“ geht es um die Meerfrau Amphitrite und Nicolas Brighton. Poseidons Stürme lassen die STURMNACHT im Meer versinken und Amphitrite wird dabei auf Nicolas aufmerksam. Ist er der gefallene Stern, auf den sie schon so lange gewartet hat? (Derzeit schreibe ich den letzten Teil dieser Short Story Trilogie).

„Schatten über dem Amazonental“ ist eine Short Story, die gerade ein Cover-Update bekommen hat. Sie ist derzeit noch als Gratis-Download verfügbar und beinhaltet mit dem Amazonental bereits einen Schauplatz aus Band 2 von „Im Bann der Finsternis“. Die Geschichte kann unabhängig von den Bänden gelesen werden.



Arbeitest du gerade an weiteren Projekten?

Derzeit liegt meine Konzentration auf Band 3 von der Roman-Reihe „Im Bann der Finsternis“. Nachdem Band 2 sich um den Kriegsgott Mars dreht, wende ich mich in Band 3 insbesondere der Göttin Venus zu.

Auch bei meinen Short Storys dreht sich alles um Teil 3. Hier geht es um die STURMNACHT-Reihe. Teil 1 und 2 sind schon veröffentlicht, bei Teil 3 habe ich den Anfang und das Ende, nur der Mittelteil steht sozusagen noch ein wenig in den Sternen.

Wenn du ein Buch beginnst – kennst du das Ende dann schon oder entwickelt sich das beim Schreiben?

Manchmal beginnt bei mir alles mit einem Titel, manchmal mit einem Satz oder Absatz. Das Ende kenne ich manchmal nur vage, beziehungsweise, ich weiß wohin der Weg gehen soll. Die Schritte dazwischen entwickeln sich im Schreibprozess und können einen Schluss auch mal ganz anders ausgehen lassen. :)

Was liest du gerne und hast du ein Lieblingsbuch?

Besonders viel lese ich im Bereich Fantasy. Dabei ist es egal, ob es Romance, Mystery, Dark Fantasy oder eine Mischung mit Dystopie etc. ist. Treu bleibe ich auch der größten Science-Fiction-Serie der Welt: Perry Rhodan. Wer die Serie kennt, weiß, dass allein sie schon ein mehr als wochenfüllendes Programm zur Verfügung stellt.

Welche Figur aus einem Buch würdest du gerne mal treffen?

Da wäre dann tatsächlich der Mann, der die Menschheit erfolgreich ins All geführt hat: Perry Rhodan. Und weißt du, welche Antwort mich besonders interessieren würde? Die Antwort auf die Frage, wann seine Geschichte und die der Menschheit endlich verfilmt wird! Oder in welches Parallel-Universum ich dazu reisen muss … welches meiner Ichs ich treffen müsste, dass mir davon erzählen kann … Aber genug von wenn, wäre und müsste.

Zurück in der Gegenwart möchte ich dir für deine interessanten Fragen danken! Es hat mir Spaß gemacht, sie zu beantworten.

Bilder: 
www.marcshort.de
bigstockphoto.com (Cover)




Donnerstag, 13. Juli 2017

Throwback Thursday: Im Bann der Finsternis








Klappentext:
Die Menschheit ist nahezu ausgerottet und eine Auseinandersetzung zwischen Göttern und Vampyren scheint unvermeidbar. Mercure, der Götterbote, will als Vermittler auftreten und kommt dabei der Vampyrin Serenety gefährlich nahe.

Kann der Bote sich auf sie einlassen, ohne seine Aufgabe aus den Augen zu verlieren? Ohne so erst recht einen Krieg zu provozieren?

Und wird Serenety sich auf seine Seite und damit gegen ihren Vater, den Vampyr-König, stellen?



Meine Meinung:
Ich durfte das Buch vergangenes Jahr im Rahmen einer Leserunde lesen. Als erstes vorab: eine schöne Story mit einer guten Grundidee.

Marc Short wirft den Leser direkt in die Geschichte - es dauert etwas, bis man ganz angekommen ist. Für mich war das Buch anfangs schwierig zu lesen, weil sich die Szenen oft rasant ändern - meiner Meinung nach muss man konzentrierter bei der Sache bleiben als bei anderen Büchern, die sich leichter weglesen lassen; andererseits erzeugen die verschiedenen Szenerien und Sichtweisen auch Spannung.

Leicht enttäuscht wurde ich davon, dass der Autor einige Dinge im Buch nicht weiter verfolgt hat, die aus meiner Sicht absolut interessant waren. Ich glaube, dass einige dieser Dinge im zweiten Band aufgeklärt werden. Ebenso waren mir einige Handlungen und Motive nicht ganz schlüssig und für mich nicht so nachvollziehbar.


Okay, das hört sich auf den ersten Blick nicht nach einer absoluten Empfehlung an. Dennoch: Marc Short hat einen ganz besonderen, bildhaften Schreibstil.


Eine weitere Bewertung auf Amazon:

Dark Fantasy vom Feinsten, eine düstere, unheimliche Liebesgeschichte zwischen einem Gott und einer Vampir-Dame. Die beiden Hauptakteure sind interessant und vielfältig angelegt. Leider sind ein paar der anderen Figuren zu flach und auch die Logik leidet ab und zu ein bisschen, daher nur 4 Sterne. Trotzdem empfehlenswert für alle Dark-Fantasy-Fans und für Freunde von außergewöhnlichen Liebesgeschichten.


Besonders hervorheben möchte ich, dass Marc Short ein Autor ist, der mit Kritik ganz hervorragend umgeht und versucht, daran zu wachsen. Nach meinen Kritikpunkten in der Leserunde durfte ich bereits Band 2 testlesen und ich muss sagen, dass sich Marc viele Anmerkungen der gesamten Leserunde zu Herzen genommen hat. Der zweite Band ist mystisch, poetisch und wirklich gut zu lesen.

Freitag, 7. Juli 2017

Frage-Freitag: Clara Gabriel





Liebe Clara, stelle dich doch bitte kurz vor.
Gern! Hallo, ich bin Clara Gabriel, 38 Jahre alt, glücklich verheiratet und ganz frischgebackene Autorin und Selfpublisherin. Mein erster Roman „Postkarten an Dora“ ist vorgestern erschienen, deshalb freue ich mich sehr über dieses Interview. (Mein allererstes, yay, Konfetti!!!) Zurzeit ist für mich alles sehr neu, aufregend und spannend.



Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Eigentlich habe ich mir schon als Kind gerne Geschichten ausgedacht und sie aufgeschrieben. Aber das Schreiben war für mich immer nur ein ganz privates Hobby, bis mir in unserem Keller eine alte Postkartensammlung aus der Zeit von 1905-1913 in die Hände fiel, die mein Vater vor etlichen Jahren geerbt hatte. Ich stellte fest, dass die meisten Karten an die gleiche Person adressiert waren: Dora Neumann. Die ältesten Karten gingen an verschiedene Adressen in London, die meisten aber ab 1907 an ihre Adresse in der Reconquista 322, Buenos Aires.
Das hat meine Neugier geweckt und ich wollte wissen: wer war diese Frau, die vor über hundert Jahren nach Argentinien ausgewandert ist? –das ist ja selbst heutzutage immer noch ungewöhnlich. In der damaligen Zeit muss es ein riesengroßes Abenteuer gewesen sein. Und so begann ich zu recherchieren, doch alle Spuren endeten im Nichts. Trotzdem hat mich Dora nicht mehr losgelassen, ich war regelrecht verliebt in diese unbekannte Frau und hab manchmal sogar von ihr geträumt. Ich sage immer: „Ich bin von ihr besessen!“ und das meine ich ganz positiv. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an Dora denke. Und so entstand irgendwann die Idee, mir ihre Geschichte einfach selbst auszumalen und einen Roman daraus zu machen.



Erzähle uns bitte ein bisschen über dein Buch.
„Meine“ Dora ist eine junge, sehr eigenwillige Frau. Sie ist am Anfang des Buchs gerade mal 17 und ihr Vater will, dass sie Lehrerin wird. Eigentlich ein sehr moderner Vater, denn arbeitende Frauen sind Anfang des 20. Jahrhunderts noch eine Seltenheit, zumindest auf dem Land. Aber Dora hat andere Pläne, denn sie träumt von einer großen Karriere als gefeierte Schauspielerin im fernen Amerika. Und sie hat eine große Schwäche: Dora sammelt Postkarten von exotischen Orten und berühmten Stars und Sternchen der damaligen Zeit. Deshalb lässt sie sich zu einer großen Dummheit hinreißen. Als sie aufzufliegen droht, entscheidet sie sich, einfach fortzulaufen und nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand. Ein bisschen zu naiv vielleicht, denn sie stellt schnell fest, dass ihr Geld nicht für eine Schiffspassage nach Amerika reicht. Gott sei Dank trifft sie auf Martha Löwenstein, eine ausgebildete Tänzerin, die Dora unter ihre Fittiche nimmt. Und ab da nehmen die Dinge ihren ganz eigenen Lauf.
Das Buch handelt von einer jungen Frau, die bereit ist, für ihre Träume zu kämpfen. Sie will mit dem Kopf durch die Wand und übersieht dabei, dass nichts so leicht ist, wie sie es sich ausgemalt hat. Außerdem hat sie ein Händchen dafür, sich die falschen Männer auszusuchen… Aber sie ist ein echtes Stehaufmännchen, und lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Dora ist kess und nicht auf den Mund gefallen. Zur Not flunkert sie, dass sich die Balken biegen, aber sie ist dabei immer charmant. Ich glaube, sie ist einfach ein bisschen so, wie wir alle gern wären: mutig und frei und ein bisschen wild.
Zumindest wäre ich manchmal gern ein bisschen mutiger, siehe nächste Frage. ;)


Wie hat dein Umfeld reagiert, als sie erfahren haben, dass du ein Buch schreibst?
Gar nicht, da es nur die allerengsten Vertrauten wussten. Ich war da ein bisschen  feige schüchtern und wollte erstmal abwarten, ob es irgendwann überhaupt mal ein Buch geben wird. Aber meine Eltern und mein Mann wussten natürlich Bescheid und standen die ganze Zeit voll hinter mir. Und ich hatte während des Schreibens meinen Coach Rainer Wekwerth an meiner Seite, der eigentlich nur dafür da war, meine enormen Selbstzweifel zu zerstreuen und mir gut zu zu reden. (Danke, Rainer!)

Hattest du sie Geschichte von Anfang an im Kopf durchgeplant oder entwickelte sie sich beim Schreiben?
Ja und nein. Ich habe die Geschichte komplett geplotted, aber während des Schreibens hat sie eine ganz eigene Dynamik entwickelt. Situationen oder Sätze, die ich für die Charaktere vorgesehen hatte, kamen auf einmal ganz anders raus. Irgendwann kam der Punkt, an dem ich entschied, nicht mehr zu planen, was Dora sagen soll, sondern einfach darauf zu hören, was sie sagen will. –das klingt jetzt vielleicht ein bisschen schizophren, aber es war wirklich so, dass Dora im Laufe des Buchs ihren eigenen Kopf entwickelt hat. Sie hat sich dann nicht mehr einfach irgendwas in den Mund legen lassen, sondern hat Sätze gesagt, auf die ich nicht im Traum gekommen wäre. Ich war bloß noch das Werkzeug, das sie brauchte, um ihre Worte zu Papier zu bringen. Und nein, ich bin NICHT verrückt! –oder doch?!? Seit ich Dora „kenne“, zweifle ich ein bisschen daran…😀

Wo schreibst du am liebsten? Hast du Rituale?
Tatsächlich schreibe ich am liebsten erstmal von Hand, während ich auf der Couch sitze und tippe es dann später ab. Dabei redigiere ich mich das erste Mal selbst und merke: Moment, da hakt was, der Satz klingt scheiße.

Arbeitest du schon an weiteren Projekten?
Ja, ich arbeite am zweiten Teil von Doras Geschichte und Band 3 ist in Planung. Außerdem waren in dem alten Album noch fünf Postkarten an eine gewisse „Minna“ in Südafrika. Und es brennt mir schon unter den Nägeln, sie in die Wildnis zu schicken! *diabolisches Grinsen* Die gute Minna ist nämlich das komplette Gegenteil von Dora und ein bisschen schüchtern. Und ich stelle es mir sehr lustig vor, eine unsichere, gehemmte Frau im Jahre 1905 nach Afrika reisen zu lassen. –mutterseelenallein, all die wilden Tiere, vor denen sie sich fürchten kann, die fremden Gerüche, Orte, Sprachen…traumhaft! Da geht sofort meine Fantasie mit mir durch. 😀
Außerdem habe ich eine Website, ähnlich wie ein Blog, auf der ich nach und nach alle 192 historischen Ansichtskarten aus Doras Sammlung veröffentlichen werde. Da gibt es noch reichlich zu tun, langweilig wird mir also so schnell nicht mehr. Wer sich für die Original-Postkarten, die mich zum Buch inspiriert haben, interessiert, darf gerne mal reinschauen: www.doras-postkarten.de


Was liest du gerne und hast du ein Lieblingsbuch?
Man soll’s kaum glauben, aber persönlich habe ich einen eher männlichen Lesegeschmack. Ich mag zum Beispiel Hemingway oder Hunter S. Thompson. Und ich habe eine große Schwäche für die Scheibenwelt-Bücher von Terry Pratchett.
Aber mein absolutes Lieblingsbuch ist und bleibt Goethes Faust. –vermutlich, weil ich in der Schule nicht gezwungen wurde, ihn zu lesen, sondern ihn als Erwachsene freiwillig für mich entdecken durfte. Der Faust ist einfach zeitlos und da findet sich zu jeder Lebenslage das passende Zitat.

Welche Figur aus einem Buch würdest du gerne mal treffen?
Ich würde sehr gern mal Sam Mumm auf seiner Nachtwache begleiten und mit ihm durch die Straßen von Ankh-Morpork schlendern. Und natürlich meine Dora. Ich hätte so unendlich viele Fragen an sie…


Ein paar schnelle Fragen:

Chaotin oder Perfektionistin?
Chaotin!
Langschläfer oder Frühaufsteher?
Frühaufsteher
Kaffee oder Tee?
Kaffee! VIEL Kaffee!!!
Sommer oder Winter?
Egal. Hauptsache Wetter!
Berge oder Meer?
Beides! Aber wenn ich wählen muss: Meer.
Farbe deiner Zahnbürste?😉
Weiß mit einem kleinen türkisen Aufsteckring zum Wiedererkennen. 😀



Mittwoch, 5. Juli 2017

Monatsrückblick Juni




Zeit für meinen Rückblick in den Monat Juni. So gerne ich lese… Mein Highlight in diesem Monat war dennoch der Umzug in unser Haus – auch wenn es immer noch alles absolut chaotisch ist, sind wir absolut glücklich 😍 🎊 🎉.
Somit beschränkte sich mein Lesegenuss  im Juni auf „nur“ 8 Bücher, die aber allesamt wirklich richtig gut waren. Deshalb wird es diesen Monat auch erstmals keine Einteilung geben wie sonst – die Bücher waren alle TOP-BÜCHER.

Was ich alles erlebt habe:
Ich habe gelernt, mein Mördergen zu akzeptieren, habe Luca & Allegra kennengelernt, deren Liebe nicht sein durfte und wollte mit Aschenkindel keine Prinzessin sein. Ich wurde ins Reich der sieben Höfe entführt, habe Cress und Winter kennengelernt und sie im Kampf gegen die böse Lunarier-Königin begleitet und habe nach einem Schicksalsschlag ins Leben zurückfinden müssen.

Rhapsodie in schwarz 
Sophie Jordan
Der zweite Teil der Reihe schließt direkt an den ersten Teil an – es wird ein bisschen wiederholt, was ich nicht schlecht fand, um wieder in die Geschichte zu kommen. Anfangs fand ich die Gefühle und Gedanken von Davy nachvollziehbar und fühlte mit ihr, allerdings nahm das ganze irgendwann zu viel Platz ein.Durch den Wechsel des Settings lernen wir viele neue Charaktere kennen.
Gut hat mir die Einleitung in die jeweiligen Kapitel gefallen – Zeitungsausschnitte oder Zusammenfassungen von Gesprächen, sodass man als Leser ein bisschen auf dem Laufenden bleibt, was die Haltung zum Mördergen in Amerika betrifft – denn leider dreht sich in diesem Band viel zu viel nur um Davy, die restliche Welt wird fast außen vor gelassen. Es ist nicht so, dass mich das Buch nicht unterhalten hat: es war interessant und gut zu lesen, ich fand es spannend und auch überraschend.
Allerdings ging mir das Ende viel zu schnell – ich war komplett überrascht, wie schnell sich das Grundproblem dieser Dystopie lösen liess.
Alles in allem war die Dilogie eine gute Dystopie, mit einem absolut genialen ersten Teil und einem zweiten Teil, der mich zwar nicht komplett begeistert konnte, aber mich über weite Strecken gut unterhalten hat.

Luca & Allegra  - Liebe keinen Montague" 
Stefanie Hasse 
Eine moderne Version von Romeo und Julia, die mich gut unterhalten hat!💕
Das Buch lässt sich unglaublich schnell weglesen  (es hat allerdings auch nur 213 Seiten). Der Aufbau des Buches ist dem Original angelehnt, was ich sehr charmant fand.
Die Charaktere, auch die Nebencharaktere, fand ich durchweg sympathisch.
Allegra hat meiner Meinung nach viele Dinge schnell hingenommen, bei denen ich mir doch mehr Überraschung und Reaktion erhofft hätte, das ist aber nur eine kleine Kritik am Rande.
Spätestens ab der Mitte des Buches nahm die Geschichte Fahrt auf, wurde spannend und dramatisch sodass ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte.
Ich war sehr gespannt auf das Ende, das die Autorin meiner Meinung nach sehr gut gelöst hat.

Aschenkindel
Halo Summer
Solltet ihr das Buch also noch nicht kennen: Holt es von eurem SUB oder kauft es, es ist wirklich absolut empfehlenswert 💕💕💕!
Schon der Einstieg in das Buch hat mich begeistert. Es fängt direkt anders an, als man es von einem "Märchen" erwartet - ich habe schon auf der ersten Seite gemerkt, dass der Humor und der Schreibstil genau meinen Geschmack treffen. Zum Glück zieht sich das durch das ganze Buch. Aschenputtel in Fantasy und modern, dazu jede Menge Spass, Sarkasmus, tolle Ideen, liebenswerte Charaktere  (ich vergöttere die gute Fee und Aschenkindel) und eine Portion Lebensweisheit zum Glück.

Das Reich der sieben Höfe“ 
Sarah J. Maas
Eine absolute Leseempfehlung für „Das Reich der sieben Höfe“ und ich muss mir unbedingt den zweiten Band besorgen.
Sarah J. Maas hat mich schon mit Throne of Glass begeistert – auch diese Geschichte hat mich absolut überzeugt: eine tolle Welt, wunderbare Charaktere (stark, lustig, böse, überraschend) und eine märchenhafte Geschichte. Ich könnte euch jetzt sagen, an welches Märchen mich „Das Reich der sieben Höfe“ erinnert – das mache ich nicht, aber nur, damit euch die Überraschung nicht verdorben wird😉
Der Schreibstil der Autorin ist toll – aber damit habe ich nach ihren bisherigen Büchern auch gerechnet.

The Beauty of Darkness 
Mary E. Pearson  

Ich war froh, als ich nach einigen Seiten merkte, dass ich das englische Buch relativ gut und ohne Schwierigkeiten lesen konnte.
Auch der dritte Teil hat mich durchgängig begeistert – die Autorin hat ein unglaubliches Talent dafür, Wendungen einzubauen, mit denen man so nicht unbedingt rechnet. Die Charaktere haben sich glaubhaft und stark verändert und die Entwicklung, die einige von Ihnen gegangen sind, habe ich einfach geliebt.

Ich war begeistert, wie die Autorin die Fäden der ersten Bücher zusammengeführt hat und alle noch offenen Rätsel gelöst hat. Und das Ende? Ich fand es einfach perfekt und hat mich absolut zufrieden zurück gelassen.
Für mich war das Buch ein grandioser Abschluss einer wirklich grandiosen Trilogie❤.

Wie Sterne so golden 
Wie Schnee so weiß 
Marissa Meyer 
Ich kann die gesamte Reihe absolut empfehlen.  Märchen mal anders erzählt mit fantastischen, unterschiedlichen Persönlichkeiten, die im Laufe der Geschichte wachsen und reifen.
Aschenputtel, Rotkäppchen, Rapunzel und Schneewittchen – dazu natürlich noch mehrere Wölfe, ein Märchenprinz, eine böse Königin, Raumschiffe, Satelliten und eine Eskortdroidin, die man einfach gern haben muss…
Märchen trifft Science Fiction und das ergibt eine unglaublich tolle Geschichte😍.
Nach und nach finden alle zusammen um gegen die böse Lunarier-Königin Levana zu kämpfen – dank der abwechselnden Perspektiven begleitet man irgendwie alle Figuren, auch wenn sie voneinander getrennt sind.

Das Funkeln der Nacht 
Thalea Storm 
Wow, auf was habe ich mich da nur eingelassen. Thalea Storm transportiert Emotionen pur.
Schon nach dem Prolog war ich völlig fertig. Seitdem ich Familie habe, reagiere ich emotionaler auf manche Bücher und Filme, das weiss ich und hier hat es mich wieder voll erwischt.
Die Charaktere sind großartig ausgearbeitet – ich habe mit verschiedenen von Ihnen gelitten und gefühlt. Die Geschichte ging mir absolut unter die Haut und einige Zeilen waren so genial geschrieben, dass ich sie in meinem Reader markiert habe, was ich sonst so gut wie NIE mache.
Dennoch ist das Buch ständig geheimnisvoll , man ist gespannt was passieren wird. Leider endet die Geschichte (es handelt sich um eine Trilogie) mittendrin (natürlich) mit einem absolut fiesen Cliffhanger. Es bleibt mir gar nichts anderes übrig, als das zweite Buch zu lesen. Ich gebe zu, dass ich nicht ahne, in welche Richtung das ganze läuft und wie sich die einzelnen Charaktere entwickeln – und das finde ich ganz wunderbar und überraschend.
Twilight (Nein,keine Vampire), Zurück ins Leben geliebt , Friedhof der Kuscheltiere, Wen der Rabe ruft – könnt ihr euch eine Mischung aus diesen Büchern vorstellen? Nicht falsch verstehen, „Das Funkeln der Nacht“ ist kein Abklatsch eines der genannten Bücher, absolut nicht. Aber irgendwie hat jedes der Bücher seinen Sinn in dieser Rezension – mehr oder weniger.
Mich hat das Buch, insbesondere die unglaubliche Schreibweise, gefangen genommen zutiefst berührt und zum Nachdenken gebracht.

Noch Fragen?
Gerne erzähle ich euch mehr über die Bücher oder freue mich über sie zu reden.

Freitag, 30. Juni 2017

Frage-Freitag: Heike Eva Schmidt




Liebe Heike, stelle dich doch bitte kurz vor:
Hallo, ich bin Heike Eva Schmidt. Jedenfalls die meiste Zeit, wenn ich nicht unter „Veronika May“ oder Lilly Crow schreibe 😃.  Ich arbeite aber nicht nur als Schriftstellerin, sondern auch als Drehbuchautorin und manchmal  auch als Journalistin und wohne im wunderschönen Bayern zwischen Bergen und Seen.



Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich wollte schon als Kind Schriftstellerin werden. Weil ich mich aber lange nicht getraut habe, diesen Traum zu leben, bin ich über einige Umwege (unter anderem eine Lehre als Bürokauffrau und ein Psychologie-Studium) zum Schreiben gekommen. Aber ich habe gemerkt, dass mich dieser Wunsch nie losgelassen hat – und irgendwann war es dann soweit. Nachdem ich ein Stipendium bei der Drehbuchwerkstatt München bekommen hatte und dann einige Zeit als Drehbuchautorin tätig war, habe ich meine Ängste und Bedenken über Bord geworfen und einfach  mal drei verschiedene Buch-Ideen an Verlage geschickt. Alle wurden gekauft („Purpurmond“, „Schlehenherz“ und „Amerika liegt im Osten“). Dann hatte ich schlagartig ein neues Problem: Ich musste innerhalb kurzer Zeit drei Romane schreiben  ;)



Deine Bücher sind in komplett verschiedenen Genres angesiedelt, jetzt veröffentlichst du sogar ein Kinderbuch – brauchst du die Abwechslung?
Das auch. Einerseits macht mich Routine tatsächlich kirre, aber der Hauptgrund, warum ich in verschiedenen Themenbereichen schreibe ist: Meine Ideen generieren das Genre. Wenn ich einen Einfall habe, dann bin ich nicht festgelegt auf das, was ich bisher geschrieben habe. Also ich sage nicht: „Ich habe bisher drei Jugendthriller und zwei Fantasybücher geschrieben, ich werde nie etwas anderes schreiben.“ Wenn mir ein entsprechender Einfall kommt, kann alles dabei rauskommen. Zum Beispiel – so wie jetzt – ein Kinderbuch.


Du nutzt verschiedene Pseudonyme beim Veröffentlichen deiner Bücher? Weshalb?

Das Pseudonym „Veronika May“ habe ich mir ausgesucht, weil ich im Genre „Frauenromane“ neu eingestiegen bin und ich unter meinem Namen Heike Eva Schmidt eben schon im Genre „Fantasy“, „Jugendroman“ und „historischer Roman“  schreibe. ZU viele verschiedene Genres unter demselben Namen zu bedienen, finde ich nicht so gut. Natürlich kann es auch sein, dass der Verlag ein Pseudonym vorschlägt, zum Beispiel „Lilly Crow“, weil der Buchtitel englisch ist.



Wie kommen Dir die Ideen zu Deinen Büchern?
Sie überfallen mich – anders kann ich das nicht sagen. Es kommt wirklich manchmal „angeflogen“, wenn ich etwas sehe oder Fetzen eines Gesprächs mitbekomme. Dann reift eine Idee in meinem Kopf und ich „kaue“ ein paar Tage darauf herum. Und wenn ich merke, es trägt, dann wird meist eine Geschichte daraus.



Wo schreibst du am liebsten? Hast du Rituale?
Am liebsten – und eigentlich auch ausschließlich – schreibe ich bei mir zuhause. Dort habe ich einen „Schreibplatz“, der auch wirklich nur dafür da ist. Und einigermaßen aufgeräumt 😀.Mein Ritual ist: auf jeden Fall zuerst einen Milchkaffee (oder einen doppelten), dann lese ich erst einmal das Korrektur, was ich am Vortag geschrieben habe. Kreativ werde ich meist erst später am Nachmittag. Nach noch einem Kaffee ☕

Erzähle uns ein bisschen von deinen Büchern. 
Ich liebe Figuren, die nicht „glatt“ sind. Die also durchaus ihre Macken und Eigenheiten haben. Jede meiner Heldinnen muss durch gewisse Sachen „durch“ – und ich mache es ihnen da echt nicht leicht. Sie haben Kummer, Trauer und Verluste zu verkraften – aber es gibt auch schöne und sehr lustige Erlebnisse. Für mich ist die Mischung wichtig, denn oft liegt unter der Komik eine gewisse Traurigkeit und umgekehrt. Das muss man allerdings gut dosieren und ich hoffe bei jedem Buch immer wieder aufs Neue, dass es mir gelingt.  Alle meine Figuren besitzen einen gewissen (auch manchmal schwarzen) Humor, weil ich glaube, ohne diesen ist der Alltag deutlich schwieriger und man tut gut daran, auch mal herzhaft über sich selbst und diesen Wahnsinn, der sich „Leben“ nennt, zu lachen. Zudem – das gebe ich hier zu – stehe ich eigentlich auf Happy Ends und bin eine „anonyme Romantikerin“. Und auch das liest man (hoffentlich) in meinen Büchern heraus.

Arbeitest du gerade an weiteren Projekten?
Ich schreibe zur Zeit an meinem neuen Frauenroman unter „Veronika May“, der im Sommer 2018 erscheint – und überlege mir schon Ideen für den 2. Band meines Kinderbuchs.  Und die eine oder andere Idee grummelt auch schon wieder im Bauch... Da ich aber parallel noch als Drehbuchautorin tätig bin, geht das alles nicht soooo schnell – sonst dürfte ich überhaupt nicht mehr schlafen!



Wenn du ein Buch beginnst – kennst du das Ende dann schon oder entwickelt sich das beim Schreiben?
Sobald ich anfange, das Exposé zu schreiben (= die Kurzfassung der Geschichte, ohne ein Exposé kauft kein Verlag ein Buch), steht die gesamte Geschichte fest, von Anfang bis Ende samt der Wendepunke. Manchmal ändert sich allerdings die Handlung während des Schreibens noch ein bisschen, es kommen Ideen dazu oder eine Figur will nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Das passiert nämlich auch manchmal, dass die Charaktere ein Eigenleben führen und der Autor dann seinem Charakter folgt – statt umgekehrt.

Was liest du gerne und hast du ein Lieblingsbuch?
Ich lese selbst nur Bücher solcher Genres, die ich selbst NICHT schreibe. Also Belletristik und gerade „Das Café der Existenzialisten“ eine Art dokumentarische Erzählung über die Geschichte der Philosophie. Was ich ebenfalls wirklich sehr gerne gelesen habe, war „Altes Land“ von Dörte Hansen und „Rot“ von Uwe Timm.

Welche Figur aus einem Buch würdest du gerne mal treffen?
Da fällt mir niemand ein. Aber ich würde gerne alle Protagonistinnen aus meinen verschiedenen Büchern an einen Tisch versammeln und mal sehen, wie die Mädels so miteinander klarkommen  - das wäre sicher spannend 

Und noch ein paar schnelle Fragen:

Chaotin oder Perfektionistin?
 Beides! In der Arbeit absolute Perfektionistin – im Alltag oft Chaotin!

Langschläfer oder Frühaufsteher? 
Da fällt die Antwort eindeutig aus; Langschläferin! Wenn man mich lässt. Bei Drehbuchprojekten bin ich dann unfreiwillige Frühaufsteherin! Und damit beantwortet sich auch die nächste Frage:

Kaffee oder Tee?
Kaffee.  Ohne den werde ich morgens nicht wach und renne gegen Türen und Wände   Aber später kommt auch immer eine Kanne grüner Tee dazu. Und im Winter trinke ich kein Wasser, sondern Tee.

Süß oder herzhaft? 
Süß. Geht immer. Muss sogar sein. Sonst werde ich sauer...!

Sommer oder Winter? 
Mhm, also ich sag mal so: eher Sommer. Aber als diesen Winter unser See zwei Wochen so zugefroren war, sodass ich jeden Morgen Schlittschuh laufen konnte – das hatte schon was!

Berge oder Meer? 
Als wohnhafte Bayerin natürlich in erster Linie: Berge. Ich liebe ihre majestätische Ausstrahlung, sie sind so groß und so alt und man kommt – trotz der Höhe – sofort wieder „auf den Boden“, wenn man dort  oben ist. Aber auch hier liebe ich das andere Extrem und es gibt für mich kaum was Schöneres, als im Januar an der Nordsee Urlaub zu machen. Das Meer hat jeden Tag eine andere Grau-Schattierung und der klare Himmel mit den Möwen ist einfach eine Wohltat für Geist und Seele.

Lieblingsfarbe? 
Die des Sommerhimmels am Abend. Und seine Farbe an einem Winter-Morgen, wenn gerade die Sonne aufgeht. Das sind Farben, für die es keinen Namen gibt, das muss man einfach sehen.



Donnerstag, 29. Juni 2017

Throwback Thursday: Purpurmond

Purpurmond 
Heike Eva Schmidt
384 Seiten 


Klappentext:
Als Cat einen alten Halsreif findet, legt sie ihn sich neugierig um. Dumm nur, dass das Schmuckstück mit einem Fluch belegt ist und sie geradewegs in die Vergangenheit befördert. Zu allem Überfluss lässt sich der Kupferreif auch nicht mehr von ihrem Hals entfernen. Wären da nicht die kräuter¬kundige Dorothea und deren Bruder Jakob, der Cats Herz schneller schlagen lässt, würde sie wohl verzweifeln, vor allem, da der Halsreif sich immer enger zusammenzieht …

Meine Meinung:
Angezogen hat mich eigentlich das Cover – die Inhaltsangabe hat mich auch neugierig gemacht, Zeitreiseromane lese ich generell sehr gerne.
Ich habe somit Cat kennengelernt und begleitet. Nach einigem Ärger mit Sina (wie kann man bitte diesen wunderschönen Namen für ein zickiges, bösartiges Mädchen wählen?) legt sie sich einen Halsreif um und die Geschichte nimmt seinen Lauf. Wir landen im mittelalterlichen Bamberg, werden Zeuge der Hexenverfolgung und müssen mit Cat um ihr Leben fürchten, da der Reifen um ihren Hals immer enger wird. Die historische Thematik an sich aber auch die eingeflochtene Geschichte des Fluches fand ich unglaublich toll kombiniert, gut geschrieben und absolut fesselnd.
Es ist amüsant, wie Cat in der Vergangenheit zurecht kommen muss und hat mich durchgehend gut unterhalten. Ich kann dieses Buch wirklich weiter empfehlen und bin froh dass ich es zufällig entdeckt habe.

Dienstag, 20. Juni 2017

Throwback Thursday: Dämonische Verführung




Ich durfte das Buch letztes Jahr im Herbst im Rahmen einer Leserunde lesen - vielen Dank dafür an die Autorin.
Die Geschichte fängt schnell an, ich war von Anfang an gefesselt und das hielt auch durchgehend bis zum Ende. Das Buch hat keine Längen, sondern ist durchgehend witzig, spannend  und gut geschrieben. Der Klappentext hält, was er verspricht, mehr noch: Die Geschichte, in die Nadine Mutas den Leser entführt, ist gut durchdacht mit tollen Details und wunderbaren Figuren.
Die Charaktere wachsen dem Leser schnell ans Herz - Merle ist eine sympathische, junge Frau, die alles versucht, um ihre Schwester zu retten. Rhun, der Dämon, den sie entfesselt, ist ... wow... Vom Äußeren mal abgesehen, hat er mich auch mit seiner Art, seinem Charme und seinem Witz in seinen Bann gezogen. Mehrfach saß ich lachend auf der Couch. 
Auch die Erotik kommt in diesem Buch definitiv nicht zu kurz, wobei auch das absolut stimmig ist. In manchen Büchern wirkt es erzwungen und unpassend, in diesem war es ein wichtiger Bestandteil der Geschichte.
Fazit: von mir gibt eine absolute Leseempfehlung für dieses Buch❤.

Frage-Freitag: Nadine Mutas




Liebe Nadine, stelle dich doch bitte kurz vor:
Ich bin gebürtige Deutsche, die seit Jahren verpflanzt in den USA lebt mitsamt Mann, Dämonensprössling und zwei schwarzen Katzen. Ich schreibe Paranormal Romance über sündhaft sinnliche Helden und die cleveren Heldinnen, die ihnen das Herz stehlen. Mein Debütroman Dämonische Verführung erschien zuerst 2015 auf Englisch unter dem Titel Blood, Pain, and Pleasure, war nominiert für zahlreiche Auszeichnungen der Romance Writers of America, und gewann einige Preise für herausragende literarische Leistung im Genre Liebesromane. Wenn ich nicht gerade fleißig am Schreiben/Übersetzen des nächsten Romans bin, findet man mich mit der Nase in einem Buch oder meinem kleinen Daemonicus hinterher rennend. Ihr könnt mich auf Facebook stalken, auf Pinterest meinen Boards zu meinen Büchern folgen und euch für meinen Newsletter eintragen ,um immer auf dem neuesten Stand zu sein, was meine Veröffentlichungen angeht.



Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Geschichten hab ich mir schon immer gern ausgedacht und erzählt, noch bevor ich überhaupt schreiben konnte. Als meine Oma mir eine Schreibmaschine (nicht Computer – ha! So alt bin ich schon …) schenkte, war mir klar, dass ich Schriftstellerin werden will. Naja, damals war ich 8, und zwischenzeitlich ist dann einiges passiert, was mich erst mal lange vom Schreiben abgelenkt hat. Aber nachdem ich mit dem Studium fertig war, und meine grauen Zellen nicht mehr mit Sanskrit und Japanisch belegt waren, kam auf einmal die Kreativität zurück und ich schrieb die Geschichte auf, die da so in meinem Kopf entstand. Meine beste Freundin hat die erste Szene gelesen und mich dann dermaßen gepusht, dass ich weiter schreibe, dass ich nicht anders konnte, als das fertigzustellen. Diese Geschichte liegt zwar (im Moment noch) in der Schublade, aber das Buch, das ich danach schrieb, ist mein Debütroman geworden. Ich habe mich hier stark mit den Romance Writers of America vernetzt und unglaublich viel über das Handwerk gelernt, und nach ganz viel Polieren und Vorbereiten hab ich diese Geschichte dann 2015 veröffentlicht.

Wie kommen Dir die Ideen zu Deinen Büchern? 
Manchmal durch Träume, manchmal durch Bücher, die ich lese, oder Filme/Serien, die ich gucke. Das kann manchmal ein kleines Detail sein, das bei mir einen Funken schlägt, und dann nimmt das oft ein Eigenleben an und wächst zu etwas ganz Anderem, Neuem heran. Die besten Ideen entwickeln sich, wenn ich der Frage “Was wäre, wenn …?” folge. Und bei mir geht es meistens von einer interessanten Ausgangssituation aus. Bei meinem ersten Roman war es die Grundidee: “Ein Monster entfesseln, um ein Monster zu fangen.” Was wäre, wenn eine Hexe sich mit ihrem Feind (einem Dämon) zusammentun muss, um ihre Schwester zu retten? Beim zweiten Band war es die Frage: Was wäre, wenn du in genau das verwandelt wirst, was du dein Leben lang gejagt hast, und du damit selbst zur Gejagten wirst? Der Rest entwickelt sich dann immer aus den Charakteren, und wie sie jeweils mit dieser Situation umgehen. Der Konflikt, und die Lösung, müssen sich auf natürliche Weise aus dem ergeben, wer die Charaktere sind, und welche Mittel sie zur Hand haben. Es macht unglaublich Spaß, diese Reise mit den Charakteren anzutreten und die Figuren während des Schreibens näher kennenzulernen. Ich weiß nämlich nicht alles über die Charakter, bevor ich mit dem Schreiben anfange. Vieles ergibt sich erst während des Schreibens, und oft überraschen mich die Figuren.

Wo schreibst du am liebsten? Hast du Rituale? Ich habe ein Arbeitszimmer hier bei uns zuhause, und da schreibe ich auch am liebsten und bequemsten. Rituale habe ich nicht wirklich, ich setze mich einfach jeden Tag ran und arbeite. Mein Sohn geht unter der Woche in die Kita von 8 bis 15 Uhr, und in der Zeit muss ich das schaffen, was so auf meiner To-Do-Liste steht. Das ist dann nicht nur schreiben/übersetzen oder Korrekturen einarbeiten, sondern auch alles, was damit zu tun hat, mein Geschäft am Laufen zu halten. Ich bin Indieautorin, mache daher alles selber, und ich sehe mich auch nicht nur als Künstlerin, sondern als Ein-Frau-Unternehmen. Ich habe ein Geschäft (meine Bücher), und das muss laufen, also arbeite ich hart und kümmere mich um Marketing, Projektmanagement, Buchhaltung, Networking, Promo etc. Ich outsource bestimmte Dienstleistungen, die ich nicht selber machen kann, wie zum Beispiel Coverdesign oder Editing, aber davon abgesehen kümmere ich mich um fast alles andere selbst. Da ist es dann manchmal schwierig, eine Balance zwischen kreativem Teil (schreiben/übersetzen) und administrativem Teil (alles geschäftliche) zu finden.

Erzähle uns bitte  ein bisschen von deinen Büchern.
In meinem Debütroman, Dämonische Verführung, kämpft die junge Hexe Merle darum, ihre von einem Dämon entführte Schwester zu retten, und in ihrer Verzweiflung wendet sie sich an die einzige Person, die ihr jetzt noch helfen kann – ein Dämon derselben Spezies wie derjenige, der ihre Schwester geraubt hat. Merle und Rhun sind eigentlich Feinde, und sie beginnen ihre gemeinsame Geschichte auch mit Agendas, die sich diametral gegenüberstehen. Sie wollen jeweils den anderen benutzen, um ihr eigenes Ziel zu erreichen, aber keiner von beiden rechnet dabei mit den höchst ungebetenen Gefühlen, die sie bald füreinander entwickeln. Merle muss bald schon ihre Vorurteile Dämonen gegenüber über Bord werfen, und Rhun muss erkennen, dass er an die einzige Person geraten ist, die tatsächlich an das Gute in ihm glaubt.

Im zweiten Band ist es Merles beste Freundin Lily, die an ihre eigenen Grenzen gerät und für sich neu definieren muss, was Gut und was Böse ist, nachdem sie durch Schwarze Magie in eine Dämonin verwandelt wird – und ihr prompt von einem unwiderstehlich leckeren Dämon der Hof gemacht wird.

Alle meine Bücher befassen sich im Kern mit der Frage, wie wir “das Böse” definieren, und setzen sich auch mit Etiketten und Schubladen auseinander, in die wir nur zu gern Leute stecken. Familie – die blutsverwandte, aber auch vor allem die gewählte, erweiterte – spielt auch immer eine große Rolle, und die Beziehungen zu den Menschen, die für uns durch die Hölle gehen würden. Alles versehen mit einer großzügigen Prise Magie und ganz viel Humor und Erotik. 😉

Arbeitest du gerade an weiteren Projekten?
Immer! *lach* Im Moment bin ich gerade mit der Übersetzung des Kurzromans Dämonische Schatten fertig geworden, welcher am 16. Juni erscheint, und mache mich dann sofort an die Übersetzung des 3. Bandes To Stir a Fae’s Passion, welcher unter dem Titel Dämonische Versuchung voraussichtlich Ende Juli erscheinen wird. Danach schreibe ich dann den 4. Band auf Englisch, der so Ende Oktober herauskommen soll.


Wenn du ein Buch beginnst – kennst du das Ende dann schon oder entwickelt sich das beim Schreiben? 
Ich habe oft schon eine vage Vorstellung davon, wie ich den Konflikt am Ende löse, und manchmal habe ich sogar schon einen Teil der Höhepunktszene vor Augen. Vieles entwickelt sich dann aber noch von selbst, während ich schreibe und die nächsten Schritte plotte. Manchmal schmeiße ich dann den Plan, den ich anfangs hatte, auch komplett um, wenn die Handlung und die Charaktere das zu dem Zeitpunkt so verlangen.

Was vermisst du am meisten an Deutschland?
Manchmal ganz alltägliche, kaum benennbare Dinge wie einfach die Atmosphäre auf der Straße. Manchmal auch handfestere Sachen, die schon auch sehr politisch sein können (Stichwort Gesundheitssystem, soziale Absicherung, Solidaritätsmentalität …). Wir Deutschen meckern gerne sehr viel ;), aber wenn man eine Weile im Ausland gelebt hat, zeigt sich, dass Deutschland noch immer einen sehr hohen Lebensstandard hat. Jeder Standort hat so seine Vor- und Nachteile. Es gefallen mir an Amerika auch viele Dinge, die es so in Deutschland (noch) nicht gibt, und ich habe mich durchaus sehr an den freundlicheren Umgang der Menschen miteinander hier gewöhnt. Deutschland bleibt vom Gefühl her immer Heimat, aber ich weiß auch vieles am Leben in den USA zu schätzen.

Mein Bruder lebt schon lange in Australien und sein deutsch ist mittlerweile… grenzwertig. Fällt es dir leicht, immer sofort in die deutsche Sprache zu wechseln?
Ha! Das ist tatsächlich nicht immer so einfach. Ich habe noch den Vorteil, dass ich zuhause mit meinem Mann und Sohn Deutsch spreche und quasi nur beruflich und mit meinen Freunden hier Englisch rede – meine beste Freundin (deutsch) lebt mit ihrem englischsprachigen Mann in Großbritannien und hat es da deutlich schwerer, ihr Deutsch aktuell zu halten. Wenn meine beste Freundin und ich miteinander quatschen, schmeißen wir ganz oft einfach englische Begriffe mit rein, weil wir beide es natürlich verstehen und vor allem mit denselben sprachlichen Herausforderungen zu kämpfen haben. Wenn ich aber mit jemandem Deutsch spreche, der/die nicht so gut oder gar nicht Englisch spricht, muss ich mich echt zusammenreißen, mein Deutsch korrekt zu halten. Als ich meinen Debütroman selbst ins Deutsche übersetzt habe, hab ich anfangs auch stark damit hadern müssen, die richtigen Ausdrücke zu finden, und das Umschalten auf literarisches Deutsch war in der Tat nicht einfach. Ich musste ein paar deutsche Übersetzungen von den englischen Romanen lesen, die ich kannte, um zu recherchieren, wie man am besten welche Begriffe im Kontext eines Liebesromans übersetzt! ;)

Was liest du gerne und hast du ein Lieblingsbuch? 
Oh, gute Frage, mit Potential für eine laaaaaange Antwort. ;) Um es etwas kürzer zu halten: Mein Lieblingsgenre ist tatsächlich dasselbe, in welchem ich auch schreibe, also Paranormal Romance (ich mag den Begriff Romantasy nicht so gern, und irgendwie gibt es davon abgesehen im Deutschen noch nicht so wirklich passende Genrebezeichnungen?). Des Weiteren schaue ich auch gerne mal in die Urban Fantasy rein, und ab und zu auch mal was aus dem Bereich Erotik. Meine Lieblingsautorinnen sind Nalini Singh (ich möchte ihr Gehirn klonen, die Frau hat so eine umwerfende Fantasie!), Larissa Ione, Thea Harrison, Ilona Andrews, Darynda Jones, Sarah J. Maas, Kristen Callihan und Kit Rocha. Davon abgesehen belegt übrigens die Harry Potter-Reihe einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen, und ich wünschte mir oft, ich könnte die Bücher noch einmal zum ersten Mal lesen.

Welche Figur aus einem Buch würdest du gerne mal treffen? 
Uff, das ist jetzt echt schwierig. Ich finde ganz viele Charaktere super toll und lese fasziniert von ihnen, bin mir aber nicht sicher, ob ich damit klarkäme, sie im echten Leben zu treffen. Einige Helden vor allem finde im Buch höchst unterhaltsam, würde denen aber in Echt nach kürzester Zeit eine klatschen. *lach*  Ich denke, ich würde mich mal gerne mit Charley Davidson (aus der Reihe von Darynda Jones) unterhalten, weil ich weiß, dass ihre Sprüche mich zum Lachen bringen würden. Und es gibt für mich nichts Attraktiveres (ohne sexuellen Unterton hier, eher im Hinblick auf persönliche Beziehungen allgemein) als ein klasse Sinn für Humor. Ich klicke am besten mit Leuten, die über dieselben Dinge lachen wie ich. :)


Ein paar schnelle Fragen:
Chaotin oder Perfektionistin?
Perfektionistin!

Langschläfer oder Frühaufsteher? Langschläferin, wenn ich darf 😉

Kaffee oder Tee?
Kaffee, hmmm …

Süß oder herzhaft? 
Herzhaft

Sommer oder Winter? 
Sommer! Bin eh immer am Frösteln, da brauche ich warme Außentemperaturen ;)

Lieblingsmusik? 
The Killers, Tori Amos, Editors, Snow Patrol, Madrugada, aber wenn ihr mich so richtig abgehen sehen wollt, legt Bollywoodmusik auf. *lach*

Lieblingsfarbe? 
Petrol, also dieses dunkle Blaugrün. Das springt mir immer sofort ins Auge.

Danke liebe Nadine, dass du mir so viele Fragen beantwortet hast!

Den ersten Band "Dämonische Verführung" könnt ihr auf meiner Facebook-Seite OstseeBuecherjunkie als ebook gewinnen.


Freitag, 9. Juni 2017

Frage-Freitag: Sandra Helinski



Liebe Sandra, stelle dich doch bitte kurz vor:
Meine große Tochter würde sagen „Meine Mama kann alles“, deshalb stelle ich mich gern mit ihren Worten vor. Wäre schön, wenn das stimmen würde. Irgendwann wird sie auch noch erkennen, dass ich alles andere als perfekt bin. Ich bin Mama zweier bezaubernder Töchter, mache in ihrer Erziehung bestimmt einiges falsch (sie sind viel konsequenter darin, Dinge einzufordern, als ich bin, diese abzulehnen), versuche dies jedoch durch ganz viel Liebe zu kompensieren. Ich bin sehr gut organisiert, was sowohl mein Mann als auch mein Chef sehr zu schätzen wissen, darunter leidet jedoch oft die Spontanität und Flexibilität. Ich liebe alle Tiere, vor allem Pferde, Hunde und Katzen. Ich hätte allerdings gern viel mehr Zeit, die ich mit ihnen verbringen kann. Ich lese unheimlich gern Geschichten,  noch lieber erfinde ich sie jedoch selbst. Außerdem fällt mir gerade auf, dass ich viel zu oft das Wörtchen „ich“ benutze.




Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Hauptsächlich lag es daran, dass mir mit sechs Jahren eine Lehrerin gezeigt hat, wie das geht ;). Ein Jahr später habe ich angefangen, in ein kleines DIN A5-Heft eine Winnetou-Geschichte zu schreiben. Dieses  Heftchen gibt es noch und wird von meinen Eltern gern herausgeholt, um ihren Gästen die Anfänge meiner Schriftstellerkarriere zu zeigen. Peinlich! Seitdem habe ich immer wieder Geschichten angefangen. Am Anfang noch handschriftlich, später auf dem PC. Keine einzige dieser Geschichten hat ein Ende, sie sind in unterschiedlichen Stadien der Entstehung einfach liegen geblieben. Das Schwierigste ist nämlich nicht, ein Buch zu schreiben, sondern die Geschichte zu Ende zu bringen. Das ist mir erst 2015 zum ersten Mal gelungen. Diesmal hatte ich mir fest vorgenommen, bis zum Wörtchen Ende vorzudringen und habe mir dafür einiges überlegt: Zum ersten Mal habe ich anderen davon erzählt, dass ich schreibe (zum Beispiel meinem Mann, der wusste bis dahin gar nichts davon). Ich habe die Geschichte kapitelweise im Internet veröffentlicht und mir so immer wieder Feedback eingeholt. Und irgendwann war es dann tatsächlich soweit, ich konnte das Wörtchen Ende tippen. Darüber war ich unheimlich stolz. Weil ich mir ja nicht sicher sein konnte, noch einmal mit einem Roman so weit zu kommen, habe ich dieses erste fertig geschriebene Manuskript gleich bei verschiedenen Verlagen eingereicht und hatte nach vielen Rückschlägen endlich Glück. Ich mache mir da keine Illusionen, es war wirklich nur Glück. Ich habe zur richtigen Zeit die richtige Person gefragt. Aber das Buch war erschienen und die Freude darüber hat mir so viel Auftrieb gegeben, dass ich weiter gemacht habe.

Wie kommen Dir die Ideen zu Deinen Büchern?
Meist schreibe ich über etwas, was mich persönlich bewegt und baue eine Geschichte drum herum. Man kann sagen, von zwanzig solcher Ideen taugt nur eine, um über einen ganzen Roman zu tragen. Für mich ist vor allem eine Frage entscheidend: Ist dieses Thema für mich so interessant, dass ich mich etwa ein Jahr damit ausführlich beschäftigen will? Es bringt mir nichts, über etwas zu schreiben, was mich selbst schon zwei Monate später langweilt. Dann schaffe ich es nicht, die Motivation auch über schwierige Phasen des Schreibens und vor allem das langwierige Überarbeiten aufrecht zu halten.

Wo und wie schreibst du am liebsten? 
Ich schreibe eigentlich immer in unserem Wohnzimmer am Esstisch. Da gibt es so einen bestimmten Platz, an dem unser Laptop steht und der nur für Gäste freigeräumt wird. Es ist meist Abends nach zwanzig Uhr, wenn die Kinder im Bett sind, mein Mann schaut Sport, einen Actionfilm oder irgendeine Doku über Krieg oder die DDR im Fernsehen und ich sitze da, mit dem Kopfhörer auf den Ohren (Sunrise Avenue in den meisten Fällen), damit mich der Fernseher nicht ablenkt. Dort schreibe ich. Ich denke mir vorher die Szenen aus, die ich schreiben will. Das passiert quasi überall. Am liebsten in der Badewanne, aber auch beim Autofahren oder im Garten oder bei irgendwelchen langweiligen Tätigkeiten.

Erzähle uns ein bisschen von deinen Büchern. 
Das ist tatsächlich eine schwierige Frage. Ich bin gerade so in meinem aktuellen Projekt verhaftet, dass es mir schwer fällt, mich daran zu erinnern, worum es in meinen vorigen Romanen eigentlich genau ging. Da war zum einen der „erste“ Roman „Groß, blond, Rockstar! Traummann?“. Es geht um eine Frau, die ein Kind von einem Rockstar bekommt, ihn nach einigen Jahren wieder trifft und ihm dieses Kind eigentlich die ganze Zeit verheimlicht, weil sie nicht sicher ist, ob er es verdient, das zu erfahren. Irgendwann hat sie sich so in ihre Lügen verstrickt, dass sie die Chance, es ihm zu sagen, verpasst und er es selbst herausfindet. Die Geschichte kommt offensichtlich gut an bei den Lesern, auch wenn ich selbst im Nachhinein betrachtet wahrscheinlich einiges anders machen würde.
Bei meinem nächsten Projekt „Rockstar Sommer“, bestehend aus vier Teilen, ist das ähnlich. Ich weiß jetzt, was ich anders machen würde. Zum Beispiel würde ich einiges kürzen und das Ganze als Einzelroman rausbringen. Damals hatte ich aber jede einzelne Szene so lieb, dass an radikale Kürzung einfach nicht zu denken war. In diesem Roman (ich bezeichne ihn als einen Roman, da alle vier Teile der Geschichte zusammenhängen) geht es um Anna, die einen alten Hof erbt und dort einen Therapiehof für Tiere eröffnen will. Stattdessen bekommt sie als erstes einen Rockstar mit seelischer Krise und einen schwierigen Hund. Zuerst ist es schwierig, die Renovierung, die Hundetherapie und den Umgang mit ihrem menschlichen Gast Eddi unter einen Hut zu bringen, aber schließlich schafft sie es, alles so miteinander zu kombinieren, dass sie Eddi mithilfe des Hundes und der Bauarbeiten aus seinem Schneckenhaus locken kann. 



Arbeitest du gerade an weiteren Projekten?
Oja, nett, dass du fragst. Tatsächlich ist mein neuester Roman bereits so weit, dass ich ihn in den nächsten Tagen an den Verlag schicken kann. Vielleicht kommt er schon im Sommer raus. Es ist wieder eine Rockstar-Geschichte, die jedoch eigenständig ist und mit den bisherigen nichts zu tun hat. Diesmal erzähle ich, was passiert, wenn man plötzlich auf seinen Exfreund angewiesen ist, den man Jahre zuvor auf peinlichste Weise abserviert hat. Kira möchte sich ihren Traum vom Medizinstudium erfüllen, braucht dafür aber dringend Geld. Die einzige Möglichkeit ist es, bei der Band ihres Exfreundes als Mädchen für alles anzufangen.

Wenn du ein Buch beginnst – kennst du das Ende dann schon oder entwickelt sich das beim Schreiben? 
Das Ende kenne ich immer. Aber da geht es jedem, der meine Protagonisten kennen gelernt hat, ähnlich. Das Happy End ist Pflicht. Ganz anders ist es mit dem Weg zum Ende. Bei meinen ersten Romanen habe ich diesen Weg erst beim Schreiben entwickelt. Da wusste ich am Anfang noch nicht, wie ich es schaffe, dass Mann und Frau zusammen kommen. Bei dem Roman, der als nächstes von mir rauskommen wird, habe ich zum ersten Mal geplottet, also mir schon am Anfang überlegt, wie der Verlauf der Geschichte sein wird. Das war zwar weniger interessant beim Schreiben, aber weitaus effektiver. 

Wie war die Reaktion deiner Freunde und Bekannten, als sie gehört haben, dass du Bücher schreibst und veröffentlichst?
Die meisten waren freudig erstaunt und stolz (zum Glück). Es fällt mir immer noch nicht leicht, jemandem zu sagen, dass ich in meiner Freizeit Liebesromane schreibe. Warum das so ist, weiß ich nicht. Jedenfalls ist es eher so, dass die meisten es von jemand anderem erfahren haben. Ich kann auf jeden Fall sagen, dass die Schreiberei als Hobby von mir erst anerkannt worden ist, als ich das erste Buch bei meinem Verlag unterbringen konnte. Da war es plötzlich auch egal, dass es "nur" Liebesromane sind (und keine literarischen Meisterwerke à la Tolstoi).

Hast du diesbezüglich schon mal negative Rückmeldungen bekommen?
Bisher habe ich noch keine direkten negativen Rückmeldungen bekommen. Es gibt einige, die einfach das Thema "Bücher schreiben" auslassen und ich weiß, dass manche in meiner Familie, wenn das Gespräch auf meinen Autoren-Nebenjob kommt, großmütig lächelnd den Kopf schütteln und sagen "Mit solchen Büchern kann ich nichts anfangen". Ich weiß aber auch, wie stolz meine Freunde und näheren Verwandten sind, deshalb ist mir sowas herzlich egal.

Was liest du gerne und hast du ein Lieblingsbuch?
Ich lese sehr gerne Unterhaltungs-Liebesromane, am liebsten von Kerstin Gier („Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“, etc.), aber auch Fantasy (mit Elfen, Vampiren oder Werwölfen) und Frauen-History (Iny Lorentz). Ich bin ein Fan von Herr der Ringe und Harry Potter, mochte aber auch die Twilight-Reihe. Außerdem lese ich unheimlich gerne Jugendbücher mit Pferden. Diese Leidenschaft teile ich zum Glück mit meiner großen Tochter, der ich jeden Abend ein Kapitel vorlese. Mein Traum ist es, einmal auch solch ein Buch zu schreiben. Die Story steht sogar schon. 
Mein Lieblingsbuch ist ebenfalls ein Jugendbuch, das mochte ich schon mit 15: Mel von Liz Berry.

Welche Figur aus einem Buch würdest du gerne mal treffen?
Keine, ich finde, die Figuren sollen mal schön in ihren Büchern bleiben. Sowas wie in Tintenherz wäre echt mein Albtraum.

Noch ein paar schnelle Fragen:
Chaotin oder Perfektionistin?  
Eher Perfektionistin
Langschläfer oder Frühaufsteher? 
Langschläfer, wenn ich kann. Meistens kann ich nicht.
Kaffee oder Tee? 
Auf jeden Fall Tee
Süß oder herzhaft? 
Herzhaft, aber ich liebe Schokolade
Sommer oder Winter? 
Frühling 😉
Lieblingsmusik
Gitarrenrock
Lieblingsfarbe
Pink

Habt ihr Lust bekommen, die Bücher zu lesen? Der DP DIGITAL PUBLISHERS Verlag stellt drei "Rockstar Sommer" Bundles als ebooks zur Verfügung - auf meiner Facebook-Seite OstseeBuecherjunkie könnt ihr euch bewerben. 




Donnerstag, 8. Juni 2017

Throwback Thursday - Rockstar Sommer



Rockstar Sommer von Sandra Helinski – diese Reihe, die aus vier Büchern besteht, hat mich im letzten Sommer begeistert.

Klappentext:
Eine einfühlsam erzählte Liebesgeschichte von einer Frau, die auf eigenen Füßen steht und einem Rockstar, der eben kein Superman ist. Für alle mit eigenen Träumen, die nach einem stressigen Alltag einfach mal abschalten wollen. 
Über Rockstar Sommer: „Das soll wohl ein Witz sein! Das hier ist doch keine Klinik! Eher eine Ruine!“ Anna schnappte empört nach Luft, als ihr klar wurde, dass er von ihrem Haus redete ... Eine Erbschaft lässt Annas Traum Wirklichkeit werden. Sie renoviert ein altes Haus im Brandenburger Niemandsland und kümmert sich als Verhaltenstherapeutin um schwierige Hunde. Ein Rockstar als Patient war jedoch nie vorgesehen. Schon gar nicht ihr Lieblingssänger Eddi, der in Wahrheit gar nicht so charmant ist, wie sie ihn sich immer vorgestellt hat. Doch sie wächst mit den Herausforderungen und lernt dabei, dass es die unerwarteten Dinge sind, die das Leben lebenswert machen. Leserstimmen „Chicklit mit viel Humor, Romantik und Natur, wonach verlangt das Frauenherz mehr?

Meine Meinung:
Ich habe die Bücher im letzten Sommer absolut durchgesuchtet – es empfiehlt sich, alle Bände parat zu haben, denn die einzelnen Bücher enden jeweils mit einem gemeinen Cliffhanger, die dafür sorgen, dass man gleich weiterlesen möchte. 
Die Hauptperson ist Anna, die sich mitten im Nichts ein neues Leben aufbaut und dort einen Gast bekommt, der dringend Ruhe benötigt – den Rockstar Eddi.
Bei den Büchern findet man nicht unbedingt das klassische Rockstar Leben, sondern eher einen Rockstar, der seinen Job liebt, der aber auch mit den Schattenseiten seines Ruhms zu kämpfen hat. 
Die Bücher starten langsam und man lernt erst hauptsächlich Anna und ihre neue Umgebung kennen bis Eddi endlich ins Spiel kommt. Verschiedene Zwischenfälle schweißen die beiden immer weiter zusammen, sodass Eddi nun für Anna bald nicht mehr nur Gast sondern wertvoller Begleiter und Unterstützer ist. Dass Eddi mit seinem Charme spielt, bringt Anna mehr als einmal an ihre Grenzen, was sehr amüsant zu verfolgen ist. 
Beide Charaktere entwickeln sich in stetig weiter, wachsen an ihren Aufgaben und dem Leser noch weiter ans Herz. 
Die Autorin hat einen sehr flüssigen und dennoch unglaublich detailreichen Schreibstil, der sich schön und angenehm lesen lässt. Sie baut interessante Nebenthemen und -schauplätze ein und verliert sich dennoch nicht in langweiligen Erzählungen.

Ich hatte viel Spaß dabei, die Reihe zu lesen – sie hat mich aus dem Alltag entführt und mir einige schöne Lesestunden geschenkt.
Von mir eine klare Leseempfehlung, auch wenn es kein „klassischer" Rockstar Roman ist.

Freitag, 2. Juni 2017

Frage-Freitag: Katharina Brinckmann







Liebe Katharina, stelle dich bitte kurz vor:
Ich wurde 1965 in Essen geboren und lebte nach meiner Schulzeit und Ausbildung (Rechtsanwalts- und Notargehilfin) selbst einige Zeit in England. 1987 habe ich geheiratet und zwischen 1991 und 2003 zwei Töchter und einen Sohn bekommen. Mit dem Roman "Bis zum nächsten Sommer" habe ich 2010 begonnen, wobei es nicht in meiner Absicht lag, ein Buch zu schreiben. Heute wohne ich mit meinem Mann und meinen Kindern im Grünen am Rande des Ruhrgebietes.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Wie schon oben erzählt, lag es nie in meiner Absicht, ein Buch zu schreiben. Im Jahr 2010 musste ich dann  wegen eines Beinbruchs längere Zeit liegen und da kam mir die Idee von Melanie und George, die mich nicht mehr losgelassen hat, bis ich sie zu Papier gebracht hatte.

Wie kommen dir die Ideen zu deinen Büchern?
Ich lese selber sehr gerne und beobachte die Menschen. Zudem lasse ich mich auch gerne von Liedtexten inspirieren. Meistens passiert das, wenn ich lange Strecken mit dem Auto unterwegs bin.

Wo schreibst du am liebsten?
Zum Schreiben brauche ich absolute Ruhe. Wenn mein jüngster Sohn morgens aus dem Haus ist (meine Töchter wohnen nicht mehr bei uns),
gehe ich mit einer großen Tasse Kaffee in mein Arbeitszimmer. Von meinem Schreibtisch habe ich dann eine wunderbare Aussicht auf meinen Garten und fange an zu Schreiben. Auf keinen Fall lasse ich mich dabei unter Druck setzen, sondern schreibe so, wie mir die Ideen kommen. Es kann daher auch schon mal vorkommen, dass ich tage- oder wochenlang gar nichts schreibe.

Erzähle uns ein bisschen von deinen eigenen Werken.
Mein Bücher erzählen in zwei Teilen die Liebesgeschichte eines Paares, wie es ungleicher nicht sein könnte. Schauplatz ist Middlefield, ein kleiner Vorort von London. Das junge deutsche Au-pair Melanie trifft dort auf den englischen Geschäftsmann George und verliebt sich in ihn. Eigentlich eine Geschichte, wie es viele gibt, auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick sieht es ganz anders aus, denn die Beziehung zwischen Melanie und George ist keineswegs gewöhnlich. Wer vielleicht einen Einblick in die Bücher haben möchte findet auf meiner Webseite www.katharina-brinckmann.de zu beiden Romanen eine Leseprobe.





Arbeitest du gerade an weiteren Projekten?
An meinen ersten beiden Romanen habe ich beinahe sechs Jahre geschrieben. Als ich dann unter das zweite Buch "Ende" geschrieben hatte, empfand ich große Erleichterung, dass es endlich fertig war, denn während der Zeit des Schreibens befand ich mich mit meinen Protagonisten in einer Art Tunnel. Auf gar keinen Fall konnte ich mir vorstellen, noch einmal so etwas wie ein Buchprojekt zu starten, denn mit dem Wort "Ende" war der bei weitem romantischste Teil des Vorhabens abgeschlossen. In den darauf folgenden Monaten habe ich einiges über das "Verlagswesen" und die Chancen, als neue deutsche Autorin überhaupt gelesen zu werden, gelernt und mir die Illusionen weggewischt. Mittlerweile vermisse ich das Schreiben wieder, das Entwicklen von Protagonisten, Gesprächen und Ereignissen, wie sich alles zusammenfügt. Ich kann Figuren so entstehen lassen, wie es mir gefällt und die müssen dann nicht immer nett sein, sondern dürfen unterschiedliche Bandbreiten der menschlichen Stärken und Schwächen abdecken. Daher hat es mich wieder gepackt und ich arbeite an einem neuen Buch. Weil meine Bücher aber keine Kurzgeschichten sind sondern jedes Buch nahezu 700 Seiten umfasst und ich zudem einen Hang zum Perfektionismus habe, dürfte es noch eine Weile bis zum Erscheinen eines dritten Buches dauern. Worum es darin geht und was passiert, bleibt aktuell noch mein Geheimnis.

Wenn du ein Buch beginnst - kennst du das Ende dann schon oder entwickelt sich das beim Schreiben?
Tatsächlich habe ich bisher nur ein Buch begonnen, aus dem im Laufe des Schreibens zwei Teile geworden sind. Ich hatte zu Beginn eine Idee und habe sie dann in kurzen Abschnitten handschriftlich skizziert. Obwohl das Ende noch völlig offen war, sind vier Kladden voll gewesen. Damals hatte ich nur eine grobe Ahnung, wohin die Reise gehen sollte, jedoch noch keine tatsächliche Vorstellung vom Ende des Romans. Alles war möglich.
Und jetzt muss ich zugeben, dass es mich teilweise selber überrascht hat, welche Entwicklung der Roman genommen hat.

Was liest du gerade und hast du ein Lieblingsbuch?
Gerade lese ich die Clifton-Saga von Jeffrey Archer. Ein wirkliches Lieblingsbuch habe ich nicht, wobei mir "Englischer Harem" von Anthony McCarten schon sehr gut gefallen hat.

Ein paar schnelle Fragen noch:

Bist du eher Perfektionistin oder Chaotin?
Perfektionistin
Teamplayer oder Einzelgänger?
Einzelgängerin
Frühaufsteherin oder Langschläferin?
Frühaufsteherin
Sommer oder Winter?
Winter
Was ist dein Lieblingsessen?
Wurstbrote
Und deine Lieblingsfarbe?
Blau

Auf meiner Facebook-Seite OstseeBuecherjunkie habt ihr übrigens die Möglichkeit beide (ja, beide😉) Bücher zu gewinnen.